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1. Dezember: Rumänien feiert seinen Nationalfeiertag

Die rumänische Flagge

© Europäische Gemeinschaft, 2002

Die rumänische Flagge

Am 1. Dezember feiert Rumänien seinen Nationalfeiertag. Anlass ist die Vereinigung zum Staat Großrumänien am 1. Dezember 1918.

Durch den Ersten Weltkrieg wurde die geopolitische Karte Europas tiefgreifend verändert. Auf den Trümmern ehemaliger Reiche entstanden neue Staaten oder wurden Landflächen vergrößert. Die Siegermächte Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika bestimmten die Friedensbedingungen. Rumänien schloss sich im Laufe des Krieges dem Bündnis der Siegermächte an und war dadurch berechtigt, beim Friedensschluss maximale Reparationen zu verlangen. Das Königreich Rumänien, welches aus der Walachei und der Moldau bestand, wurde am 1. Dezember 1918 mit den Provinzen Bessarabien, Bukowina, Banat, Kreischland und Siebenbürgen zum Staat Großrumänien vereinigt. Beim Friedenskongress in Paris wurden ein Jahr später die nationalen Grenzen Rumäniens auch international anerkannt. Als Großrumänien ist das Königreich Rumänien zwischen den Jahren 1919 und 1940 zu verstehen. Der 1. Dezember wurde nach dem Fall des Kommunismus 1989 zum Nationalfeiertag Rumäniens erklärt.

Während des Nationalfeiertags finden unzählige Veranstaltungen statt. Einer der Höhepunkte ist die traditionelle Parade der rumänischen Streitkräfte. Sie fliegen mit Militärflugzeugen über Bukarest und marschieren durch die Stadt. Veranstaltungen finden auch im Ausland statt. Dort wird der Nationalfeiertag mit zahlreichen Kulturveranstaltungen gefeiert. In Spanien und Italien veranstalten das Institut für Auslandsrumänen "Eudoxiu Hurmazuachi" zusammen mit dem Rumänischen Kulturinstitut verschiedene Volksmusikkonzerte und Sonderveranstaltungen. Auch in Kiryat Haim, Tel Aviv und Wien wird beispielsweise der Nationalfeiertag gefeiert.