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Im Blickfeld der EU

Thierry_Breton

© EU

Bürgermeister-Dialog mit
EU-Kommissar Thierry Breton verschoben - Wir halten Sie auf dem Laufenden
Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch ist zu einem hochrangigen Dialog zwischen Bürgermeistern aus der Europäischen Union und EU-Kommissar Thierry Breton eingeladen. Ursprünglich war ein Treffen für den 30. September 2021 geplant, bei dem sich - teils in Brüssel, teils per Videoschaltung - 13 Bürgermeister in zwei Gesprächsrunden mit dem EU-Kommissar zu aktuellen Fragen zum Stand und der Möglichkeiten der Digitalisierung austauschen. Dieser Termin musste von Seiten des Kommissars nun verschoben werden.

EU-Kommissar Thierry ist an einem echten Dialog mit führenden Politikern auf lokaler Ebene interessiert, um mehr über die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung zu erfahren und und mögliche gemeinsame Maßnahmen auszuloten. Dies ist der erste EU-Bürgermeister-Dialog in diesem Rahmen.

OB Gunter Czisch wird in der Runde erläutern, vor welchen Herausforderungen Ulm steht. Er wird vorstellen, wie die Stadt mit intelligenten, nachhaltigen Maßnahmen den Wandel gestaltet und so ihre Wirtschaft und städtische Gesellschaft stärkt.

Weitere Teilnehmer*innen sind:  
• Herr Franc Weerwind, Bürgermeister von Almere, Vorstandsmitglied der Metropolregion Amsterdam, Niederlande. 
• Frau Laia Bonet, Stellvertretende Bürgermeisterin von Barcelona, Spanien
• Herr Grigoris Konstantellos, Bürgermeister von Vari-Voula-Vouliagmeni, Griechenland
• Frau Audrey Linkeheld, Vizepräsidentin von Lille Metropole, stellvertretende Bürgermeisterin von Lille, Frankreich
• Herr Jacob Bundsgaard, Bürgermeister von Aarhus, Dänemark


In einer weiteren Runde sind die Diskussionsthemen Digitale Strategie, Datenstrategie, Digitales Jahrzehnt, Beschleunigung der digitalen Transformation auf lokaler Ebene, Digitales als Wegbereiter für einen grünen Wandel Hier sprechen mit Thierry Breton 
• Herr Juhana Vartianen, Bürgermeister von Helsinki, Finnland
• Frau Kata Tüttő, Stellvertretende Bürgermeisterin von Budapest, Ungarn
• Herr Emil Boc, Bürgermeister von Cluj-Napoca, Rumänien
• Herr Mohamed Ridouani, Bürgermeister von Leuven, Belgien 
• Frau Nathalie Appéré, Bürgermeisterin von Rennes Metropole, Frankreich 
• Frau Carmen Carvalheira, Vizepräsidentin der Region Alentejo, Spanien
• Herr Philippe Close, Bürgermeister von Brüssel, Belgien 

Mehr Infos zum EU-Bürgermeisterdialog finden Sie hier.

ICC_Startseite

© ICC

Ulm ist eine bürgerorientierte, nachhaltige und lebenswerte dabei zunehmend digital geprägte Stadt. Um diesen Weg auch im Blickfeld Europas zu gehen, hat sich die Stadt Ulm um die Aufnahme in die ICC beworben, den exklusiven Kreis der Intelligenten Städte der europäischen Union – und wurde 2020 aufgenommen. ICC steht für Intelligent City Challenge, in diesem Netzwerk arbeiten 136 europäische Städte gemeinsam an Lösungen für die intelligente Stadt der Zukunft. 

Fortschrittliche Technologien zum Wohle aller und der Umwelt einzusetzen, ist auch für Ulm eine spannende Herausforderung. Daran arbeitet die Stadtverwaltung intensiv gemeinsam mit regionalen Unternehmen, Hochschulen, gesellschaftlichen Organisationen und Bürger*innen. Immer wieder sind kreative Lösungen gefragt. Hier lohnt sich ein Blick über die Landesgrenzen hinaus in andere europäische Städte. 

