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EU-Projekt "ENTER.HUB" (2012-2015)

Das Logo des EU-Projekts ENTER.HUB

© ENTER.HUB, 2015

Die Stadt Ulm setzt nach der Umgestaltung der Neuen Mitte ein weiteres Jahrhundertprojekt um: die Neugestaltung des Bahnhofsviertels, mit Wengen-, Theater- und Dichterviertel. Diese Bemühungen haben nun auch auf europäischer Ebene Beachtung gefunden und so begleitete das Projekt ENTER.HUB in den vergangenen Jahren diesen Wandel.

Das Projekt ENTER.HUB ist inzwischen abgeschlossen. In der rechten Spalte finden Sie den "Final Report" sowie den "Local Action Plan" für Ulm. Die Teilnahme der Stadt Ulm an dem ENTER.HUB-Projekt sollte dazu beitragen, die Stadt für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts fit zu machen. Der Citybahnhof Ulm ist ein Dialogprojekt mit einem ganzheitlichen Ansatz und dem Einsatz neuer Planungswerkzeuge.

Was ist ENTER.HUB?
ENTER.HUB ist eines von 15 Projekten, die europaweit ausgewählt wurden. Es wurde durch das URBACT-Programm kofinanziert. Das Projekt stellt die Rolle von Bahnknotenpunkten / intermodalen Verknüpfungen heraus, die auf der Ebene von Bundesländern, in Städten von mittlerer Größe, als Lokomotive für die integrierte Stadtentwicklung und die ökonomische, soziale und kulturelle Erneuerung relevant sind.

Im Rahmen des Projektes wurden innovative Werkzeuge entwickelt, um die städtebauliche Entwicklung und die Stadtpolitik so aufzuwerten, dass eine nachhaltige Entwicklung möglich ist. Wirtschaftliche, kulturelle und soziale Gestaltungsmöglichkeiten sollen genutzt werden, um Bahnknotenpunkte von regionaler Bedeutung zu stärken und zu erweitern.

Die Broschüre zum Projekt steht in der rechten Spalte als Download zur Verfügung.

Was ist URBACT?
URBACT II ist ein europäisches Austausch- und Lernprogramm, das die nachhaltige städtische Entwicklung fördert. Planungen von Bahnhöfen und ihrer Umgebung an Hochgeschwindigkeitsstrecken sind ein zentrales Thema für Europa: "Die Gleise schließen Europa näher zusammen".

Projektpartner in Europa
In der ersten Phase des Projekts waren vier Städte aus vier Ländern der EU beteiligt:
• Reggio Emilia, Italien (Lead Partner), 170.000 Einwohner
• Ciudad Real, Spanien, 75.000 Einwohner
• Creil und Umgebung, Frankreich , 73.000 Einwohner
• Ulm, 120.000 Einwohner.
Nach dieser Entwicklungsphase wurde Ende Januar 2013 die Durchführungsphase genehmigt. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Partner auf 12 erhöht:
• Gdynia, Polen, 247.000 Einwohner
• Girona, Spanien, 96.000 Einwohner
• Lodz, Polen, 725.000 Einwohner
• Lugano, Schweiz, 54.000 Einwohner
• Örebro Region, Schweden, 137.000 Einwohner
• Porto, Portugal, 238.000 Einwohner
• Preston, Großbritannien, 135.000 Einwohner
• Rostock, Deutschland, 204.000 Einwohner.

Projektthemen

Folgende Themen wurden behandelt und einer systematischen Fragestellung unterworfen.
1. Synergie zwischen Verkehrsknoten (Hub) und Stadt
2. Synergie zwischen Hub und Einzugsgebiet (Umland)
3. Tourismus und Kultur
4. Urbane und ökologische Auswirkungen
5. Kommunikation/Beteiligung/Steuerung
6. Schaffung von Netzwerken zwischen diesen Hubs und ihren polyzentrischen Gebieten
7. Neue Planungswerkzeuge, die auf den neuen Einzugsgebieten basieren, die die politischen Grenzen überschreiten können
8. Vernetzung von Schiene zu Schiene
9. Vernetzung von Schiene zu Straße
10. Auswirkungen auf die Wirtschaft

Projektziele
Ulm hat sich mit den Synergieeffekten von Bahnknotenpunkten und städtebaulichen Verknüpfungen beschäftigt. Außerdem wurden die neu erprobten Methoden der Bürgerorientierung für das Projekt genutzt. Ulm kann hier auf die Beteiligungsprozesse beim Citybahnhof Ulm verweisen, die bereits erfolgt sind.

