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Stürmt die Burg!

Pop up Space 2018

Schriftzug "Stürmt die Burg - Pop up Space, Wilhelmsburg, Juli-November 2018"

© lahaye+tiedemann

Auf dem Michelsberg, hoch über der Stadt, thront die Wilhelmsburg. Doch was passiert hinter den dicken Mauern, in den weitestgehend ungenutzten Räumen? Wer nutzt sie? Wilhelm schon lange nicht mehr. Diesen Sommer und Herbst wird die Wilhelmsburg belebt und gestürmt. Kulturakteure nehmen sich des historischen Bauwerks mit Kunst, Kultur und einer gehörigen Portion Aufbruchsgeist an und erproben gleichzeitig eine zukünftige Nutzung der neu ausgebauten Räumlichkeiten. Der Eintritt ist kostenlos (Ausnahme Konzerte am 24. und 25. November).

Zu allen Veranstaltungstagen öffnet die Wilhelmsbar und bietet Drinks an. Zudem fährt der kostenlose Shuttle-Bus vom Hans-und-Sophie-Scholl-Platz (Neue Mitte) zur Wilhelmsburg und zurück.

Ausführliche Informationen sind unter www.die-wilhelmsburg.de/pop-up-space zu finden sowie im Flyer Pop up Space.

Im Folgenden gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die Projekte im Sommer und Herbst 2018.

von Claudia Lemke (Theater Mücke)

Kinder an die Macht! Von April bis Juli haben sich 36 Kindergartenkinder von der Alpenstraße mit der Wilhelmsburg beschäftigt und ein Theaterstück einstudiert. Zusammen mit Claudia Lemke haben sie hierfür die Wilhelmsburg erlebt sowie sich spielerisch und fantasievoll mit deren Geschichte und Architektur auseinandergesetzt. Jörg Zenker hat sie mit seiner Burgführung bei ihrem Einstieg eindrucksvoll begleitet. Die Kinder waren während des Projekts öfter auf dem Berg und haben die Burg besucht, erfühlt, beobachtet, gemalt und sogar mit Steinen und Zement nachgebaut. Was die Kinder auf ihrer Reise „Kinder auf der Burg“ bewegte, interessierte und umtrieb wurde theaterpädagogisch erarbeitet und auf dem Burgfest am 13. Juli präsentiert.

von Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk

Meins, alles meins! Um der Wilhelmsburg und unserem Anspruch als Bürger darauf mehr Sichtbarkeit zu verleihen, wird der Schriftzug „This is | mine | all mine“ auf die Fassade angebracht. Das Kunstwerk von Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk stellt sich den Fragen „Wem gehört der öffentliche Raum?“, „Wem gehört ein nationales Kulturdenkmal?“ und „Wem gehört letztendlich die Burg?“.

von Ines Fiegert, Jeremias Heppeler und Christof Heppeler

Unter dem Titel „Das Polygonalsystem“ bespielt das Künstler-Trio ein Stockwerk des Flankturms. Dieser einzigartige und unberührte Raum wird von Fiegert mit einem Netz umwoben, welches um visuelle und akustische Elemente erweitert wird. Darüber hinaus nimmt das Trio durch audiovisuelle Reize, Projektionen, Texte und Malerei Bezug auf die omnipräsenten Spuren und Zeichen der Wilhelmsburg. Die Gäste können sich selbst im Netz bewegen und Klänge erzeugen – so entsteht ein Hybrid aus Ausstellung, Performance und interaktiver Installation.

vom Kollektiv „carly/lasker-berlin/scheer“

In der performativen Rauminstallation „Bund auf Zeit“ wurden die frisch renovierten Räumlichkeiten der Wilhelmsburg auf ihre faktische Geschichte aber auch auf utopische Assoziationsräume hin beleuchtet. Die Bundesfestung als Schutzraum, als Symbolfür den Nationalstaatgedanken, als Ort des Zwangs, aber auch der Zuflucht wurde durch Performance Künstler und Künstlerinnen der Akademie der Darstellenden Künste in Ludwigsburg zum Leben erweckt.

präsentiert vom Arbeitskreis Kultur

jeden Donnerstag im August und September immer ab 20:00 Uhr, immer Eintritt frei!
(Vielen Dank an KunstWerk e.V., der die Reihe im Auftrag des AKK koordiniert.)

Der AKK ist ein Zusammenschluss von derzeit 60 Ulmer Kulturakteuren und dient als Plattform, um Ideen, aber auch Herausforderungen, die Kulturarbeit in Ulm betreffend, zu diskutieren, voranzutreiben und sich zu vernetzen. Mit dem Einzug der Wilhelmsburg in das Ulmer Kulturleben durch den „Pop Up Space“, möchten der AKK die Gelegenheit nutzen, die zahlreichen unterschiedlichen Facetten des Netzwerks aufzuzeigen und hat hierfür ein spannendes, vielfältiges und schönes Programm zusammengestellt.

vom Neuen Saarbrücker Kunstverein

Von August bis September beziehen die Mitglieder des Neuen Saarbrücker Kunstvereins die Wilhelmsburg. Sie werden dort zusammen mit Gast-Künstlerinnen und -Künstlern arbeiten und sich mit Burg und Stadt beschäftigen. Die Arbeiten werden an vier Veranstaltungswochenenden präsentiert.

von den Agenturen  „Widerstand und Söhne“ & „Bootschaft | Büro für Gestaltung“

Im Projekt „Wilhelmsbüro | Creative Space“ verlegen zwei junge Ulmer Firmen ihren Arbeitsplatz einmal die Woche für zwei Tage (48h) über einen Zeitraum von 5 Wochen in die Wilhelmsburg. Das Firmen-Duo besteht aus der Hard- und Software-Schmiede “Widerstand und Söhne” und dem Designbüro “Bootschaft | Büro für Gestaltung”. In dieser Zeit gehen sie nicht etwa ihrem normalen Tagesgeschäft nach, sondern widmen sich vorab gestellten und dem Team zuvor unbekannten Aufgaben und Problemstellungen von Ulmer Bürgerinnen und Bürgern. Über eine Online-Plattform hat jeder und jede die Möglichkeit eine Aufgabenstellung einzureichen. In 48 Stunden werden kostenlos Lösungen erarbeitet und anschließend der Öffentlichkeit präsentiert.

von Alan Hilario

Eigens für die Aufführung in der Wilhelmsburg wird Alan Hilario ein Musikstück (Neue Musik) komponieren. Im Rahmen der Konzerte wird dies in vier nebeneinander liegenden Räumen sowie dem angrenzenden Flur gleichzeitig gespielt. Durch das Öffnen und Schließen der Türen entstehen unterschiedliche Raumgestaltungen, um vielfältige Hörsituationen zu schaffen.