Die Intelligent Cities Challenge ist das Städte- und Expertennetzwerks der Europäischen Kommission. Ziel ist es, in den unterschiedlichen Regionen ein intelligentes, sozial verantwortliches und nachhaltiges Wachstum durch fortschrittliche Technologie zu fördern. Das bedeutet, dass die Stadtverwaltungen gemeinsam mit lokalen Unternehmen, Universitäten, gesellschaftlichen Organisationen und Gruppierungen und den Bürgern ihre Stadt so planen und bauen, dass sie klimaneutral, wirtschaftlich prosperierend und offen für alle Menschen ist. Im Zeitraum bis Juli 2022 arbeiten 136 europäische Städte der ICC gemeinsam an Lösungen für die intelligente Stadt der Zukunft.

Intelligent Cities Challenge - drei Begriffe, hinter denen sich eine Menge verbirgt!

Intelligent
Die Intelligent Cities Challenge (ICC) ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Sie unterstützt 136 Städte auf ihrem Weg hin zu einer klimaneutralen, wirtschaftlich starken und lebenswerten Stadt. Ulm hat hier bereits erfolgreich Schritte unternommen. Bürger*innen profitieren zukünftig von Mobilitätsstationen; Sensoren, die Umwelt- oder Verkehrsdaten messen; einem Portal für offene Daten usw. Dazu werden weiterhin intelligente Technologien und clevere Ideen benötigt. Die ICC-Initiative bietet eine Plattform, auf der sich gleichgesinnte Städte aus ganz Europa über innovative Lösungen austauschen und zusammenarbeiten.

Cities
Europäische Städte stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Der Zuzug in städtische Gebiete geht mit steigendem Verkehr, Lärm und Umweltbelastung einher. Gleichzeitig bündeln Städte Ressourcen und Wissen zentral an einem Ort und sind damit eine ideale Quelle von Erfindergeist und Motor für Wachstum. Das weiß auch die EU. Und unterstützt mit dem ICC ihre aktuelle EU-Politik des Europäischen Green Deals und der Europäischen Digitalstrategie. Ziel ist es, den Wandel der Städte zu fördern und sie gut aufzustellen, beispielsweise:

beim Übergang zu einer stärker digitalisierten, dienstleistungsorientierten und CO²-armen Wirtschaft
beim Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft 
bei der Stärkung lokaler Wertschöpfungskreisläufe und 
bei der Umsetzung nachhaltiger Investitionen.

Mit dabei sind neben Ulm beispielsweise Lille, Split, Korfu, Maribor, Gdansk, Antwerpen oder Alicante.

Challenge
Die ICC-Städte wollen gemeinsam die Schwierigkeiten der Pandemie überwinden und zu Motoren des wirtschaftlichen Aufschwungs werden. Dies erreichen sie, indem sie beispielsweise neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen, nachhaltige Entwicklungen vorantreiben und damit ihre Städte digital, nachhaltig und sozial bereichern. 

Die Aufnahme in die Intelligent Cities Challenge ist für Ulm höchst wertvoll, erhält die Stadt doch so Zugang zu verschiedenen Hilfestellungen:

Individuelle Beratung von einem Expertenteam auf dem Weg zu den ICC-Zielen der Stadt Ulm
Beratung durch sogenannte ICC-Mentorstädte
Regelmäßige Vernetzungsmöglichkeiten und Treffen für die teilnehmenden Städte während mehrtätigen Veranstaltungen (ICC City Labs) 
Zugang zu Schulungen, Online-Toolboxen und europäischen Finanzmitteln 
Zugang zum Marktplatz voller innovativer Lösungen
Möglichkeit, Kooperationen mit gleichgesinnten Städten in ganz Europa und darüber hinaus aufzubauen

Ulm nutzt sein Engagement bei der ICC als Gelegenheit, sich seiner Stärken noch einmal bewusst zu werden und Prioritäten auf dem Weg zu einer intelligenten, grünen und sozialen Stadt zu schärfen. Um die städtischen Herausforderungen kreativ, digital, sozial und nachhaltig anzugehen, definiert die Stadt Projekte, an denen sie bis Juli 2022 für die ICC-Ziele arbeitet. 

Ulm stellt sich auf der ICC-Plattform vor und arbeitet langfristig an gemeinsamen Projekten der Intelligent Cities Challenge. Dazu zählen beispielsweise ein virtueller Marktplatz, auf dem Städte ihre intelligenten Lösungen vorstellen oder die gemeinsame Beschaffung von EU-Finanzmitteln. Mitarbeiter*innen der Ulmer Stadtverwaltung und weitere Ulmer Akteure tauschen sich mit internationalen Kolleg*innen und Mentor*innen aus. Die Stadt erweitert damit ihr intelligentes Ökosystem und baut wichtige langfristige Beziehungen zu anderen ICC-Städten auf. 

