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Die EU-Institutionen

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg

© Europäische Union, 2016

Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg

Das Europäische Parlament ist das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union. Die Europa-Abgeordneten werden alle fünf Jahre von den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern aller 28 Mitgliedstaaten gewählt. Sie vertreten damit  die Interessen der rund 500 Millionen EU-Einwohner/innen.

Bei der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften, die Auswirkungen auf den Alltag der EU-Bürger/innen haben, spielt das Europäische Parlament eine aktive Rolle. Darunter fallen beispielsweise Regelungen in den Bereichen Umweltschutz und Verbraucherrechte, aber auch die Freizügigkeit von Arbeitnehmer/innen, Kapital und Waren. Das Parlament ist außerdem gemeinsam mit dem Rat für den Haushalt der Europäischen Union zuständig. Der Sitz des Europäischen Parlaments befindet sich in Straßburg, wo 12 Plenarsitzungen pro Jahr stattfinden. Die Ausschüsse und Fraktionen tagen jedoch in Brüssel; dort finden zudem sechsmal im Jahr Plenarsitzungen statt.

Eingangsbereich des Justus-Lipsius-Gebäudes

© Europäische Gemeinschaft , 2004 / Foto: Christian Lambiotte

Das Justus-Lipsius-Gebäude, Sitz des Europäischen Rates

Der Europäische Rat ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten. Er sollte nicht mit dem Rat der Europäischen Union ("Ministerrat") oder dem Europarat (eigenständige internationale Organisation) verwechselt werden.

Der Europäische Rat ist nicht an der alltäglichen Rechtsetzung beteiligt, sondern setzt Impulse für die weitere Entwicklung der Europäischen Union und dient als Forum, um bei besonders strittigen Themen Kompromisse zwischen den Mitgliedstaaten auszuhandeln. Der Europäische Rat kommt in der Regel viermal pro Jahr zusammen; außerordentliche EU-Gipfeltreffen können zusätzlich einberufen werden, wenn drängende außen- oder wirtschaftspolitische Themen eine Erörterung auf höchster Ebene erfordern. Den Vorsitz hat der/die Präsident/in des Europäischen Rates inne, der/die von den Ratsmitgliedern für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren gewählt wird.

Das Justus-Lipsius-Gebäude, Sitz des Ministerrrates

© Europäische Gemienschaft, 2004 / Foto: Christian Lambiotte

Das Justus-Lipsius-Gebäude, Sitz des Ministerrrates

Im Rat der Europäischen Union sind die Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten. Je nach Politikfeld setzt sich der Rat aus den entsprechenden Fachministern der nationalen Regierungen zusammen. Der Vorsitz im Rat rotiert halbjährlich zwischen den Mitgliedstaaten.

Der Rat ist ein zentrales Entscheidungsgremium der Europäischen Union. Viele EU-Rechtsvorschriften werden gemeinsam von Rat und Parlament angenommen; im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sind jedoch allein die Mitgliedstaaten zuständig. Zudem ist die Koordinierung der Politik der Mitgliedstaaten, z.B. im wirtschaftspolitischen Bereich, Aufgabe des Rates. Auch in Bezug auf den EU-Haushalt spielt der Rat eine entscheidende Rolle: Der jährliche Haushaltsplan wird vom Rat und vom Europäischen Parlament gemeinsam verabschiedet.

Blick auf das Berlaymont Gebäude

© Europäische Union , 2010 / Foto: Benoît Bourgeois

Das Berlaymont Gebäude, Sitz der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission ist ein politisch unabhängiges Organ; sie handelt im Interesse der EU insgesamt. Die Kommission besteht aus einem Kollegium von 27 Frauen und Männern, die für verschiedene Ressorts verantwortlich sind, sowie dem/der Kommissionspräsidenten/-präsidentin.

Als Exekutivorgan der Europäischen Union besitzt die Kommission das Initiativrecht. Das bedeutet, dass sie allein Vorschläge für neue EU-Rechtsvorschriften erarbeitet. Darüber hinaus setzt die Kommission die Beschlüsse von Parlament und Rat um und verwaltet den EU-Haushalt. "Hüterin der Verträge" wird die Kommission auch genannt - denn neben ihren sonstigen  Aufgaben wacht sie über die ordnungsgemäße Anwendung des europäischen Rechts in den Mitgliedstaaten. Verstößt ein Mitgliedstaat gegen geltendes EU-Recht, kann die Kommission ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Nicht zuletzt fungiert die Europäische Kommission in vielen außenpolitischen Bereichen - z.B. in der Handelspolitik und bei der humanitären Hilfe - als Sprachrohr der Union. Sie vertritt die Europäische Union in diesen Bereichen auf der weltpolitischen Bühne, damit die 28 Mitgliedstaaten mit einer Stimme sprechen.

Neben den drei o.g. Hauptakteuren gibt es noch zahlreiche weitere EU-Institutionen und Einrichtungen, die die europäische Politik beeinflussen:

Arbeiten bei den EU-Institutionen
Die EU-Institutionen beschäftigen über 40.000 Personen aus den 28 EU-Mitgliedstaaten. Der Weg zu einer Arbeitsstelle bei den EU-Institutionen führt über das Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO). Auf dessen Website finden Sie die aktuellen Stellenausschreibungen und sonstige Informationen rund um das Arbeiten bei den EU-Institutionen.

Praktika bei den EU-Institutionen

Diverse Institutionen der Europäischen Union bieten Praktikumsmöglichkeiten an. Eine Übersicht mit dazugehörigen Links bietet Ihnen die PDF-Datei "Praktika bei den Institutionen der Europäischen Union_Stand Februar 2016" (siehe rechte Spalte).