Navigation und Service

Springe direkt zu:

Planspiel zur Flüchtlingsthematik mit dem Anna-Essinger-Gymnasium

Verhandlungen zwischen den belgischen, deutschen und schwedischen Vetreter/innen

© Europe Direct Ulm

Verhandlungen zwischen den belgischen, deutschen und schwedischen Vetreter/innen

Die 10. Klasse des Anna-Essinger-Gymnasiums nahm am Dienstag, den 18.07.2017, an einem Planspiel zum Thema "Asyl und Migration" im Europe Direct Informationszentrum Ulm teil. Es wurde über einen Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission zum Thema Asyl verhandelt; dabei übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Rollen von Vertretern der Europäischen Kommission, des Rats der Europäischen Union, des Ausschusses der Regionen sowie der Presse.

Gegenstand des zu verhandelnden Verordnungsentwurfs waren verbindliche Regelungen über die Verteilung Asylsuchender, deren Zugang zum Arbeitsmarkt und ihre Unterbringung. Zunächst wurden die Schülerinnen und Schüler mit dem grundlegenden Gesetzgebungsverfahren der EU sowie mit der derzeit schwierigen Situation hinsichtlich des europäischen Asylrechts vertraut gemacht, bevor die Rollen verteilt wurden und die Verhandlungen begannen.

In zwei Spielphasen versuchten die engagierten Schülerinnen und Schüler, unter den anderen Staaten und Regionen Verbündete zu finden und durch geschicktes Manövrieren und kluge Kompromisse das bestmögliche Ergebnis für die eigene Position zu erzielen. Sehr kontrovers diskutiert wurde sowohl in Ländergruppen, also unter den Mitgliedsstaaten und ihren Regionen, als auch im Ministerrat und im Ausschuss der Regionen. Die Kommissionsvertreter warben für ihren Gesetzesentwurf und versuchten, zwischen den Positionen zu vermitteln. Währenddessen führte die Presse Interviews zum Stand der Verhandlungen und den Ansichten der Beteiligten, die zum Abschluss der ersten Spielphase sowie vor der abschließenden Sitzung des Ministerrats als kreativ gestaltete Nachrichtensendungen ausgestrahlt wurden.

Letztendlich einigte sich der Ministerrat mit einer 2/3-Mehrheit auf einen gemeinsamen Standpunkt - eine teilweise stark abgeänderte Version des Ursprungsentwurfs. Den Abschluss des Planspiels bildete eine Pressekonferenz, in der sich die Verhandelnden ein letztes Mal den kritischen Fragen der Pressevertreter stellten.