Navigation und Service

Springe direkt zu:

Energiesparmaßnahmen der Stadt

Ziel: Energieverbrauch um mindestens 20 Prozent senken

Der Glockenturm des Rathauses

Die Energiepreise steigen unaufhörlich. Das trifft private Haushalte und öffentliche Einrichtungen gleichermaßen. "Genau wie jeder von uns gerade überlegt, wo und wie er derzeit bei sich zuhause Energie einsparen kann, müssen wir dies auch für die städtische Infrastruktur überlegen - das ist ein Gebot der Vernunft", sagt Oberbürgermeister Gunter Czisch. Mindestens 20 Prozent des jährlichen Strom- und Gasverbrauchs der Stadt sollen kurz- und mittelfristig eingespart werden. Zugleich stellt Czisch klar, dass die Stadtverwaltung alles daransetzen werde, die städtische Infrastruktur am Laufen zu halten: "Die Stadt muss weiterhin funktionieren, wenn auch vielleicht mit Einschränkungen. Unser Ziel muss es sein, dass unser städtisches Dienstleistungsangebot erhalten bleibt."

  • Die städtische Brunnen sind momentan nicht aktiv.
  • Die Raumtemperatur beträgt in den städtischen Gebäuden generell nicht mehr als 19 Grad.
  • In städtischen Gebäuden, die nicht bewohnt sind, gibt es aktuell keine Warmwasserversorgung.
  • In Fluren, Treppenhäusern, Lagern und Archiven haben wir die Heizung abgeschaltet.
  • Mobile elektrische Heizlüfter sind verboten.
  • In Sporthallen beträgt die Temperatur beim Bewegungssport 16 Grad.
  • In Schwimmbädern haben wir die Wassertemperatur um 2 Grad gesenkt.
  • Werbe- und Fassadenbeleuchtungen haben wir abgeschaltet.

Was wir außerdem tun werden:

  • Wir werden weitere bebaute Grundstücke an das Fernwärmenetz Ulm anschließen.
  • Toiletten, Lager und Flure werden mithilfe von neuen Bewegungsmeldern nur situativ beleuchtet.
  • Insgesamt werden wir schrittweise auf LED-Beleuchtung umstellen.

Darüber hinaus plant die Stadt eine Reihe von Investitionen, die aber eher langfristig wirken werden: Beispielsweise einen Anschluss ans Fernwärmenetz der FUG für die Adalbert-Stifter-Schule, die Blauringhalle oder die Kita Neunkirchenweg sowie die weitere Umrüstung auf LED-Leuchtmittel im Innen- und Außenbereich.

Während es bei diesen Maßnahmen vor allem um Einsparungen geht, die die Auswirkung steigender Energiepreise dämpfen sollen, werden in dem Maßnahmenpaket auch Vorkehrungen getroffen, sollte im Winter eine Gasmangellage eintreten und nicht mehr ausreichend Gas zur Verfügung stehen. "Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass dieser Fall eintritt, aber wir müssen vorbereitet sein, sollte der Winter sehr kalt werden und die Gasnetze nicht mehr ausreichend gefüllt werden können", betont Czisch. Für diesen schlimmsten Fall plant die Stadt die Einrichtung von Wärmestuben. "Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber ein Stück weit haben wir es in der Hand, wie schlimm die Auswirkungen einer Gasmangellage werden, indem wir schon jetzt sorgsam mit unseren Ressourcen umgehen." Allerdings sei Ulm vergleichsweise gut aufgestellt, denn der Anteil der Fernwärme, bei deren Erzeugung fast kein Gas zum Einsatz kommt, sei hoch: Die Hälfte des Wärmebedarfs in Ulm wird über Fernwärme gedeckt.