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Schulbesuch für Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse

Für alle Kinder, die ohne Deutschkenntnisse aus dem Ausland nach Deutschland kommen (nicht nur für Flüchtlinge) gibt es die internationalen Vorbereitungsklassen (VKL). Hier lernen die Kinder zuerst deutsch und werden in den Kernfächern unterrichtet. Das dauert 6 - 12 Monate. Danach wechseln sie in eine Regelklasse. Die Vorbereitungsklassen sind an mehreren Ulmer Schulen eingerichtet. Ältere Jugendliche von 16 bis 20 Jahren gehen in die sogenannten VABO-Klassen (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse) an beruflichen Schulen.

Der Flüchtlingssozialdienst achtet darauf, dass alle Kinder so schnell wie möglich in einer Schule angemeldet werden und alles Notwendige zum Lernen erhalten.

Unterstützung beim Lernen
Für Grundschulkinder gibt es Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe an der Grundschule selber. Außerdem gibt es Lerngruppen z.B. beim Arbeitskreis Ausländische Kinder, beim Mädchen- und Frauenladen Sie'ste (nur für Mädchen) und z.T. in den Stadtteilen. Für Schüler/Innen ab Klasse 5 gibt es an vielen Schulen Hausaufgabenbetreuung und in den Stadtteilen die kostenlosen offenen Lerntreffs.  Die Kosten für professionelle Nachhilfeinstitute können manchmal auf Antrag übernommen werden (Bildungs- und Teilhabepaket). Hier helfen der Sozialdienst und die Lehrer/innen an der Schule.

Ferien
Ulmer Schüler/innen haben während des Schuljahres mehrmals 1 - 2 Wochen frei und im Sommer 6 Wochen "große Ferien". Während der Schulferien gibt es viele spannende Ferienbetreuungsangebote.  Ein Überblick findet sich auf: FErienZeit

Für: Kinder- und Jugendliche von ca. 6 bis ca. 18 Jahren:

Nach § 72 Abs.1 des Schulgesetzes Baden-Württemberg besteht auch für Kinder und Jugendliche mit Flüchtlingshintergrund, die nach Baden-Württemberg kommen, Schulpflicht. Ankommende Kinder und Jugendliche besuchen zunächst eine VKL, um die deutsche Sprache und schulische Techniken und Arbeitsweisen zu erlernen, danach werden sie in die ihren Voraussetzungen und Kompetenzen entsprechenden Schularten/Regelklassen integriert (flexibler und individueller Wechsel unabhängig vom Schuljahresanfang ist möglich).

In der klassischen VKL werden Flüchtlinge gemeinsam mit Kindern unterrichtet, die im Rahmen der regulären Migration nach Ulm gekommen sind. Nach der Vermittlung in die Regelschule kann die sprachliche Bildung zunächst zum Besuch des Regelunterrichts durch den Sprachförderunterricht der integrierten VKL, sofern an der Schule vorhanden, fortgesetzt werden (für alle Schüler/-innen mit Migrationshintergrund und deutschem Pass offen, die Sprachförderung haben).

Eine Sonderschulbedürftigkeit/ein Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot wird in der Regel nicht vor dem Erwerb der deutschen Sprache festgestellt. Es sei denn, dieser wurde im Heimatland bereits festgestellt und entsprechende Dokumente können vorgelegt werden.

Die VKLs werden über das Staatliche Schulamt Biberach (SSA-BC) organisiert. Das SSA-BC hat für die Koordination eine Mitarbeiterin abgestellt, um den Bedarf vor Ort zu koordinieren. Ihr meldet die Flüchtlingssozialarbeit neu ankommende Schüler/-innen. Daraufhin wird die Verteilung auf die klassischen VKLs in Ulm koordiniert. Bei Fragen berät das SSA-BC zu schulischen Belangen im Alb-Donau-Kreis. Wenn möglich wird in eine wohnortnahe klassische VKL aufgenommen.
Die Stadt Ulm in der Funktion des Schulträgers ist für die Räumlichkeiten, die Ausstattung und die weiteren Sachmittel zuständig.

Jugendliche Flüchtlinge ab 16 Jahren werden in Ulm seit dem Schuljahr 2014/2015 in sogenannten VABOs an den beruflichen Schulen untergebracht. Dies ist ein einjähriger Bildungsgang, der sprachliche sowie einige berufliche Qualifikationen vermitteln soll.

Die Stadt Ulm in der Funktion des Schulträgers ist für die Räumlichkeiten, die Ausstattung und die weiteren Sachmittel zuständig. Die Zuteilung zu den VABO-Klassen wird über das Regierungspräsidium Tübingen organisiert. In Ulm liegt diese Aufgabe bei den Beruflichen Schulen, konkret bei der Ferdinand-von-Steinbeis Schule. Die Jugendlichen werden den dort Mitarbeitenden gemeldet und auf die VABO-Klassen in Ulm verteilt.

Dieses Angebot steht auch den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zur Verfügung.

In Deutschland sind die Bundesländer für die Schulen zuständig. Darum gibt es in Deutschland viele unterschiedliche Schulmodelle. In Ulm (Bundesland Baden-Württemberg) gehen alle Kinder, wenn sie 6 Jahre alt sind, zuerst 4 Jahre lang in die Grundschule. Danach wechseln sie in eine weiterführende Schule. Hier gibt es verschiedene Formen: Gemeinschaftsschule, Realschule, Gymnasium und ab Klasse 6 auch die beruflichen Schulen. Welche Schulart für ein Kind am besten geeignet ist, entscheiden die Eltern zusammen mit den Lehrern.

Der Unterricht an den Schulen endet manchmal schon mittags. Viele Grundschulen sind Ganztagesschulen und bieten ein Mittagessen an (1 € pro Mahlzeit für LobbyCard und KinderBonusCard-Inhaber/innen). An anderen Grundschulen können die Kinder vor dem Beginn des Unterrichts kommen und werden bis 14 Uhr betreut (sog. verlässliche Grundschule) bzw. bis 17 Uhr (sog. flexible Nachmittagsbetreuung).Gemeinsam mit den Lehrer/innen und dem Sozialdienst finden die Eltern das geeignete Angebot für ihr Kind. Für Beratungsgespräche können Dolmetscher/innen eingeladen werden, siehe IDU (Internat. Dolmetscherdienst Ulm).