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Die Schwörrede 2025

Martin Ansbacher steht im Ulmer Münster und hat die Hand zum Schwur erhoben.

In der würdigen Atmosphäre des Ulmer Münsters hat Ulm mit seinen Gästen am 21. Juli den Schwörmontag gefeiert. Oberbürgermeister Martin Ansbacher erinnerte in seiner Rede an eine zentrale Botschaft des Ulmer Stadtfeiertags, dessen Ursprung im Jahr 1345 liegt. Sie besteht darin, dass alle Einzelinteressen zugunsten des Gesamtwohls der Stadt zurückstehen müssen. „Oberbürgermeister, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger sowie der Gemeinderat sind bis heute gleichermaßen verpflichtet, vor allem den innerstädtischen Frieden zu wahren“, sagte Ansbacher.

Ansbacher bekräftigte: „Vor dem Hintergrund der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen und in Erinnerung daran, dass vor 80 Jahren der auch für unsere Stadt verheerende Zweite Weltkrieg endete, muss uns weiterhin bewusst sein, dass wir alle die Aufgabe haben, uns für einen umfassenden Frieden einzusetzen, jeden einzelnen Tag und jede und jeder immer und überall. […] Wir dürfen nicht nachlassen, uns Tag für Tag für eine Welt und für eine Stadt einzusetzen, in der Toleranz, Respekt, Menschlichkeit und Frieden herrschen.“

Die Rede endete mit dem alten Schwur, den Ansbacher erneuerte. Er gelobte,
„Reichen und Armen
ein gemeiner Mann zu sein
in den gleichen, gemeinsamen und redlichen Dingen
ohne allen Vorbehalt.“
(Die Bedeutung dieses Schwurs erfahren Sie hier: Geschichte des Schwörmontags).

Nach 2023 war es erst das zweite Mal in der Geschichte des Schwörmontags, dass die Feier ins Ulmer Münster verlegt wurde. Grund dafür war der anhaltende Regen. Normalerweise wird die Schwörfeier auf dem Weinhof abgehalten. Für das Land Baden-Württemberg nahm Justizministerin Marion Gentges an der Feierlichkeit teil. Musikalisch begleitet wurde das Fest von der Jungen Bläserphilharmonie Ulm. Beendet wurde es vom Tanz des Fischerstechens vor dem Hauptportal des Münsters.

Auf das politische Zeremoniell folgt am Nachmittag traditionell das Nabada.


Liselotte Bertsch und Reinhart Müller stehen mit ihren Urkunden im Ulmer Münster

Nach der Rede verlieht Oberbürgermeister Ansbacher die Medaille der Stadt Ulm: Medaille der Stadt Ulm für Liselotte Bertsch und Reinhart Müller