Durch Kooperation kann Vieles bewirkt werden. Deshalb profitiert die Ulmer Innovationsregion nicht nur von den Leistungen der ICC, sondern teilt ihre eigenen Erfahrungswerte mit anderen Städten. 

 

Es gibt einige Themenbereiche, die nicht nur in Ulm behandelt und weiterentwickelt werden sondern auch Kommunen in ganz Europa beschäftigen auf ihrem Weg zur intelligenten Stadt. Hier ein paar Beispiele:

Sensorbasierte Lösungen für den städtischen Alltag 
Im LoRaPark auf dem Weinhof in Ulm kann man sich den Einsatz unterschiedlicher Sensoren anschauen. Diese liefern Daten, beispielsweise zum Füllstand der Glascontainer, zur Wassertemperatur im Brunnen oder zur Feinstaubbelastung. Der Park zeigt anschaulich, wie Daten sinnvoll genutzt und angewendet werden können, um das Leben in Ulm zukünftig bequemer und nachhaltiger machen. Ein großes Display am Eingang zum Weinhof (Sattlergasse) informiert über die Sensoren und deren Daten. LoRaWAN ist eine energiesparende Funktechnologie zur Übertragung von kleinen Datenmengen und die Basis für das Internet der Dinge im gesamten Stadtgebiet. Mehr zum Ulmer LoRaWAN finden Sie hier. 

Auch Terrassa/Spanien und die Gemeinde Fundão/Portugal setzen auf die LoRa-Technologie. 

Städte von und für ihre Bürger - Portale zur Bürgerbeteiligung
Ulm versteht sich als selbstbewusste Bürgerstadt, in der Bürger*innen den Wandel hin zu einer digitalen, sozialen und nachhaltigen Stadt aktiv mitgestalten. Dazu ziehen die Stadtverwaltung und lokale Initiativen an einem Strang, indem sie Formate und Kanäle für die Bürgerbeteiligung bereitstellen. Einer davon sind die Online-Bürgerdialoge auf www.zukunftsstadt-ulm.de. Hier können die Bürgr*innenThesen zu aktuellen städtischen Themen formulieren und diese kommentieren und bewerten.

In diesen Städten können Bürger*innen online ebenso mitdiskutieren: Terrassa/Spanien und Ioannina/Griechenland.

Open Data Portal - Offene Daten der Städte
Die Stadt Ulm hat bereits seit 2016 ein eigenes Portal für offene Daten. Datenhub.ulm.de soll mittelfristig der zentrale Einstiegspunkt für die Suche nach offenen Daten und Sensordaten in Ulm sein. Erste Daten der Stadtverwaltung werden hier für alle bereitgestellt, die nach Daten suchen, einfache Visualisierungen erstellen und sie weiterverarbeiten und nutzen möchten. Der Datenhub soll es in der Ausbaustufe auch städtischen Gesellschaften, der Wirtschaft, Forschung und Bürgerschaft ermöglichen, Daten über einen zentralen Einstiegspunkt anzubieten und weiter zu nutzen. Die Datenbeschreibungen (Metadaten) basieren auf DCAT-AP.de-Standards für Metadaten.

Diese Städte haben neben anderen EU-Städten Offene Daten-Portale: Cork/Irland, Brno/Tschechien und Tampere/Finnland.

Hier stellen wir Ihnen Fragen, auf deren Antworten wir uns freuen:

Welche cleveren Ideen sind Ihnen in Ulm und anderen Städten der EU aufgefallen? An welchen Stellen hat sich Ulm heute schon in eine klimaneutrale, wirtschaftlich starke und lebenswerte Stadt verwandelt? Was macht Ulm smart? Was braucht es, um den Bürger*innen und Besuchern der Stadt das Leben leichter zu machen? Und: Welche cleveren Lösungen anderer Städte sind Ihnen im Urlaub oder bei anderen Auslandsreisen aufgefallen, die Ulm übernehmen könnte? 

Teilen Sie uns Ihre Gedanken, Anregungen und Ideen mit - an zukunftsstadt@ulm.de