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Wohnberechtigungsschein

Der Wohnberechtigungsschein wird für landesseitig geförderte Mietwohnungen, die auf Grund von Förderleistungen in der sozialen Wohnraumförderung Belegungs- und Mietbindungen unterliegen, benötigt. Sozialwohnungen dürfen nur Wohnungssuchenden zum Gebrauch überlassen werden, deren Wohnberechtigung sich aus einem in Baden-Württemberg ausgestellten, passenden und vom Wohnungssuchenden übergebenen Wohnberechtigungsschein ergibt. 

Der Wohnberechtigungsschein hat als gesetzliche Grundlagen den § 15 des Landeswohnraumförderungsgesetzes (veröffentlicht am 11.12.2007, GBI. 581), ist für maximal ein Jahr gültig und berechtigt zum Bezug einer geförderten Wohnung (Sozialwohnung) in Baden-Württemberg. Ein Wohnberechtigungsschein bietet lediglich die Möglichkeit eine Sozialmietwohnung zu beziehen. Einen Anspruch auf eine Sozialmietwohnung ergibt sich daraus nicht.

Voraussetzungen
Einen Wohnberechtigungsschein erhalten Haushalte, deren anrechenbares Einkommen die maßgebliche Einkommensgrenze nicht überschreitet. Die Einkommensgrenze ist abhängig von der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen und den entsprechenden Förderprogrammen.

Das Gesamtjahreseinkommen setzt sich aus dem Bruttojahreseinkommen aller zum Haushalt gehörenden Personen zusammen. Es wird nach Maßgabe des Landeswohnraumförderungsgesetzes (LWoFG) ermittelt.

Einkommensgrenzen je nach Haushalts- und Wohnungsgröße:

   Förderjahrgänge bis 2008  Förderjahrgänge ab 2009
Personen Einkommensgrenze Wohnungsgröße Einkommensgrenze Wohnungsgröße
1 52.700 € 45 m² 52.700 € 45 m² mit bis zu 2 Zi.

 2 52.700 € 60m² oder 2 Zi. 52.700 € 60m² mit bis zu 3 Zi
 3 61.700 € 75m² oder 3 Zi. 61.700 € 75m² mit bis zu 4 Zi.
 4 70.700 € 90m² oder 4 Zi. 70.700 € 90m² mit bis zu 5 Zi.
 5 79.700 € 105m² oder 5 Zi. 79.700 € 105m² mit bis zu 6 Zi.
 6 88.700 € 120m² oder 6 Zi. 88.700 € 120m² mit bis zu 7 Zi.

Tipp: Ausführliche Informationen finden Sie in der vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen herausgegebenen Broschüre "Der Wohnberechtigungsschein". Diese fasst Wissenswertes zum Wohnberechtigungsschein und den Voraussetzungen seiner Erteilung zusammen:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/meldung/pid/neue-broschuere-zum-wohnberechtigungsschein-und-hinweise-zur-landeswohnraumfoerderung/

Zuständigkeit
die Gemeinde-/Stadtverwaltung des Ortes, in dem Sie gemeldet sind
wenn Sie nicht in Baden-Württemberg gemeldet sind, die Gemeinde, in die Sie umziehen wollen

Verfahrensablauf
Der Antrag kann bei der zuständigen Stelle persönlich nach Terminvereinbarung oder schriftlich per Post/E-Mail gestellt werden.  

Das Antragsformular sowie weitere Dokumente, können Sie unter "Downloads" herunterladen.  

Erforderliche Unterlagen
Je nach Einzelfall unterschiedlich, vor allem:

  • Personalausweis/ Aufenthaltstitel
  • Nachweis über das Einkommen von allen Personen, die in die Wohnung einziehen möchten
    • z.B. Einkommensnachweis/ Verdienstbescheinigung, welcher vom Arbeitgeber auszufüllen ist,
    • Einkommensteuerbescheid und letzter steuerlich anerkannter Gewinn,
    • Nachweis über Steuerbescheid bei Selbstständigen,
    • aktueller Leistungsbescheid von Transferleistungen, z.B. Grundsicherung, Arbeitslosengeld II
  • Sollten Ihrem Haushalt Kinder angehören, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, benötigen wir für diese eine Schulbescheinigung.

Kosten
Es fallen keine Kosten bzw. Gebühren an.

Rechtsgrundlage
(siehe auch Bereich "Links")
§ 1 Landeswohnraumförderungsgesetz (LWoFG) (Anwendungsbereich, Zweck und Zielgruppen)
§ 12 Landeswohnraumförderungsgesetz (LWoFG) (Einkommen)
§ 15 Landeswohnraumförderungsgesetz (LWoFG) (Überlassung von Mietwohnraum)