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Von der Projektplanung bis zur Baustellendokumentation.

© Live Doku TV

So viel hat sich an der Baustelle rund ums Blaubeurer Tor in wenigen Monaten verändert.

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Von 16. bis 24. November 2025 arbeiteten die Baufirmen rund um die Uhr, um die Inbetriebnahme der neuen provisorischen Verkehrsführung – der sogenannten „Cartoffel“ – vorzubereiten.

Hintergrund: Seit dem 28. November, 21 Uhr, ist die B10 Richtung Süden für etwa vier Jahre gesperrt. In dieser Zeit werden die Wallstraßenbrücke erneuert und die Blaubeurer Tor-Brücke durch einen Tunnel ersetzt. Außerdem wird der Ringverkehr am Blaubeurer Tor aufgelöst und in zwei ampelgesteuerte Kreuzungen umgebaut.

Damit der rund 200 Meter lange Blaubeurer-Tor-Tunnel gebaut werden kann, musste der Ringverkehr aufgeweitet werden – daraus entstand die „Cartoffel“. Für deren Inbetriebnahme wird nun der Blaubeurer Ring teilweise bzw. komplett gesperrt.

In diesem Zeitraum fanden im 24-Stunden-Schichtbetrieb folgende Arbeiten statt:

  • Rückbau der bestehenden Nord-Ost-Unterführung
  • Abschließende Entwässerungsarbeiten
  • Vorbereitung der Verkehrsführung für die B10-Teilsperrung ab 28.11.
  • Herstellung der neuen bauzeitlichen Auffahrtsrampe auf die B10
  • Notwendige Höhenangleichungen

Aufgrund des schlechten Baugrunds und der vielen parallel nötigen Arbeitsschritte waren diese Maßnahmen nicht unter laufendem Verkehr möglich.

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Impressionen der B10-Baustelle im August 2025.

© Thomas Wimmer

Impressionen der B10-Baustelle von Anfang April 2025.

© Thomas Wimmer

Von oben sieht man: Fortschritt in allen Bereichen! Vom Rückbau der Unterführungen bis zu den Erschließungsarbeiten – die Großbaustelle wächst und verändert sich ständig.

Neubau Wallstraßenbrücke und Tunnel Blaubeurer Tor - Überblick

Von 2023 bis 2030 erhält die B10-Achse in vielen Teilen ein neues Gesicht. Östlich des Blaubeurer Tors entsteht ein ca. 200 m langer Tunnel, der die Brücke über das Blaubeurer Tor ersetzen wird. Der Ringverkehr wird aufgelöst und zwei mit Ampeln signalisierte Kreuzungen entstehen. Die marode Wallstraßenbrücke wird durch eine neue, kürzere und schmalere Brücke über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn ersetzt.

Start der Baumaßnahmen war im Herbst 2023: Die Entwässerungsanlagen des Tunnels wurden hergestellt und die Leitungen im Baufeld verlegt. 2025 wurde der Ringverkehr umgebaut und der Tunnelbau gestartet. Anfang 2026 wird die westlichen Hälfte der Wallstraßenbrücke abgebrochen und anschließend neu gebaut. Anschließend erfolgt 2027 der Abbruch der östlichen Brückenhälfte und deren Ersatzneubau. 2028 wird der Tunnel fertig sein und die Brücke über das Blaubeurer Tor verschwinden. 2029 geht dann die neue Wallstraßenbrücke in Betrieb.

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Die Vorarbeiten für den Bau des Blaubeurer Tor-Tunnels laufen auf Hochtouren! Derzeit wird ein "Havariebecken" gebaut, damit künftig bei Unfällen im Tunnel Flüssigkeiten gesammelt und gereinigt werden können. Gleichzeitig werden die Gas-, Wasser-, Strom- und Telekommunikationsleitungen neu verlegt. (März 2024)

Die neuen Infrastrukturbaumaßnahmen wie der Ersatzneubau der Wallstraßenbücke, der Neubau des Blaubeurer Tor-Tunnels und die Neuordnung des Ringverkehrs werden hoffentlich pünktlich vor der Landesgartenschau in 2029 fertiggestellt sein. Die vorbereitenden Maßnahmen haben mit dem Bau eines Havariebeckens und einer Straßenwasseraufbereitungsanlage nördlich des Blaubeurer Tors bereits begonnen.

Über den Bau von Wallstraßenbrücke und Brücke über das Blaubeurer Tor Anfang der 70ziger Jahre. Ein historisches Filmdokument aus dem Jahre 1974 vom Tiefbauamt Ulm zu Planung und Bau der B10-Trasse mit dem Ziel eines "direkten Durchgangs ohne Stadtbelästigung von der Autobahn in Richtung Kempten" für den motorisierten Verkehr.