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Kommunale Wärmeplanung in Ulm

Blick auf die Biomasseheizkraftwerke

© Fernwärme Ulm GmbH

Was ist der kommunale Wärmeplan?

Die Stadt Ulm und das Ingenieurbüro ebök aus Tübingen haben im Führsommer 2021 mit der Erstellung des kommunalen Wärmeplans begonnen. Ziel dieses Konzeptes ist es, in vier Schritten eine klimaneutrale Wärmeversorgung für Ulm zu planen. Der Wärmeplan ist dadurch einer der wichtigsten Prozesse für eine Kommune, um die Klimaschutzziele im Wärmebereich zu erfüllen.
In der Bestandsanalyse werden u.a. der Wärmebedarf und die Versorgungsinfrastruktur der Gebäude erhoben.
In der nächsten Phase, der Potenzialanalyse, werden mögliche Sanierungsgebiete, aber auch der verstärkte Einbezug von erneuerbaren Energien und Abwärme betrachtet.
Im dritten Schritt werden Zielszenarien definiert, um schnellstmöglich eine klimaneutrale Wärmeversorgung für Ulm zu planen.
Im letzten Baustein der kommunalen Wärmeplanung werden auf Grundlage der vorgelagerten Prozessschritte Maßnahmen definiert, um die kommunale Wärmewende anzustoßen.
In einem ersten Schritt wurde nun die Bestandsanalyse erstellt, in der alle Gebäude in Baublöcken zu je fünf Gebäuden zusammengefasst wurden. Durch umfangreiche Datenerhebungen z.B. des Energieverbrauchs der Gebäude, konnten diese Baublöcke mit Wärmeverbräuchen hinterlegt werden. Somit lässt sich nun sehr gut aufzeigen, wo in Ulm wie viel Wärme verbraucht wird.

Datenerfassung im Zuge der kommunalen Wärmeplanung

Die Stadt Ulm ist nach dem Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. In diesem Zuge dürfen nach § 7e KSG BW auch gebäudescharfe Daten von Wohn- und Nichtwohngebäuden bei z.B. Energieunternehmen und Schornsteinfegern erhoben werden. Die Stadt Ulm hat folgende Daten abgefragt und erhalten:
Gebäudescharfe Daten oder Daten zu Energiezählern wie Standort, Umfang und Art des Energieverbrauchs bzw. des Brennstoffverbrauchs von einzelnen Gebäuden oder Gebäudekomplexen. Sofern Strom zur Beheizung verwendet wird (Wärmepumpen, Nachtspeichergeräte, Direktheizungen, etc.) wurden auch Stromverbräuche erhoben.
Des Weiteren wurden Daten zu Wärmeerzeugern in Form von Art, Alter, Brennstoff und Leistung abgefragt und erhoben.
Zudem dürfen Bestandsdaten, welche bei der Stadtverwaltung vorliegen, wie die Gebäudeadresse, Nutzung der Gebäude, Flächenangaben und Geschosszahlen sowie Gebäudealter und Bevölkerungsdichte verwendet werden.
Auf spezielle Anfrage der Stadt müssen Gewerbe- und Industriebetriebe, aber auch öffentliche Stellen Auskunft über ihre Energieverbräuche, Art und Umfang der Wärmeenergiebedarfsdeckung, etwaig anfallende Abwärme, den Einsatz von erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen abgeben.

Wichtig:

Eine zähler-, gebäude- bzw. personenscharfe Veröffentlichung der Daten erfolgt nicht. Die Daten werden auf Baublockebene anonymisiert, zusammengefasst und dargestellt. Die zähler- und gebäudescharfen Daten werden nur für die Dauer der Erstellung des kommunalen Wärmeplans erhoben, verarbeitet und gespeichert. Daher werden die Daten nach Abschluss der Wärmeplanung gelöscht.
Die meisten Daten werden bis zu ihrer Löschung mit dem ausführenden Planungs- und Ingenieurbüro ebök GmbH aus Tübingen geteilt. Eine ausführliche Fassung der gesetzlich zulässigen Datenerhebung und -verarbeitung entnehmen Sie bitte dem §7e Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Fabian Briemle
Stadt Ulm
Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt, Baurecht
Abteilung Strategische Planung | Klimaschutzteam
E-Mail: klimaschutz@ulm.de