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Abteilung Feuerwehrbeamte ...

der Beruf Feuerwehrmann / frau

Ulmer Feuerwehrmann in einem brennenden Raum; von hinten ist das Rückenschild mit Feuerwehr Ulm, der Helm und viele Flammen zu sehen.

© Feuerwehr Ulm

Die Abteilung Feuerwehrbeamte ist für den Dienstbetrieb der Feuerwehr verantwortlich.
Neben den Tätigkeiten in den einzelnen Sachgebieten stellt die Abteilung Feuerwehrbeamte in zwei Wachabteilungen das Personal für die ständig besetzte Hauptfeuerwache.
Die Aufgabenbereiche der Berufsfeuerwehrleute sind sehr vielfältig, die Tätigkeiten untergliedern sich in die jeweilige Laufbahn.

 

Einige Tätigkeiten, die von Berufsfeuerwehrleuten ausgeführt werden, sind:

Tätigkeiten im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
- Überwiegend operative Aufgaben
- Feuerwehreinsätze aller Art, wie zum Beispiel Brandbekämpfung, technische Rettung, Einsatz bei Umweltschäden und Hilfeleistungen verschiedenster Art
- Disponent in der Integrierten Rettungs- und Feuerwehrleitstelle
- Innerbetriebliche Beschäftigung in den verschieden Werkstätten der Feuerwehr, ggf. im erlernten Beruf, wie z. B. in der Schreinerei, Schlosserei, Kfz-, Elektro-, Feuerlöscher-, Schlauch- und Atemschutzwerkstätte
- Erhaltung und Erweiterung des Fachwissens durch theoretische und praktische Wachausbildung
- Regelmäßige sportliche Betätigung zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit

Tätigkeiten im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst
- Einsatzleiter im Einsatzdienst
- Administrative Aufgaben in den Sachgebieten
- Mithilfe bei der Erledigung von Personalangelegenheiten
- Aufgaben im vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz als Brandschutzsachverständiger

Tätigkeiten im höheren feuerwehrtechnischen Dienst
- Einsatzleitung bei komplexen Großeinsätzen
- Dispositive Aufgaben der Abteilungsleitung
- Personalführung und Entwicklung
- Erstellen von Konzeptionen der Fahrzeugtechnik und Taktik
- Leitungsaufgaben der Gesamtfeuerwehr

Drei Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Ulm stehen auf dem Dach des Großtanklöschfahrzeuges und bedienen den Wasserwerfer bei einem Brand.

© Feuerwehr Ulm

Die dreizehn ehrenamtlichen Abteilungen der Feuerwehr Ulm sind wesentlicher Bestandteil der Struktur der Gesamtfeuerwehr Ulm. Die FF-Abteilungen stellen die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Ulm rund um die Uhr, vor allem aber in den Abendstunden und Nachts sicher.
Sie verteilen sich im Stadtgebiet auf insgesamt dreizehn Löschbezirke und werden als selbständige Einheiten mit einem eigenen Abteilungsausschuss vom jeweiligen Abteilungskommandanten geführt.
Die freiwilligen Abteilungen wählen aus ihren Reihen einen Gesamtabteilungskommandant, welcher die Belange der freiwilligen Feuerwehrleute gegenüber der Feuerwehrleitung vertritt.
Die Abteilungskommandanten, der Gesamtabteilungskommandant mit seinem Stellvertreter und der Feuerwehrkommandant mit Stellvertreter bilden zusammen mit dem Kassier, dem Schriftführer und der Stadtjugendfeuerwehrwartin den Feuerwehrausschuss. Der Feuerwehrausschuss hat den Feuerwehrkommandanten zu beraten und zu unterstützen. Er ist vor allgemeinen örtlichen Regelungen, die die Gemeindefeuerwehr berühren, zu hören.

Die Aufgaben der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen sind sehr vielfältig. Neben den Brand- und Hilfeleistungseinsätzen werden von ihnen Wachbereitschaftsdienste an Wochenenden und Feiertagen auf der Hauptfeuerwache sowie Sicherheitswachdienste bei Veranstaltungen durchgeführt.
Aufgrund der vielseitigen Tätigkeiten ist die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehrangehörigen eine sehr wichtige Aufgabe für die Feuerwehr. Auf Standortebene führt die Feuerwehr Ulm regelmäßig die Lehrgänge:
- Truppmann
- Truppführer
- Atemschutz
- Sprechfunker
- Erste Hilfe
- Maschinist von Löschfahrzeugen
- Maschinist von Kraftfahrdrehleitern
- Wachbereitschaftsdienst durch.

