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Ulmer Energieförderprogramm

Frau, welche eine Heizung bedient

© krefografie, www.stock.adobe.com

Hinweis: aktueller FÖRDERSTOPP

Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Fördermittel leider erschöpft. Es können deshalb keine neuen Anträge mehr gestellt werden. Über eine Aufstockung der Fördermittel wird derzeit beraten und hier zeitnah informiert. Wir bitten um Verständnis.

 

Die Förderrichtlinie der Stadt Ulm wurde im Jahr 1991 ins Leben gerufen und hatte zu diesem Zeitpunkt eine Vorreiterrolle zur Förderung von Energiesparmaßnahmen an Gebäuden, bei der rationellen Energieanwendung und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Das städtische Förderprogramm ist damit seit nunmehr 30 Jahren ein wirkungsvoller Baustein der städtischen Klimaschutzstrategie. Insgesamt wurden fast 7.3 Mio. € an Ulmer Bauherrinnen und Bauherren ausbezahlt.

Da sich Förderungen des Landes und des Bundes regelmäßig ändern, passt sich auch das Ulmer Energieförderprogramm an aktuelle Rahmenbedingungen an. Ein weiterer Aspekt der Förderung ist die Unterstützung von innovativen Techniken, die noch nicht im Fokus der Förderung auf Landes- und Bundesebene stehen. Die Novellierung wurde am 24. November 2020 in der Fachbereichsausschusssitzung Stadtentwicklung Bau und Umwelt beschlossen und ist zum 1. Januar2021 in Kraft getreten.

Die Schwerpunkte liegen auf folgenden drei Bereichen:

  • Baubegleitung durch Sachverständige im Baubestand (Förderung bis max. 4.000€)
  • Bau eines sogenannten Netto-Nullenergiehauses. Ein hocheffizientes Gebäude, welches im Jahresmittel so viel Energie bezieht, wie es erzeugt. (10.000€)
  • Anschluss an das Ulmer Fernwärmenetz (bis zu 1.500€)
  • Umstellung der Ölheizung oder Gasheizung auf regenerative Quellen (1.000- 1.500€)
  • Dachphotovoltaik im Gebäudebestand (bis 200€ pro kWp installierte elektrische Leistung)
  • Prüfung bestehender Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen (älter als 20 Jahre bis 500€ Einmalzahlung)

Das Einreichen der Anträge entweder per Post an:

Stadt Ulm
Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt, Baurecht
Münchner Straße 2
89073 UIm

oder per E-Mail an folgende E-Mailadresse: foerderprogramme@ulm.de

Zu Beginn der 1990er Jahre standen die Förderung von Solarenergie und Gebäudedämmung im Vordergrund. Im Laufe der Zeit wurden kontinuierlich Anpassungen vorgenommen, um den zeitgemäßen Ansprüchen für Ulm gerecht zu werden. Nachdem die Bundesprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Installation von Photovoltaikanlagen (PV) in der Breite förderten, wurde diese Technologie durch das Ulmer Förderprogramm nach 20 Jahren nur noch bei der gebäudeintegrierten PV gefördert. Dennoch bieten Dachflächen, einsehbar im städtischen Solardachkataster, ein großes Potential zur regenerativen Stromerzeugung in der Stadt. Aufgrund dessen wurde im Sommer 2020 sowohl eine PV-Pflicht auf privaten Neubauten beschlossen, als auch die Förderung von PV Anlagen im Bestand wieder in das Energieförderprogramm aufgenommen.

Um im Bereich Wärme die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren, wird besonders die Umstellung von Ölheizkesseln zu Anschlüssen an das Fernwärmenetz gefördert. Die Emissionen des Wärmebezugs über Fernwärme verglichen mit einem Ölkessel sind mehr als vierfach geringer. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von knapp fünf Tonnen CO2 bei einem Einfamilienhaus mit einem jährlichen Endwärmebedarf von 20.000 kWh. Diese Unterstützungen sind wichtige Bausteine zur Einhaltung der Klimaschutzziele.

Um sich in der Vielzahl von Förderungen zurecht zu finden, die auf Landes- und Bundesebene angeboten werden, bietet sich die Nutzung einer Förderdatenbank an: EnergieeffizienzExperten für Förderprogramme des Bundes, der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, oder direkt auf der Seite der Fördermittelgeber, dem Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der Förderbank des Landes Baden-Württemberg, der L-Bank. Insbesondere wird auf die Landesförderung Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher hingewiesen, bei welcher die Neuinstallation einer Photovoltaikanlage erforderlich ist und mit städtischen Förderungen kombiniert werden kann. Umfassende Informationen finden sich auch auf der Seite Zukunft Altbau der Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg.