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"We are part of culture“ – Ausstellung im m25 zeigt queere Vielfalt in der europäischen Kulturgeschichte

Bildercollage der Ausstellung "We are part of culture"

Die AIDS Hilfe Ulm/Neu-Ulm/Alb Donau e.V. und die Stadt Ulm präsentieren vom 1. März bis 31. Mai 2026 die Wanderausstellung „We Are Part of Culture“ – ein Kulturprojekt, das die vielfältigen Beiträge queerer Persönlichkeiten zur europäischen Geschichte würdigt.

Die Ausstellung ist kuratiert vom Projekt 100% MENSCH aus Stuttgart und ist Teil eines umfangreichen Engagements für queere Sichtbarkeit und Menschenrechte, das bereits in vielen großen Unternehmen, Universitäten und Bahnhofshallen in ganz Europa zu Gast war.

„Wir erleben, wie die Sicherheit und Sichtbarkeit von queeren Menschen wieder unter Druck geraten. Die Gewalt gegen queere Menschen steigt weiter an, Förderprogramme verschwinden und insbesondere die Situation von Transpersonen wird immer prekärer. Daher ist WE ARE PART OF CULTURE mehr als nur eine Kunst- und Geschichtsausstellung. Sie ist Mahnmal und Handlungsauftrag.“
— Holger Edmaier, Kurator, Projekt 100% MENSCH

Nun gastiert die Ausstellung in Ulm. Sie porträtiert über 40 historische Persönlichkeiten, die als Vorbilder für gesellschaftlichen Wandel, künstlerische Innovation und mutiges Denken stehen. Von der griechischen Dichterin Sappho über Schriftsteller Oscar Wilde bis hin zu Filmikone Marlene Dietrich wird sichtbar, dass queere Menschen die europäische Kultur und Geschichte maßgeblich mitgeprägt haben. Die Wege der Persönlichkeiten kreuzen sich dabei mehr als einmal in Ulm, auch Hans Scholl und Freddie Mercury werden in der Ausstellung porträtiert.

Mit der Präsentation im m25 unterstreicht das Projektteam aus Ulmer Aidshilfe und der Stadt Ulm sein Engagement für Respekt, Akzeptanz und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen. „We Are Part of Culture“ lädt Besucher*innen dazu ein, Geschichte neu zu entdecken und den Blick auf bekannte Persönlichkeiten um queere Perspektiven zu erweitern.

Begleitend zur Ausstellung sind im Laufe des Frühjahrs Veranstaltungen geplant – darunter Führungen und Workshops, die unterschiedliche Facetten queerer Kulturgeschichte und Gegenwart beleuchten.

Das Rahmenprogramm finden Sie auf der Website der Ulmer Aidshilfe: Ausstellung "WE ARE PART OF CULTURE" | AIDS-Hilfe Ulm/ Neu-Ulm/ Alb-Donau e.V.

Gemeinsam mit der AIDS Hilfe Ulm/Neu-Ulm/Alb Donau e. V. präsentiert die Stadt Um im m25 die Wanderausstellung „We Are Part of Culture“ bis zum 31. Mai 2026 im m25 - der Eintritt ist frei. Gezeigt werden vielfältige Beiträge queerer Persönlichkeiten zur europäischen Geschichte. Die Ausstellung ist kuratiert vom Projekt 100% MENSCH aus Stuttgart und ist Teil eines umfangreichen Engagements für queere Sichtbarkeit und Menschenrechte. Nun macht die Ausstellung einen Zwischenstopp in Ulm, die bereits in vielen großen Unternehmen, Universitäten und Bahnhofshallen in ganz Europa zu Gast war.

Die Ausstellung wirft einen faszinierenden Blick auf über 40 historische Persönlichkeiten, die für gesellschaftlichen Wandel, künstlerische Innovation und mutiges Denken stehen. Von der griechischen Dichterin Sappho über den Schriftsteller Oscar Wilde bis zur Filmikone Marlene Dietrich wird deutlich: Queere Menschen haben die europäische Kultur und Geschichte nachhaltig geprägt. Ihre Lebenswege kreuzen sich dabei überraschend oft in Ulm – so werden auch Hans Scholl und Freddie Mercury Teil der spannenden Porträtreihe.

Mit der Präsentation im m25 setzt das Projektteam der Ulmer Aidshilfe gemeinsam mit der Stadt Ulm ein deutliches Zeichen für Respekt, Akzeptanz und Teilhabe – für alle Menschen. „We Are Part of Culture“ lädt dazu ein, Geschichte neu zu entdecken und bekannte Persönlichkeiten aus queeren Perspektiven zu erleben.
In ihrer Begrüßungsrede erwähnte Denise Kleis, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerkommunikation sowie verantwortlich für den m25, dass „“Queer“ ein Wort ist, das heute für Vielfalt steht. Für Selbstbestimmung. Für das Recht so zu sein, wie man ist.“ Queer bietet Möglichkeiten, Identität als Individuelles, Wandelbares und Persönliches zu begreifen und zu leben.

Oberbürgermeister Martin Ansbacher hob in seiner Rede einzelne Personen dieser Ausstellung hervor, wie Marlene Dietrich, Hans Scholl sowie Freddie Mercury und betonte: „Diese Namen stehen für Mut. Für Kreativität. Für Widerstandskraft. Und sie stehen für eine Wahrheit, die wir uns immer wieder vergegenwärtigen müssen: Vielfalt ist kein Randphänomen. Sie ist Wesenskern unserer Gesellschaft.“ Ansbacher ließ durchblicken, dass bereits einiges auf rechtlicher Ebene geschehen ist wie beispielsweise die Ehe für alle. Dennoch gibt es noch weitere notwendige Schritte. „Und doch wissen wir: Rechtliche Gleichstellung bedeutet nicht automatisch gelebte Gleichwertigkeit“, so Ansbacher. „Gerade deshalb dürfen wir nicht gleichgültig werden. Gerade deshalb dürfen wir nicht schweigen, wenn Menschen ausgegrenzt oder herabgewürdigt werden. Denn die Würde des Menschen – sie ist unantastbar. Sie gilt für alle. Und sie ist nicht verhandelbar.“

Holger Edmaier vom Projekt 100%, der Kurator der Ausstellung, gab gute Einblicke in das Leben der einzelnen ausgestellten Personen. Er tauchte dabei in die Historie ein und erzählte Lebensgeschichten einzelner bekannter Persönlichkeiten z. B. Friedrich der Große, die man so bisher nicht aus den Geschichtsbüchern erfahren kann. Beispielsweise wurde erst vor wenigen Jahren bekannt, dass Hans Scholl Männer liebte.

Es war ein entspannter Abend mit inspirierenden Gesprächen und der m25 wurde zum Ort der Begegnungen.