Die aktive Tätigkeit im Einsatzdienst beginnt nach erfolgreicher Absolvierung der Grund- und Atemschutzausbildung mit der Übernahme in den Aktiven Dienst bei der Jahreshauptversammlung. Je persönlichen Fähigkeiten, nach Dienstalter und absolvierten Lehrgängen kann man innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr bis zum Zugführer aufsteigen.

Lagebesprechung der Einsatzleitung der Feuerwehr Ulm bei einem Gefahrguteinsatz. Die Funktionsträger wie der Einsatzleiter, der Zugführer, mehrere Gruppenführer und die Fachberater Chemie sind mit bunten Warnwesten gekennzeichnet.

© Feuerwehr Ulm

Bei besonders schwierigen Einsätzen stehen der Feuerwehr Ulm verschiedene Fachberater zur Verfügung. Die Fachberater haben hierbei für den Einsatzleiter eine unterstützende, beratende Funktion.

Derzeit gibt es bei der Feuerwehr die Fachberater Chemie, einen Feuerwehrarzt und die Notfallseelsorge.

Ein Höhenretter der Feuerwehr Ulm seilt sich vom Dach des Hotels des Kongresszentrums mit einem Verletzten aus rund 50 m Höhe ab. Im Hintergrund ist die Donau und Neu-Ulm zu sehen.

© Feuerwehr Ulm

Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Ulm wurde 1996 vom damals stellvertretenen Kommandanten Hansjörg Prinzing, der selbst aus der Bergwacht kommt, gegründet und besteht derzeit aus rund 12 ausgebildeten Höhenrettern.

Das Arbeiten in absturzgefährlichen Bereichen gehört zu den häufigsten Einsätzen der Höhenrettungsgruppe. So wurden zum Beispiel eine Vielzahl von Sturmschäden an Gebäuden nach dem folgenschweren Orkan „Lothar“ beseitigt. Das Team der Höhenrettungsgruppe besteht aus Mitgliedern der Feuerwehr Ulm, die sich diese Zusatzqualifikation durch eine spezielle Ausbildung erworben haben. Sie sind absolut schwindelfrei und Spezialisten ihres Faches. Gerade dann, wenn die Drehleiter oder der 50 Meter lange Kranarm des Feuerwehrkrans zur Rettung nicht mehr ausreicht.

Die Jugendfeuerwehr Ulm bei einer Löschübung. Es sind vor eine Industriehalle zwei Jugendliche an einem wasserabgebenden C-Strahlrohr zu sehen. Sie haben Pressluftatmer-Attrappen auf dem Rücken. Vor der Halle stehen drei Löschfahrzeuge. Viele Schlauchleitungen liegen auf der Straße.

© Feuerwehr Ulm

Bundesweit sind ca. 250.000 Jugendliche in ca. 17.200 Jugendfeuerwehren organisiert. Allein die Feuerwehr Ulm hat 13 Jugendfeuerwehrabteilungen mit ca. 160 Mitgliedern.

In den Gruppen werden die interessierten Jugendlichen an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt und ihr soziales Engagement gefördert. Für die freiwilligen Feuerwehren sind die Jugendgruppen von großer Bedeutung, da sie den Nachwuchs größtenteils daraus gewinnen.

Die Stadtjugendfeuerwehr Ulm besteht aus dem Stadtjugendfeuerwehrwart und seiner Stellvertreterin als Stadtjugendleitung und den Jugendfeuerwehrwarten der einzelnen Jugendabteilungen. Zusammen bilden sie den Stadtjugendfeuerwehrausschuss, dieser entscheidet über Ausbildungskonzepte und Ziele in der gemeinsamen Jugendarbeit. Die Ausbildung in den Jugendabteilungen erfolgt durch den Jugendfeuerwehrwart und Jugendbetreuer der jeweiligen Abteilungen.

In den regelmäßigen Übungsveranstaltungen beschäftigen sich die Jugendlichen mit Feuerwehrtechnik, Umweltschutz, Erste Hilfe und allgemeiner Jugendarbeit. Neben diesen Übungsveranstaltungen werden auch Großübungen und Fahrten/Freizeiten für alle Jugendabteilungen zentral angeboten.

Die Rettungshunde mit ihren Hundeführer/innen in Einsatzkleidung auf einer Wiese auf dem Katastrophenschutz-Übungsgelände der Feuerwehr Ulm.

© Feuerwehr Ulm

Die Rettungshundestaffel ist eine Abteilung der Feuerwehr Ulm und Gründungsmitglied des Bundesverbandes Rettungshunde (BRH), der heute bundesweit größten und ältesten rettungs-hundeführenden Organisation.

