Stadt Ulm - Gedenktag gegen Gewalt

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Gedenktag gegen Gewalt

Jedes Jahr am 25. November mit Aktionen in Ulm

Fahne "Frei leben" zum Internationalen Gedenktag

© Terre des Femmes

Jedes Jahr im November wird das Thema "Häusliche Gewalt" in Ulm im Stadtbild präsent. Der Verein "Frauen helfen Frauen" und das Frauenbüro der Stadt Ulm organisieren die Aktionen rund um den 25. November, dem Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen mit Fahnen, Plakaten, Bildschirmpräsentationen und einer morgentlichen Demonstration am Straßenrand.

Mit Fahnen Flagge zeigen!
In Ulm wehen von Mittwoch, 21. November 2018, bis Freitag, 7. Dezember 2018, wieder rund 40 Fahnen und 20 Banner mit der Aufschrift „frei leben ohne Gewalt“ an öffentlichen Plätzen und Häusern im gesamten Stadtgebiet. Auch in diesem Jahr beteiligen sich zahlreiche Einrichtungen und hissen ihre Fahnen, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.

Straßen-Plakat-Demo im morgentlichen Berufsverkehr
Am Donnerstag vor dem Gedenktag, am 22. November 2018, werden Mitglieder des Runden Tisches Häusliche Gewalt von 8 bis 8.45 Uhr die Autofahrerinnen und Autofahrer im Berufsverkehr wach rütteln. Mit einer Plakatserie am Straßenrand sprechen wir sie direkt an und konfrontieren Sie mit dem Thema häusliche Gewalt. Standort ist die Karlstraße, Höhe Karlsbau, zwischen Bodenstraße/Syrlinstraße, stadtauswärts und stadteinwärts. Bei Regen entfällt die Aktion.

Plakate "Gewalt zerstört"

Von Montag, 19. November, bis Sonntag, 2. Dezember 2018, hängen in der Innenstadt 80 lilafarbene Plakate mit der Aufschrift "Gewalt zerstört - schauen Sie nicht weg". Mit der Aktion wollen wir die Öffentlichkeit aufrütteln und darauf aufmerksam machen, dass Gewalt keine Privatsache ist und nicht weggesehen werden darf. Holen Sie Hilfe, vermitteln Sie und werden Sie aktiv!

In Bussen und Straßenbahnen
Im gleichen Zeitraum, vom 19. November an, wird in den städtischen Bussen eine Bildschirmpräsentation vom Verein Frauen helfen Frauen, AWO und der Caritas, die das Thema häusliche Gewalt thematisiert, zu sehen sein. Seit 12. November 2018 (bis 26. November 2018) machen der Verein Frauen helfen Frauen und das Frauenbüro zwei Wochen mit einem Plakat in den Bussen auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam.

Logo Unfassbar

© FH Pforzheim für Gestaltung

Die Ausstellung "UNFASSBAR - Häusliche Gewalt einmal ganz öffentlich" zeigten wir von 15. Januar bis 19. Februar im Treppenhaus der Ulmer Volkshochschule. Die Ausstellung wurde durch ein hochwertiges Begleitprogramm ergänzt. Ziel der Ausstellung ist es, das Thema Häusliche Gewalt in seinen unterschiedlichen Formen öffentlich zu machen. Eine Gruppe von Studierenden des Studiengangs „Visuelle Kommunikation“ der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Plakate sind mit ihren Motiven und Aussagen nicht zu übersehen. Sie sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen, sensibilisieren und zum Handeln motivieren.

Bürgermeisterin Iris Mann eröffnetet als Schirmherrin die Ausstellung am Dienstag, den 15. Januar 2019. Es waren über 100 Interessierte in den Club Orange gekommen. Anja Schlumpberger vom Verein Frauen helfen Frauen, führte inhaltlich in das Thema Häusliche Gewalt ein: "Was macht Gewalt mit Frauen und Kindern?". Diana Bayer, Leiterin des Frauenbüros, zeigte im Anschluss auf, welche Netzwerke und Interventionsketten es bei häuslicher Gewalt in Ulm gibt, um dieser ein Ende zu setzen und den Betroffenen Hiflestellung zu geben.

Am Montag, 21. Januar 2019, ging Dr. Katrin Lehmann vom Referat "Frauen und Mädchen" im Paritätischen Landesverband BW in ihrem Fachvortrag "Häusliche Gewalt beenden - Wo liegen die Herausforderungen?" darauf ein, welche Erfolge in den letzten 20 Jahren im Bereich der Gewaltschutzstrategien und mittels Kooperationsbündnisse erzielt wurden und welchen Herausforderungen wir uns in der Zukunft stellen müssen.

Am Mittwoch, 30. Januar, um 20 Uhr zeigten wir den Film „Unter aller Augen“ der Filmemacherin Claudia Schmid. Der beeindruckende Film zeigt auf, dass Gewalt gegen Frauen die noch immer häufigste Menschenrechtsverletzung unserer Zeit ist. Die Filmemacherin lässt Opfer solcher gewaltsamen Übergriffe zu Wort kommen, aus Asien, Afrika und Europa – es sprechen Frauen, die sich gewehrt, die sich ein neues Leben aufgebaut haben. Schmid durchleuchtet außerdem die Mechanismen und Strukturen der Gewalt.