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Erasmus für Studierende

Europaflagge mit Erasmus+-Schriftzug

© Europe Direct Ulm

„Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause und, was noch entscheidender ist, überall unterwegs.“ - Erasmus von Rotterdam (1467-1536)

Erasmus von Rotterdam gilt als einer der ersten Europäer. Der Humanist setzte sich zudem für größere Bildungschancen ein, weshalb auch das EU-Förderprogramm für Studierende nach ihm benannt ist. Dieses soll jungen Menschen ermöglichen, einen Teil oder das gesamte Studium im Ausland zu absolvieren.


Wer Lust hat, einmal im Ausland zu leben und zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren, kann sich diesen Wunsch mit dem EU-Förderprogramm Erasmus+ erfüllen. Ziel ist es, nationale Bildungsgrenzen zu überwinden und junge Menschen in ihrer Bildung international und interkulturell zu fördern. Selbstbewusstsein, Anpassungsfähigkeit oder Sprachenkenntnisse sind nur einige der positiven Aspekte, die Erasmus-Auslandsaufenthalte jungen Menschen mit auf den Weg geben - und die kommen auch bei zukünftigen Arbeitgebern gut an!

Infografik mit Fakten zu Erasmus+

© Europe Direct Ulm

Teilnehmen können alle, die an einer Programm- oder Partner-Hochschule regulär immatrikuliert sind und das erste Studienjahr abgeschlossen haben. Es fallen keine Studiengebühren an der ausländischen Hochschule an und zusätzlich gibt es eine finanzielle Förderung der EU. Diese erfolgt nach Sätzen, die in drei Ländergruppen gestaffelt werden. Bei Studienaufenthalten reicht die Förderung von 150 bis 500 Euro monatlich. Praktika werden mit monatlich 250 bis 700 Euro gefördert. Den konkreten Betrag legt die Heimathochschule fest.

Je nach dem, mit welchen ausländischen Hochschulen die eigene Hochschule im Rahmen des Erasmus-Programms kooperiert, besteht die Möglichkeit in allen EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei und Mazedonien einen Studienaufenthalt oder ein Praktikum zu absolvieren (Programmländer). Im Rahmen von "Erasmus Weltweit" ist jedoch auch ein Aufenthalt in Nicht-Programmländern, den sogenannten Partnerländern, möglich, soweit eine Kooperation zwischen den Hochschulen besteht.

Insgesamt können Studierende bis zu 36 Monate für Studium und/oder Praktikum gefördert werden, wobei ein einzelner durchgängiger Aufenthalt bei Studienaufenthalten von 3 bis 12 Monaten, bei Praktika von 2 bis zu 12 Monaten andauern darf. In zweizügigen Studiengängen werden sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterebene jeweils 12 Monate gefördert, während in einzügigen Studiengängen (z.B. Medizin, Staatsexamen, alte Diplom-Studiengänge) bis zu 24 Monate gefördert werden. In beiden Fällen können zusätzlich 12 Monate im Promotionsstudium gefördert werden. Erasmus+ erlaubt auch eine Kombination von Studium und Praktikum: Studierende können somit einerseits an einer Partnerhochschule studieren und andererseits ein Praktikum in einem Unternehmen oder einer anderen Einrichtung absolvieren - und das innerhalb derselben Mobilitätsphase.

Studierende bewerben sich für Erasmus+ Studienaufenthalte und Praktika direkt bei ihrer Heimathochschule. Nähere Informationen gibt es beim Akademischen Auslandsamt der eigenen Hochschule, beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und auf dieser Website.