Ulm in ENTER.HUB

Das Europabüro der Stadt Ulm koordiniert die Ulmer Aktivitäten. Kooperationspartner innerhalb der Stadt Ulm ist der Fachbereich des Bürgermeisters für Stadtentwicklung und Umwelt. Wichtigster Partner innerhalb des Fachbereichs ist SUB III (Stadtplanung, Umwelt und Baurecht), der für den Citybahnhof Ulm zuständig ist.

Lokale Unterstützergruppe in Ulm
Ein weiteres Ziel war der Aufbau einer lokalen Unterstützungsgruppe für das Projekt. Universität Ulm, IHK Ulm, Regionalverband Donau-Iller, SWU, Deutsche Bahn und BUND werden in der Ulmer Expertengruppe zusammenarbeiten. Eine Vetreterin des Gemeinderats wurde ebenfalls darin aufgenommen.

Dieses Netzwerk aus lokalen Akteuren hat in einer "Local Support Group" die territorialen und funktionalen Gebiete, die die Bahnknotenpunkte umgeben, neu definiert. Best Practice Beispiele wurden genutzt, um bereits vorhandenes Wissen in die zwölf Projektpartnerstädte zu transferieren.

Mehr Informationen zum Projekt gibt auf der ENTER.HUB-Internetseite.

Während des Projekts wurden in regelmäßigen Abständen Newsletter herausgegeben, die von den neuesten Entwicklungen und Ereignissen berichten. Die insgesamt neun Newsletter finden Sie in der rechten Spalte.

Für den Gemeinderat der Stadt Ulm war Stadträtin Lisa Schanz von 8. bis 10. April 2013 bei einem "pilot training for elected representatives" in Brüssel. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung berichtete sie von dem Seminar in Brüssel. Das entsprechende PDF-Dokument "ENTER.HUB-Bericht Lisa Schanz" finden Sie in der rechten Spalte.

Im Februar 2015 wurde im Rahmen des Projekts ein "Atlas of Good Practices" herausgegeben. Dieser steht in der rechten Spalte als PDF-Dokument zur Verfügung.

Der Lead-Experte des Projekts, Jean-Jacques Terrin, veröffentlichte 2016 den Artikel "High Speed Railway Hubs in European Medium-Sized Cities: The Case of the ENTER.HUB Network" in der Fachzeitschrift "The Open Transportation Journal". Der Artikel steht in der rechten Spalte als Download zur Verfügung.

Am 18. und 19. April 2013 fand im Ulmer Rathaus die Auftaktveranstaltung der zweiten Phase des europäischen Projekts ENTER.HUB statt. Zum Treffen kamen 40 Teilnehmer aus den 12 Städten des Projekts, aus 8 Ländern der EU sowie aus der Schweiz. Ein Vertreter des Programms URBACT war ebenfalls anwesend.

Local Support Group (ULSG):
Eingeladen war auch die Ulmer "Local Support Group" - die Unterstützergruppe für ENTER.HUB, die sich unter der Leitung von Prof. Martin Müller und Dorothea Hemminger bereits zum zweiten Mal getroffen hat.

Prof. Müller, Universität Ulm und Dorothea Hemminger, Projektleitung ENTER.HUB Ulm und ULSG:
Das Ulmer Thema wurde vorgestellt: "Bahnknotenpunkte als urbane Zentralität "und" Das Image des Knotens". Die Mitglieder der ULSG stellen erste Überlegungen zu diesem Thema an.
Weitere Schritte und Arbeitsplan für die Support Group werden festgelegt. Themen:
• Lernen aus den Beteiligungsprozessen der SWU und des "City Hub Ulm"
• Verkehrsknoten und Sicherheit
• Öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsanforderungen
Die einzelnen Institutionen haben sich vorgestellt und dabei auch eines der Themen Ulms, nämlich die Veränderung des Images durch den Planungsprozess, dargestellt.
Der Regionalverband Donau-Iller stellt die Regio S-Bahn vor. These: Die Region identifiziert sich über das Image von Ulm.
Die IHK präsentiert die Pendlerströme und ebenfalls die Regio S-Bahn als wichtigen Ansatz zur Diskussion. Unter dem Motto:"You will never get the chance again to make a first impression!" wird das Ziel präsentiert: ein neuer Bahnhof, der die Besucher nicht enttäuscht.
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm hatten ebenfalls ihre Vorstellungen zum Thema Image vorgelegt.

