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Das Ulmer Nabada

Nächster Termin: 20. Juli 2026

Unzählige Menschen paddeln auf lustigen Schlauchbooten die Donau hinunter.

Das „Nabada“ findet jedes Jahr am Schwörmontag statt. Zehntausende Schaulustige säumen die Ufer, wenn der bunte Wasserfestzug auf der Donau hinunterfährt. Vereine und andere Gruppen bauen für diesen Tag aufwendige Themenboote, die die aktuelle Politik aufs Korn nehmen, ähnlich wie beim rheinischen Karneval. Begleitet werden sie von stimmungsvollen Musikkapellen.

Neben den offiziellen Booten fahren auch unzählige „wilde Nabader“ mit. Sie paddeln mit dem Schlauchboot oder mit den abenteuerlichsten eigenen Konstruktionen die rund 7 Kilometer lange Strecke die Donau hinunter.

Der Begriff „Nabada“ bedeutet übrigens, die Donau „hinabzubaden“ bzw. „hinunterzubaden“.

Beginn ist um 16 Uhr. Die Ulmer Schachteln legen am Ufer auf Höhe der Ulmer Wilhelmshöhe ab und fahren in die Friedrichsau, bis zum Offenhauser Steg. Nach dem Nabada wird in der Friedrichsau und auf vielen Plätzen in der Stadt gefeiert.

Für eine Teilnahme als „freier Nabader“ ist keine Anmeldung oder Genehmigung erforderlich. Es müssen jedoch die folgenden Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Zeichnung eines lustig aussehenden, aber wütenden Monsters: "Nabada heißt Gaudi. Außer für den Hitzkopf."

Monster-Party? Aber sicher!

Für die Sicherheit aller Teilnehmenden gelten – trotz aller Ausgelassenheit – folgende Regeln:

1. Boote oder sonstige Schwimmkörper dürfen weder zu größeren Verbänden zusammengebunden werden, noch motorisiert sein.

2. Kinder dürfen nur mit Schwimmhilfen und in Begleitung Erwachsener teilnehmen.

3. Jegliche Art von Spritzereien in die Zuschauer und das Werfen wassergefüllter Tüten und Ballons ist untersagt.

4. Bitte nicht von den Brücken ins Wasser springen. Sie gefährden sich und andere.

5. Alkoholgenuss erhöht die Gefahr auf dem Wasser, also bitte erst nach dem Nabada feiern.

6. Bei aufkommendem Gewitter sind die Donau und der direkte Uferbereich sofort zu verlassen. Es ist bei Gewitter gefährlich, Schutz unter Bäumen zu suchen.

7. Jegliche Form von Werbung auf dem Wasser und im Veranstaltungsbereich ist unzulässig.

8. Beschallungsanlagen sind weder auf dem Wasser noch an den Ufern zugelassen.

9. Technische Schwimmhilfen und schwimmende Konstruktionen sind aus der Donau nach dem „Nabada“ wieder zu entfernen und mitzunehmen.

10. Bitte beachten Sie, dass die Wasserqualität in Fließgewässern grundsätzlich nicht kontrolliert wird. Das Nabada erfolgt daher auf eigene Gefahr.

Eine Karte zeigt die verschiedenen Stellen, an denen man beim Nabada von der Donau an Land aussteigen kann.

Hier gelangen Sie mit einem Klick zur detaillierten, interaktiven Karte.

Parken
Nabader können auf den Parkplätzen des Kloster Wiblingen und des Donaubads parken. Außerdem wird an der Illerbrücke ein Parkplatz mit zwei Bereichen eingerichtet. In einem Bereich kann kurz angehalten und ausgeladen werden, im anderen Bereich kann bis zum nächsten Nachmittag geparkt werden. Die Parkplätze sind ausgeschildert.

Pumpstationen
Am Donaubad und an der Illerbrücke gibt es Pumpstationen für Schlauchboote, Schwimmtiere oder Luftmatratzen.

Ausstiegsstellen
Bei der Valckenburgschule werden Ausstiegsstellen eingerichtet, an denen die freien Nabader leichter aus der Donau kommen können. Weitere Ausstiegsstellen befinden sich bei der SSV Bucht, beim Landratsamt Neu-Ulm und nach dem Steg von Rudern 2000. Auf der Neu-Ulmer Seite ist das Ufer gegenüber der Spatzenwiese flach genug zum Aussteigen.

Hinweis zur Gänstorbrücke
Im unmittelbaren Bereich der Gänstorbrücke ist der Donauradwanderweg derzeit gesperrt. Auch während des Nabada kann man ihn nicht begehen oder vom Wasser aus dort aussteigen. Die Empfehlung zur Umleitung sehen Sie im folgenden Absatz.

Müll
Sowohl auf Ulmer als auch auf Neu-Ulmer Seite stehen Tonnen zur Entsorgung kaputter Schlauchboote und ähnlichem bereit.

Das Nabada kann von einem barrierefreien Zuschauerbereich an der Adlerbastei verfolgt werden.

Das Nabada findet auch bei Regen statt. Nur bei Hochwasser oder Gewitter muss es ausfallen. Falls dem so ist, wird dies durch rote Signalkörbe am Viereckkranz des Münsters angezeigt und auf www.ulm.de, den städtischen Social-Media-Kanälen und im Radio vermeldet.

Begonnen hat die Tradition bereits zu Reichsstadtszeiten. Damals fand alle zwei Jahre am Dienstag nach dem Schwörmontag das Fischerstechen statt. In den Jahren dazwischen pflegte man den Brauch des „Bäuerle-Herunterfahrens“ - ein Klamauk, der zu den Vorläufern des Nabadens zu rechnen ist. Aus diesen Anfängen hat sich über die Jahre ein Umzug auf dem Wasser entwickelt, der durchaus mit den rheinischen Karnevalsumzügen zu vergleichen ist.

Kommentare(1)

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