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Kindergartenbesuch für Flüchtlingskinder

Kinder, malende

© Robert Kneschke - fotolia.com

Die Satzung der Stadt Ulm über die Erhebung von Benutzungsgebühren für die städtischen Kindertageseinrichtungen wurde dahingehend geändert, dass für Kinder die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen keine Kita-Gebühren festgesetzt werden. Dies wurde durch Beschluss des Gemeinderates in der Sitzung am 16.12.2015, GD 525/15 umgesetzt. Flüchtlingskinder werden bei der Platzvergabe bisher nicht bevorzugt (Stand April 2016).

Wie in allen anderen Fällen informiert das Familienbüro auch Flüchtlingsfamilien in erster Linie über die Angebote rund um das Thema Kinderbetreuung in Ulm. Aufgrund der Sprachbarriere erfolgt eine erste Kontaktaufnahme der Familien häufig über den Sozialdienst der betroffenen Flüchtlingsfamilien. Nach einer Erstberatung werden die anfragenden Familien dann an die geeigneten Einrichtungen weitervermittelt.

Die  Beratungs- und Vermittlungsrolle des Familienbüros hat eine wesentliche Bedeutung bei der Versorgung von Flüchtlingskindern. Aufgrund der in Ulm gängigen Praxis verbleibt die Platzvergabe aber bei den Einrichtungsleitungen, weshalb sich sowohl Familien, als auch die zuständigen Sozialdienste ggf. auch weiterhin direkt mit den Kitas in Verbindung setzen müssen.

Die Kindergärten haben meist vormittags und nachmittags geöffnet. Die Kinder sollen etwas zu Essen und ein Getränk mit den Kindergarten nehmen. In einigen Kindergärten erhalten die Kinder mittags eine warme Mahlzeit. (1 € pro Mahlzeit für Lobbycardinhaber/innen).Die Erzieherinnen und Erzieher beobachten, wie das Kind sich entwickelt. Sie laden die Eltern regelmäßig zu Gesprächen ein. Wenn ein Elternteil kein deutsch spricht, kann der Kindergarten einen/eine Dolmetscher/in dazu einladen (kostenlos bei IDU - Internationaler Dolmetscherdienst Ulm). Die Erzieherinnen geben den Eltern auch Tipps, wie die Eltern ihr Kind selber fördern können.

Kleine Kinder können problemlos mehrere Sprachen gleichzeitig lernen und sprechen. Für ihre Deutschkenntnisse ist es gut, wenn die Kinder möglichst früh in einen Kindergarten gehen. Aber die Eltern kennen ihr Kind am besten. Sie wissen, was es vor und während der Flucht erlebt hat und ob es noch ein wenig Zeit braucht, um sich von den Eltern lösen zu können.