Navigation und Service

Springe direkt zu:

Veranstaltungen zum Gedenken an Sophie Scholl

Orgel der Martin-Luther-Kirche

Aufgrund der Pandemie kann es zu Änderungen kommen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch aktuell auf den Seiten der jeweiligen Veranstalter.

Dr. Hildegard Kronawitter mit einem Schriftdokument

© Catherina Hess für die Weiße Rose Stiftung e.V.

Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e. V.

"Der 100. Geburtstag von Sophie Scholl am 9. Mai 2021 ist der Stadt Ulm ein wichtiger Anlass, sich als Weiße-Rose-Stadt zu bekennen: Zivilgesellschaftliche Gruppen, Kirchen und Rathaus erinnern mit zahlreichen Veranstaltungen an die junge Widerstandskämpferin. Zugleich heben sie die gesamte Weiße Rose erneut ins Bewusstsein der Stadtbevölkerung und stellen die Bedeutung dieses mutigen Widerstands für unsere heutige Zeit heraus.

Hans und Sophie Scholl, aber auch zahlreiche ihrer Freunde und Mitstreiter kamen aus Ulm, wie die im zweiten Weiße Rose-Prozess verurteilten Gymnasiasten Franz J. Müller, Heiner Guter sowie die Geschwister Susanne und Hans Hirzel. Im Januar 1943 hatte Sophie Scholl – damals Studentin an der Münchner Universität – Hans Hirzel 2000 Exemplare des 5. Flugblattes gebracht, der sie zusammen mit Franz Müller versandte. Der Orgelprospekt der Ulmer Martin-Luther-Kirche war ihr Versteck für diese Widerstandsaktion.

Diese historisch geprägte Bindung zwischen Ulm und München setzt sich erfreulicherweise bis heute fort: Als im Jahr 1987 die Weiße Rose Stiftung in München gegründet wurde, bekannte sich Ulm zum "Städtebündnis im Zeichen der Weißen Rose". Seither unterstützt die Stadt neben München, Hamburg, Saarbrücken u. a. finanziell und ideell unsere Organisation. Als die Ulmer Dauerausstellung 'Wir wollten das Andere' – DenkStätte der Weißen Rose im Einsteinhaus der Ulmer Volkshochschule entwickelt wurde, war Franz J. Müller, damals als Vorsitzender der Weiße Rose Stiftung, auch inhaltlich einbezogen. Dass wir nun zum Anlass des 100. Geburtstags Sophie Scholls unsere auf sie bezogene Wanderausstellung in Ulm zeigen können, verstehen wir als Ehre und Zeichen dieser langjährigen Verbundenheit.

Im Namen der Weiße Rose Stiftung wünsche ich allen Ulmer Veranstaltern, dass ihr Erinnern an Sophie Scholl viele und besonders junge Menschen anzieht und zum Nachdenken darüber anregt, was uns heute der Widerstand der Weißen Rose bedeuten kann. Allen Organisierenden bekunde ich den großen Respekt vor ihrem Einsatz und ihrer thematischen Kreativität."

Ein Banner mit dem Bildnis von Sophie Scholl ist an der Olgastraße 139 angebracht.

Um dem Gedenken mehr Sichtbarkeit im öffentlichen Stadtbild zu verleihen, wurde eine öffentliche Installation mit Bannern vom Portrait von Sophie Scholl am Münsterplatz 33 und an dem Geschwister-Scholl Haus in der Olgastraße 139 initiiert. Die Banner wurden am 7. Mai angebracht.

Die Aktion ist durch Spenden finanziert und konnte nur durch die Unterstützung von dem Verband Südwestmetall, dem Besitzer und den Ärzten im Geschwister-Scholl Haus, einem Zahnarzt am Münsterplatz und einer Spenderin, die anonym bleiben möchte, ermöglicht werden. Sie wurde von der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des Jubiläums mitgetragen und durch danube connects, das Magazin für die Donauländer gemeinsam mit dem ZAWiW der Universität Ulm umgesetzt.

Am 9. Mai 2021 wurde die Veranstaltung "Sag nicht, es ist fürs Vaterland" live aus dem Theater Ulm im Internet übertragen. In obigem Video können Sie die Aufzeichnung anschauen.

Podiumsteilnehmer*innen:

Dr. Barbara Beuys, Historikerin, Schriftstellerin und Preisträgerin des Luise Büchner-Preis für Publizistik. Zu ihren viel beachteten Büchern zählt die erste umfassende Biografie über Sophie Scholl. In ihrem Vortrag zeigt Barbara Beuys auf, wie lang und widersprüchlich der Weg von Sophie Scholl war. In der anschließenden Diskussion geht es darum, dass Sophie Scholls Prinzipien auch im 21. Jahrhundert Leitlinien für eine Gesellschaft sind, in der Menschenrechte und Menschenwürde das Zusammenleben bestimmen.

Iris Mann, Zweite Bürgermeisterin der Stadt Ulm

Dr. Nicola Wenge, Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg

Dr. Oliver Schütz, Katholische Erwachsenenbildung Ulm-Alb- Donau

Dr. Christoph Hantel, Ulmer Volkshochschule

Kaija Raiff, Schülerin am Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Ulm

Begrüßung: Oberbürgermeister Gunter Czisch

Moderation:
Pfarrerin Andrea Luiking, Haus der Begegnung

Szenische Lesung: Maria Eichwald und Adam El Saidi, Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Ulm