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Die Flamme am Leben erhalten

Diarmuid Johnson mit seiner Querflöte

© Europe Direct Ulm

Diarmuid Johnson mit seiner Querflöte

Am Abend des 05. Februars 2015 war das Gewölbe des Europe Direct erfüllt vom Klang walisischer Gedichte, irischer Erzählungen und keltischer Flötenmusik. Diarmuid Johnson aus Wales war zu Besuch und bescherte den Gästen unter dem Motto " Die Flamme am Leben erhalten" einen fröhlichen Abend.

Wie gehen Kultur, Radio, Internet und vor allem die Menschen, denen Sprache als Reflexion, Medium und auch als Identifikation dient, mit einer Minderheitensprache wie Walisisch um? Wie verhalten sich die Narrative in verschiedenen Sprachen? Diarmuid Johnson beschrieb, dass sich Menschen, die dieselbe Minderheitensprache miteinander sprechen, sofort näher kommen, als Sprechende einer Universalsprache. Er machte aber auch deutlich, dass die Minderheitensprachen, obwohl sie alles andere als global verbreitet sind, trotzdem über internationale Begebenheiten diskutieren - somit wurde klar, dass auch diese Sprachen durchaus modern sind. Wie viele Menschen denn genau walisisch sprechen, erklärte Diarmuid Johnson mit Humor "Jeder, den ich selbst kenne - aber sonst niemand".

An diesem Abend wurde auch Diarmuid Johnsons neustes Buch "Tristans Geburt" vorgestellt. Es sei wie ein Lied darüber, wie Tristan (uns bekannt aus "Tristan und Isolde") geboren wurde, wie Mensch und Natur eins sind, so William Adamson von der Universität Ulm. Das Buch ist in Deutsch und Englisch geschrieben. Zum Ausklang, im wahrsten Sinne des Wortes, spielte Diarmuid Johnson auf seiner Querflöte aus dunklem Holz. Tiefe Töne wechselten spielerisch mit heiteren Melodien, die das Bild tanzender Menschen erschufen.