Navigation und Service

Springe direkt zu:

Jürgen Grözingers Ulmer Rede für Europa

Der vollständige Redetext

Jürgen Grözinger, OB Gönner und Chefredakteur Becker auf dem Podium

© Oliver Schulz

Jürgen Grözinger, OB Gönner und Chefredakteur Becker auf dem Podium

Am Abend des 7. Oktobers 2015 beschritt die Veranstaltungsreihe "Ulmer Reden für Europa" neue Wege. Als erster Vertreter aus dem Kulturbereich hielt der Musiker, Komponist, DJ und Kurator Jürgen Grözinger eine Rede für Europa. Im Anschluss an seine Rede stellte sich Grözinger den Fragen von Oberbürgermeister Ivo Gönner und Ulrich Becker, Chefredakteur der SÜDWEST PRESSE.

Jürgen Grözinger, in Ulm geboren und heute in Berlin lebend, ist durch seine Reihe "neue musik im statdhaus ulm" bekannt. Zum „klangfest@125“, dem musikalischen Höhepunkt der Feierlichkeiten rund um das diesjährige Münsterturm-Jubiläum, steuerte Grözinger das Stück "Höher!" bei. Auf musikalischer Ebene ist Grözinger mit dem "European Music Project" schon seit Langem europäisch unterwegs. Das im Jahr 1995 gegründete Ensemble versteht sich als Träger und Vermittler einer aktuellen europäischen Musikkultur. Neben verschiedenen deutschen Musikerinnen und Musikern sind auch Künstler/innen aus Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Polen, Österreich, Slowenien, Spanien und Ungarn Teil der Band.

Was definiert unser Europa? Für Jürgen Grözinger ist es zweifelsohne die vielseitige und einzigartige Kultur des europäischen Kontinents. Er bezeichnet Europa als "Ort großer Kultur, die in ihrer historischen Entwicklung und Vielseitigkeit" ihresgleichen auf diesem Planeten sucht. Definiert man Europa über seine Kultur, stellt sich automatisch die Frage nach der Definition des Kulturbegriffs. Jürgen Grözinger verwendet den Kulturbegriff der Hyperkulturalität, der andere Kulturen nicht ausgrenzt und aber gleichzeitig kulturelle Identität in Europa schafft.

In der Kultur und insbesondere in der Musik sieht er die Freiräume, die Europa beim Lösen seiner Probleme und Herausforderungen voranbringt. Kultur wird dabei nicht nur als Sahnehäubchen gesehen, das man sich als Dreingabe leistet, sondern als die treibende Kraft für die Entwicklung von Visionen und Werten in Europa.

Auf diesem Hintergrund führt Grözinger seine Vision eines neuzugründenden europäischen Festivals für Ulm aus, das hier mit einem "Ensemble in Residence" nachhaltig und langfristig wirken könnte. Dieses Festival soll überregional nach Europa ausstrahlen, europäische Künstler/innen nach Ulm bringen, aber auch den Kulturschaffenden und allen in Ulm die Möglichkeit bieten, daran teilzuhaben und so Europa zu leben.

Den vollständigen Text der Rede finden Sie in der rechten Spalte als PDF-Dokument.