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Europe Direct Ulm: Erste Europa-Kinderstadtführung

Station 1: Das Ulmer Rathaus als Symbol des Handels

© Europe Direct Ulm

Station 1: Das Ulmer Rathaus als Symbol des Handels

Am Freitag haben wir uns gemeinsam mit einer Schulklasse des St. Hildegard Gymnasiums auf die Spuren Europas in Ulm begeben. Es gab viel Spannendes zu entdecken - zum Beispiel den Unterschied zwischen Europa und der EU, die Vorteile des EU-Binnenmarktes und die Rolle der EU beim Umweltschutz.

Unsere Europa-Kinderstadtführung startete im Europe Direct Ulm. Die 27 Schülerinnen erfuhren zunächst Interessantes zu den offiziellen Symbolen der Europäischen Union. Fast jeder kennt Ludwig van Beethovens neunte Sinfonie, eine Vertonung von Friedrich Schillers "Ode an die Freude". Doch viele wissen nicht, dass dieses Stück die offizielle Hymne der Europäischen Union ist - aufgrund der europäischen Sprachenvielfalt jedoch in seiner Instrumentalversion. Auch der Grund für die Anzahl der Sterne auf der Flagge der Europäischen Union gab den Schülerinnen - wie den meisten anderen Leuten - Rätsel auf. Entgegen der weitverbreiteten Annahme stehen die 12 Sterne nämlich nicht für die Anzahl der Mitgliedstaaten bei ihrer Einführung; die Zahl 12 steht symbolisch für die Einheit und Harmonie Europas.

Puzzle-Wettbewerb: Europa oder Europäische Union?

© Europe Direct Ulm

Puzzle-Wettbewerb: Europa oder Europäische Union?

Anhand eines Europa-Puzzles fanden die Schülerinnen dann heraus, was eigentlich der Unterschied zwischen Europa und der Europäischen Union ist. Denn obwohl das Puzzle alle 47 Staaten des europäischen Kontinents zeigt, markierten die Schülerinnen nur die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit entsprechenden Aufstellkärtchen. Unsere nächste Station war das Ulmer Rathaus. Die vielen Wappen an der Fassade verdeutlichten den Schülerinnen, wie wichtig der Handel mit anderen europäischen Städten und Regionen für die Stadt Ulm schon früher war.

Wie sehr wir alle heutzutage vom europäischen Binnenmarkt profitieren, zeigten den Schülerinnen verschiedene Warenkörbe, die eine Vielzahl von Waren aus dem EU-Ausland enthielten. Bei genauer Betrachtung stellten die Schülerinnen fest, dass viele Waren, die wir täglich verzehren, aus  anderen EU-Ländern stammen. So enthielten die Warenkörbe z.B. Käse aus Dänemark, Pasta aus Italien, Mineralwasser aus Frankreich und Obst und Gemüse aus Spanien und den Niederlanden.

Das Thema zum Abschluss: Der Euro

© Europe Direct Ulm

Das Thema zum Abschluss: Der Euro

Anschließend erfuhren die Schülerinnen im Ulmer Münster am Beispiel der Figur des Erzengels Michael, einem Kriegsgefallenendenkmal, welch wichtige Rolle die Europäische Union für den Frieden in Europa spielt. Auch im Bereich Umweltschutz ist die Europäische Union aktiv, wie das Beispiel der Umweltplakette den Schülerinnen zeigte. Letztes Thema der Kinderstadtführung war der Euro. Für die Schülerinnen, die bereits mit dem Euro aufgewachsen sind, war es besonders spannend, Beispiele alter Währungen (wie z.B. der italienischen Lira oder des niederländischen Gulden) zu sehen. Gleichzeitg wurde den Schülerinnen auf diese Weise bewusst, wie viel komplizierter unser Alltag aufgrund unterschiedlicher Währungen früher war. Belgisches Karamellgebäck und lettische Kekse auf Kondensmilch-Basis - zuvor in den Warenkörben bereits sehnsüchtig beäugt - rundeten die Kinderstadtführung ab.