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Stadtschild als Startsignal für die "Zukunftsstadt"

Ministerin Karliczek mit einem Schild "Zukunftsstadt"

Die Stadt Ulm wurde als einzige süddeutsche Kommune im Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt 2030“ für die dreijährige Umsetzungsphase ausgewählt. Zum Auftakt des Projektes überreicht Bundesministerin Anja Karliczek im Ulmer Rathaus ein Stadtschild an Oberbürgermeister Gunter Czisch. Mit dem Thema "Nachhaltigkeit digital gestalten - Internet der Dinge für ALLE" trägt das Projekt zur digitalen und nachhaltigen Standentwicklung bei.

Mit der offiziellen Übergabe eines symbolischen Stadtschildes durch Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, an Oberbürgermeister Gunter Czisch startet die Stadt Ulm als einzige süddeutsche Kommune in die Realisierungsrunde des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“. Ziel des Projektes in Ulm ist es, den anstehenden Herausforderungen von Städten in der Zukunft, wie den Wandel durch Digitalisierung, mit innovativen Lösungen zu begegnen.

Im Fokus der dreijährigen Umsetzungsphase des Konzeptes, das die Stadt unter das Motto „Nachhaltigkeit digital gestalten – Internet der Dinge für alle“ gestellt hat, stehen die Bereiche Mobilität, Bildung, Verwaltung und Alter. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, Bildungseinrichtungen und Medien werden in den kommenden drei Jahren nachhaltig geprägte Ideen für die Stadtentwicklung im Alltag verankert - mit Hilfe von digitalen Techniken und gemeinsam mit Bürgern und Bürgerinnen. Partner des Projektes sind die Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, die Technische Hochschule Ulm, die Hochschule Neu-Ulm, das ZAWiW Ulm, die Zeppelin Universität Friedrichshafen sowie das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart.

Oberbürgermeister Gunter Czisch freut sich über den Start: „Als Zukunftsstadt ausgewählt zu werden ist eine Auszeichnung aber auch Verpflichtung. Zu verdanken ist dies den vielen Engagierten aus der Bürgerschaft und der Verwaltung, die in den vergangenen drei Jahren intensiv daran gearbeitet haben. Nun können die vielfältigen Ideen für eine lebenswerte Stadt in Zeiten des digitalen Wandels erprobt und umgesetzt werden. Denn es geht um die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Stadt.“

Bundesministerin Anja Karliczek sieht Ulm mit dem Projekt als Vorreiter für Zukunftsthemen: „Sie sind Blaupause für viele Kommune und Gemeinden, die diesen Weg noch gehen müssen. Und mit der Einrichtung eines Stadtlabors zeigt die Stadt, dass sie Partizipation ernst nimmt.“

Der Wettbewerb Zukunftsstadt 2030 ist Teil der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt (IPZ) der Bundesregierung. Bereits im Mai 2015 startete Ulm gemeinsam mit 51 deutschen Städten in den Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – und schaffte es mit sieben weiteren Städten in die finale Realisierungsrunde.

Die öffentliche Auftaktveranstaltung zur Zukunftsstadt 2030 findet am 1. Oktober 2019 um 18.30 Uhr im Kulturzentrum Roxy in der Donaubastion statt. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Für den Abend, der auch von der Ulmer Volksbank mit gefördert wird und an dem auf das dreijährige Projekt eingestimmt werden soll, konnte die Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm die bekannte Schauspielerin und Autorin Shary Reeves gewinnen. Die ehemalige Moderatorin des Magazins „Wissen mach Ah!“, die aufgrund ihres sozialen Engagements bereits mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, wird in ihrem Vortrag die Vision einer nachhaltigen Stadt der Zukunft aufzeigen und mit Lösungsvorschlägen Mut zum Mitmachen vermitteln. Zudem werden Exponate in einer kleinen Ausstellung mit dem Motto „Sensorik zum Anfassen“ die unterschiedlichen Themenfelder verständlich machen.

Mit Hilfe des Internets der Dinge (IoT) werden datenbasierte Lösungen für die Bereiche Mobilität, Verwaltung, Bildung und Alter entwickelt und im Stadtraum getestet. Dabei liefern Sensoren im öffentlichen Raum Daten, die auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden. Als Basis dient das Funknetz LoRaWAN, mit dem in der Stadt und Umgebung eine Infrastruktur geschaffen wurde, erste Outdoor-Basisstationen wurden bereits vor drei Jahren an geeigneten Punkten in Ulm in Betrieb genommen. Das Netz deckt mit einer Reichweite von bis zu 15 Kilometern die ganze Stadt ab. So wird beispielsweise bereits jetzt mithilfe eines Sensors zur Abstandsmessung geprüft, ob die Donau den Radweg unter der Herdbrücke bei Hochwasser überschwemmt hat. Weitere Beispiele sind u.a. Temperatur- und Feinstaubsensoren, mit denen Daten im öffentlichen Raum gemessen werden können. Die Nutzung ist dabei offen und kostenlos für alle und mit Nutzen für alle.

Um die Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten rund um die Technologie LoRaWAN und Sensorik den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich und begreifbar zu machen, hat die Stadt Ulm einen Innovationswettbewerb gestartet. Im Gebiet am Weinhof soll dazu ein Schaugarten mit unterschiedlichsten Sensoren entstehen. Für zunächst ein Jahr können Bürgerinnen und Bürger sich dem Thema Sensorik selbst nähern. Die Unterlagen zum Innovationswettbewerb können unter www.zukunftstadt-ulm.de abgerufen werden. Ende der Wettbewerbsfrist ist der 31.7.2019. Der Sieger des Wettbewerbs wird bei der Auftaktveranstaltung im Roxy am 1. Oktober bekanntgegeben.