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Mit Eis überzogene Äste eines Baumes

OB Gunter Czisch vom 19.12.20181 Kommentar

Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2018

 

Liebe Ulmerinnen und Ulmer,
liebe Freundinnen und Freunde unserer Stadt,

das neue Jahr steht vor der Tür. Machen Sie doch einfach auf! Mit den folgenden Zeilen lade ich Sie dazu ein, zu schauen, welche Veränderungen uns in 2019 begleiten werden.

Hinter uns liegt das größte Verkehrsprojekt der Stadtgeschichte, die Linie 2. Ihre Strecke führt über die Kienlesbergbrücke, die mit ihrer außergewöhnlichen Architektur schnell zu einem Wahrzeichen der Stadt werden wird. In der Olgastraße passiert die Straßenbahn den Neubau der Bürgerdienste.

Das Gebäude mit der Nummer 66 öffnet am 29. Januar seine Türen. Dann können Sie hier Angelegenheiten rund um Ausweis, Führerschein, Wohnsitz, Einbürgerung und Gewerbe erledigen. Die Stadtverwaltung führt damit Dienstleistungen von bisher drei Standorten unter einem Dach zusammen. Dies bedeutet für Sie längere Öffnungs- und kürzere Wartezeiten.

Die Linie 2 wird komplett mit Naturstrom betrieben und verkörpert somit im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltige Mobilität. Die beschäftigt uns ebenso wie nachhaltige Digitalisierung. Was "nachhaltig" in diesem Zusammenhang meint? Nun, eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den unterschiedlichsten Menschen zugute kommt. Denn die Digitalsierung soll allen nützen - nicht nur denen, die sich ohnehin dafür begeistern.

Um konkret zu werden: Im nächsten Jahr werden im Industriegebiet Donautal Glasfaserkabel für schnelles Internet mit 1 Gigabit pro Sekunde verlegt. Die flächendeckende Versorgung für die Innenstadt und die weiteren Stadtteile wird folgen. Ein anderes Beispiel ist das Neubaugebiet "Am Weinberg", wo in den kommenden drei Jahren eine offene Datenplattform mit digitalen Services entsteht.

Das Jahr 2018 hat bestätigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind: Als eine von sieben deutschen Kommunen wurde Ulm zur "Zukunftsstadt" ernannt. Dadurch fördert der Bund unsere digitale Vorreiterrolle in den nächsten drei Jahren mit 1 Million Euro. Auch das Land bezuschusst uns im Rahmen des Wettbewerbs "Digitale Zukunftskommune@bw".

Aber was ist Ihnen für die Zukunft in unserer Stadt wichtig? Was haben wir von der Verwaltung und Politik vielleicht noch nicht auf dem Schirm? Um darüber zu reden, starten wir nächstes Jahr den "Innenstadtdialog". Mit ihm werfen wir einen Blick in die Zukunft und wollen dabei vor allem die Meinungen aus der Bürgerschaft hören. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass in diesem Dialog alle mal zu Wort kommen, nicht nur die, die sich sowieso immer gut Gehör verschaffen.

Miteinander zu reden, scheint ja etwas aus der Mode zu sein, allzu gern spricht man gegeneinander. In öffentlichen Diskursen, sowohl in Deutschland als auch international, herrscht oft die Lust an der Polemik. Das ist aber nicht die Ulmer Art. Die beste Lösung zu finden, hingegen schon. Verschiedene Ansichten und Interessen wird es dabei immer geben. Deswegen muss aber niemand "bruddelnd" zuhause sitzen. Stattdessen lege ich Ihnen die Wahl des Gemeinderats und der Ortschaftsräte am 26. Mai ans Herz: Bestimmen Sie mit, wer künftig am Ratstisch die Entscheidungen trifft! Im selben Zuge können Sie auch Ihre Stimme für Europa abgeben, denn der 26. Mai ist zugleich der Tag der Europawahl.

Ich wünsche Ihnen, dass 2019 Ihnen viel Gutes bringt und Ihre Erwartungen erfüllt. Genießen Sie die Feiertage und starten Sie gut ins neue Jahr!

Kommentare(1)

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  1. Ralf Rath

    Das Ringen um die beste Lösung, wie sie Ulms Oberbürgermeister Czisch einfordert, findet nicht voraussetzungslos statt. Im Mindesten existiert das, was als moderne Gesellschaft gilt, längst, bevor gehandelt werden kann. Insofern kommt es bei der Suche nach Lösungen allein darauf an, welches Handeln sich möglichst passgenau in solch einen quasi-objektiven Zusammenhang einfügt. Die streitige Auseinandersetzung hat demnach keinesfalls zum Gegenstand, an die Stelle der bestehenden Gesellschaft etwas zu setzen, dessen Gesetzgeber und Machthaber jene Dritten sind, deren Praktiken gegenwärtig an den Börsen der Welt überaus hoch im Kurs stehen. Erfolgt politisch kein Bruch mit der auf diese Weise ökonomisch äußerst restringierenden Praxis, erstickt nicht nur der Wettbewerb um die beste Lösung bereits im Keim. Vielmehr wird die geistig dazu notwendige Arbeit von vornherein unmöglich. Ohne umgehenden Verzicht auf Relativierungen, die letztlich das Gewaltmonopol des Staates ad absurdum führen, bleibt jeder Ausweg aus der Abwärtsspirale versperrt. Geben insbesondere die inzwischen zu Tech-Giganten gewordenen Unternehmen aus dem Silicon Valley nicht bald zu verstehen, noch nie Ursprung und absolute Herren der Bedeutung gewesen zu sein, befördert ihr Geschäftsgebaren unter der hiesigen Bevölkerung auch künftig lediglich infantile Allmachtsphantasien zuhauf, die mündigen Bürgern das Leben unerträglich schwer machen.