2015 blickte die Rettungshundestaffel auf 40 Jahre Ausbildung und Einsatz im Dienst der Menschen zurück. Nach dieser langen und erfolgreichen Zeit kann man stolz sagen: Rettungshunde sind unsere Kompetenz!

Im Jubiläumsjahr zählte unsere Staffel 19 geprüfte und einsatzfähige Rettungshundeteams für die Suche in der Fläche und/oder auf den Trümmern; zwei unserer Mantrailer in Ausbildung stehen kurz vor ihrer abschließenden Prüfung. Unsere Hundeführer und Hunde stehen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für die ehrenamtliche Suche nach vermissten und verschütteten Menschen bereit. Ihr Einsatz ist kostenlos. Jährlich wir zu 20-30 Personensuchen in Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und seinen benachbarten Kreisen gerufen.

Der Spielmannzug der Feuerwehr Ulm im Festumzug der Parade der Kulturen am Internationalen Tag in der Neuen Mitte in Aktion.

© Feuerwehr Ulm

Im Jahr 1956 wurde der Spielmannszug (SPZ) Lehr als Unterhaltungseinlage anlässlich einer Hochzeit aus der Taufe gehoben. Aus dieser kurzweiligen Idee entwickelte sich im Laufe der Zeit ein bekannter und geschätzter Musikzug. Der SPZ Lehr ist inzwischen der Feuerwehrmusikzug der Stadt Ulm und gehört organisatorisch zur Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Stadtteils Lehr.

Seit der Gründung legt der SPZ großen Wert auf die Kooperation mit anderen Musikvereinen und die Nachwuchsausbildung mit eigenen Ausbildern. Zu diesem Zweck richtete der SPZ bereits zwei Mal einen musikalischen Grundlehrgang (D1) aus. Die Teilnehmer kamen aus ganz Baden-Württemberg. Die Ausbilder des SPZ haben sich alle durch die freiwillige Teilnahme an weiterführenden Musiker- bzw. Dirigentenlehrgänge (D2, D3 und C1, C2 sowie C3) an der Bundesmusikschule weitergebildet. Zwei grundsätzliche Dinge werden dabei nicht aus den Augen gelassen: Spaß am gemeinsamen Musizieren und die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

In der Standardbesetzung spielen die Musiker mit kleinen und großen Trommeln, Tenortrommeln, Becken, Lyren, Trompeten, Diskant-, Sopran-, Alt- und Tenorflöten. Die Auftritte werden entsprechend des Anlasses entweder in der Ausgehuniform der Feuerwehr, der Schwäbischen Bauerntracht (Bauernhemd und Bundhose) oder einer selbst gestalteten Landsknechtuniform absolviert.

Neben regionalen Auftritten in Ulm, um Ulm und um Ulm herum, hat sich der SPZ regelmäßig Einladungen zu Veranstaltungen innerhalb des gesamten Bundesgebiets erspielt. Internationale Erfahrungen sammelte der Zug bei Auftritten in Krumpendorf (Österreich).

Ein herausragender Auftritt war sicher die mehrtägige Teilnahme am Rheinischen Karneval 2000 und 2005. Bestärkt durch ein erstes eigenes Konzert gemeinsam mit dem Deutschen Meister Corps Geloog Grön Eck aus Oberlar (Köln) nahm der SPZ 1998 am 8. Landeswertungsspielen der Spielmannszüge des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Freiburg teil. Der Lohn der Arbeit war der Titel: "Landesmeister der Feuerwehrspielmannszüge in der Mittelstufe". Auf Grund harter Arbeit und einer guten Tagesform konnte 2003 beim 9. Landeswertungsspielen in Ulm der Titel verteidigt werden. Der SPZ Lehr wagt inzwischen ungewohnte Klänge und scheut nicht den Schritt weg von der Marschmusik hin zur leichten Unterhaltungsmusik wie Operettenmelodien, Samba Rhythmen und Popmusik. Zu diesem Zweck wurden das Repertoire und die instrumentale Ausstattung für konzertante Auftritte um Keyboard, E- und Bass-Gitarre und Kesselpauken erweitert.

Auf Grund des Erfolgs beim 9. Landeswertungsspiels 2003 in Ulm qualifizierte sich der SPZ Lehr für das 9. Bundeswertungsspielen der Feuerwehrmusik in Alsfeld (Hessen) am 22. Mai 2005. Die intensive Vorbereitung wurde mit einer Goldmedaille, der Auszeichnung "hervorragende Leistung" und dem Titel Deutscher Vizemeister der Feuerwehrspielmannszüge belohnt.