Stadt Ulm - Europa-Talk am 2. April - Europa geht uns alle etwas an

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Europa-Talk am 2. April - Europa geht uns alle etwas an

Blick von hinten auf Publikum und Podium

© Europe Direct Ulm

Am Dienstag, den 2. April, lud das Europe Direct Informationszentrum der Stadt Ulm zum Europa-Talk ein. Zu Gast waren die Veranstalterin der Design-Messe "Ulm UnUsual" Andrada Cretu, die Direktorin des Museum Ulm Dr. Stefanie Dathe, der Comedian Dominik "Dodokay" Kuhn sowie der Künstler und Kurator Martin Leibinger. Durch den Abend führte Michael Antwerpes. Unsere Gäste erzählten von ihren beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit der EU und diskutierten darüber, was sie sich für die Zukunft Europas wünschen.

Über eine Sache waren sich alle Gäste einig: Es ist gerade in den heutigen Zeiten wichtig, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Angesichts der vielen zu bewältigenden Problemen stelle sich die Frage nach dem "ob" gar nicht erst, so Martin Leibinger. Allerdings benötigt es seiner Meinung nach neue Konzepte, um insbesondere junge Menschen für die europäische Idee zu begeistern und sie zur Wahl zu bewegen. Besonders die Symbolik Europas würde aus künstlerischer Sicht bei jungen Menschen gut ankommen.

Auf die Frage, welche Werte die Europäische Union ausmachen, wurde vermehrt Freiheit genannt. Für Dr. Stefanie Dathe hatte hierbei die Kindheit einen prägenden Einfluss, während der sie viel in Europa gereist ist. Nationale Grenzen habe sie nie wirklich erlebt, daher sei es für sie ganz selbstverständlich Grenzen zu überschreiten. Als besonders wichtig und bereichernd erachtet sie die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen. Auf die unglaubliche Fülle an verschiedenen Kulturen, die die europäischen Nationen mit sich bringen, könne man ihrer Meinung nach ruhig stolz sein. Dass wir trotz den vielen Unterschieden für gemeinsame Grundsätze und Werte stehen, wurde unter anderem von Andrada Cretu als wichtige Errungenschaft gezählt.

Auch der Comedian Dodokay betonte den Wert der europäischen Zusammenarbeit. Allein könnten Problematiken wie der Klimawandel ohnehin nicht gelöst werden; für ihn ist Europa ganz klar der richtige Ansatz.Von einem Scheitern der EU könne man seiner Meinung nach nicht sprechen; ganz im Gegenteil, sie stehe erst am Anfang ihrer Entwicklung.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden seitens der Gäste interessierte Fragen zu aktuellen Ereignissen wie dem Brexit oder der EU-Urheberrechtsreform gestellt. Eines hat der Abend deutlich erkennbar gemacht: Europa geht uns alle etwas an.