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Deutschland ist zweitbeliebtestes Zielland für Erasmus-Studierende

EU-Bildungskommissar Navracsics präsentiert die Jahresbilanz zu Erasmus+

© uropäische Union, 2016

EU-Bildungskommissar Navracsics präsentiert die Jahresbilanz zu Erasmus+

Am Dienstag, den 26. Januar 2016, stellte EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics die erste Jahresbilanz zu Erasmus+ vor. Bereits im ersten Jahr kam das neue EU-Bildungs- programm mehr als einer Million Menschen zugute.

Im ersten Jahr seines Bestehens wurden mit Hilfe von Erasmus+ 650.000 Mobilitätsstipendien an Studierende, Praktikanten, Lehrende, Freiwillige und andere junge Menschen vergeben - ein Rekord. Eine weitere wichtige Neuerung: Die Vergabe von Studiendarlehen, die ein vollständiges Masterstudium im Ausland möglich machen sollen.

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Zum 1. Januar 2014 löste es die Programme für lebenslanges Lernen (LLP), JUGEND IN AKTION sowie die internationalen EU-Hochschulprogramme ab. Über seine siebenjährige Laufzeit (2014-2020) ist Erasmus+ mit 14,7 Mrd. Euro ausgestattet – eine 40%-ige Steigerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm. Schätzungsweise wird Erasmus+ mehr als vier Millionen europäischen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Weiterbildung zu absolvieren, Arbeitserfahrung zu sammeln oder einen Freiwilligendienst abzuleisten.

Insgesamt verfügt das neue Programm Erasmus+ über ein breiter gefächertes Angebots als sein Vorgängerprogramm. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von sozialer Inklusion, bürgerschaftlichem Engagement und Toleranz. So stehen 2016 z.B. 13 Mio. Euro zur Verfügung, um Projekte zu fördern, die der sozialen Inklusion von Minderheiten und Migranten sowie von anderen benachteiligten Gruppen dienen. Erstmals werden auch Projekte im Sportbereich finanziert.

Die Daten aus dem letzten Jahr des Vorgängerprogramms, die ebenfalls diese Woche veröffentlicht wurden, zeigen, dass im Vergleich zu den Vorjahren eine Rekordzahl von jungen Menschen erreicht wurde. Spanien, Deutschland und Frankreich blieben die beliebtesten Zielländer für diejenigen, die im Jahr 2013/2014 ein Studium oder eine Ausbildung im Ausland absolvierten. Ins Zielland Spanien gingen 39.277 Erasmus-Studenten, nach Deutschland 30.964, nach Frankreich 29.621. Der Lehreraustausch steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent; die beliebtesten Zielländer waren Spanien (5.701), Deutschland (5.101) und Italien (4.860).

Nähere Informationen zu Erasmus+ finden Sie hier. Die vier nationalen Agenturen, die Erasmus+ in Deutschland umsetzen, sind hier aufgeführt.