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Ausbildung im Ausland

Ein Azubi bei der Arbeit an audiovisuellen Medien

© Europäische Gemeinschaft, 2003 / Foto: Eric Herchaft

Ein Ausbildungsaufenthalt in einem anderen Land bietet die Möglichkeit, andere Herangehensweisen und neue Perspektiven des angestrebten Berufs kennen zu lernen. Auszubildende haben im Rahmen ihrer Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Der Auslandsaufenthalt sollte allerdings nicht länger als ein Viertel der gesamten Ausbildungszeit andauern. Voraussetzung dafür ist, dass der Auslandsaufenthalt selbst dem Ausbildungsziel dienen muss. Das heißt, die im Ausland vermittelten Inhalte müssen im Wesentlichen den im Inland vermittelten Inhalten entsprechen.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die gesamte Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Sehr gute Kenntnisse der Landessprache des jeweiligen Gastlandes sind Grundvoraussetzung. Achtung! Eine gründliche Recherche vor der Entscheidung für einen Ausbildungsplatz ist dabei unerlässlich. Das duale Ausbildungssystem ist im Ausland weniger üblich und oftmals wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Zudem muss eine Anerkennung der Ausbildung in Deutschland durch die zuständige IHK oder HWK erfolgen.

Darüber hinaus ermöglichen zahlreiche bilaterale Austauschprogramme, einen Auslandsaufenthalt in die berufliche Aus- und Weiterbildung zu integrieren. Eine Übersicht zu den Programmen gibt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).   

Lebenshaltungskosten vor Ort und Finanzierung sind Fragen, die unbedingt vor Antritt des Auslandsaufenthalts zu klären sind. Im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ fördert die Europäische Kommission Mobilitätsprojekte junger Erwachsener in Aus- oder Weiterbildung. Finanzielle Zuschüsse gibt es unter anderem für Reise- und Aufenthaltskosten sowie für sprachliche und interkulturelle Vorbereitung. Nähere Informationen zu Erasmus+ erhalten Sie hier.