Themen und Akteure

Vorgestellt wurden vom damaligen Bürgermeister Alexander Wetzig die drei Phasen der Stadtentwicklung Ulms von der Nachkriegszeit bis heute. Von der Rekonstruktion der urbanen Qualität der Stadt, welche nach der Fehlentwicklung "autogerechte Stadt" der unmittelbaren Nachkriegszeit notwendig geworden war. Von Sanierung und Weiterentwicklung von historischen Gebäuden und Stadtquartieren und schließlich der urbanen Rekonstruktion und Modernisierung seit 1985 und der Wiedergewinnung des Stadtraums.
Der Leiter von Stadtplanung, Umwelt, Baurecht, Volker Jeschek, erläuterte die Bedingungen für den Citybahnhof Ulm als Verkehrsknoten und Netzwerkstruktur, den städtebaulichen Masterplan und die Einordnung des Planungsvorhabens in die Neugestaltung der angrenzenden Stadtquartiere.
Die beiden Städteplaner Helmut Kalupa und Harald Walter deckten folgende Themen ab:
• Einordnung des Planungsvorhabens in Ulm in den Gesamtzusammenhang der Neubaustrecke Stuttgart/ Ulm,
• Ausbau der Straßenbahn, jetzige und künftige Fahrgastzahlen des Bahnhofs
• Der Masterplan Citybahnhof Ulm
• Die Planungsprozesse zum CityBahnhof Ulm.
Vier Ebenen der Betrachtung spielten dabei eine Rolle: Entwicklung und Funktionalität des Bahnhofs, Zugang für behinderte Personen, Verkehr und Parken auf dem Bahnhofsplatz.
Darstellung des Konzepts des neuen Bahnhofs,
Zugänge auch von Westen,
Vorstellung des städtebaulichen Wettbewerbs, Beispiele Bahnhof und Dichterviertel,
Entwicklungskonzept für Sedelhöfe, Service Center am Bahnhof, Parkhaus am Bahnhof,
Wettbewerb für Realisierung des Bahnhofsplatzes,
Zeitplan der Planungs- und Umsetzungsschritte.

Raffale Barbato, Mitarbeiter des URBACT Sekretariats, erläuterte die Unterstützung, die es für das Projekt in den kommenden zweieinhalb Jahren bietet. Dazu gehören auch neue Formen der Partizipation für Expertenrunden, gewählte Vertreter der Städte sowie Interessensvertreter. Jean-Jaques Terrin, der Lead Expert der Gruppe, stellte Methoden und Vorgehen im Projekt ENTER.HUB vor.

Neue Formen der Partizipation
Das Programm URBACT erprobt neue Formen der Partizipation. Es bietet 30 gewählten Mitgliedern von Gemeinderäten oder Bürgermeister europaweit spezielle Fortbildungskurse in Brüssel an. Die Ulmer Gemeinderätin Lisa Schanz, SPD, wurde dazu vom URBACT Programmsekretariat aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt.

Oberbürgermeister Ivo Gönner berichtete über europäische Regionalpolitik und Bahnhöfe an Hochgeschwindigkeitsstrecken. Er stellte die neuen 10 T-Ten Verkehrs-Korridore für Eisenbahnen der neuen Förderperiode von 2014- 2020 vor. Es folgte die Vorstellung der Initiative "Magistrale für Europa" Paris-Budapest, der die folgenden Städte angehören: Paris, Reims, Nancy/Metz, Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg, München, Mühldorf, Salzburg, Linz, St. Pölten, Wien, Bratislava, Györ und Budapest. Für Deutschland sind diese neuen Korridore nicht unproblematisch, weil sie in Deutschland zwei Äste der Streckenführung vorsehen, die durchaus miteinander konkurrieren können.

Während des Projekttreffens in Ulm entstand dieses Video.

Gruppenfoto bei der Unterzeichnung

© Stadt Girona

Am 11. Juli 2014 unterzeichneten Bürgermeister bzw. Stadträtinnen und Stadträte des Projektes ENTER.HUB eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung und Entwicklung von Bahnknotenpunkten in europäischen, mittelgroßen Städten. Ulm ist Partner in diesem europäischen Projekt, dem mittelgroße Städte angehören, die jetzt schon oder zukünftig an europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecken liegen. Die Absichtserklärung steht in der rechten Spalte auf Deutsch und auf Englisch zum Download zur Verfügung.