Tipps bei Hitze
Aufgrund klimatischer Veränderungen kommt es auch in Ulm
vermehrt im Sommer zu längeren Hitzeperioden.
Wann spricht man von Hitze?
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) differenziert zwischen zwei
Stufen der Wärmebelastung: starke Wärmebelastung und extreme Wärmebelastung.
Starke
Wärmebelastung wird bei einer über mehrere Tage andauernden Wetterlage
empfunden, die mit intensiver Sonneneinstrahlung, hohen Lufttemperaturen
(um 29 Grad Celsius im Schatten), erhöhter relativer Luftfeuchte und
geringer Windbewegung verbunden ist. Die gefühlte Temperatur liegt bei
mehr als 32 Grad Celsius.
Extreme
Wärmebelastung wird bei einer über mehrere Tage andauernden stabilen
Wetterlage empfunden, für die eine intensive Sonneneinstrahlung, extrem
hohe Lufttemperaturen (um 35 Grad im Schatten), erhöhte relative
Luftfeuchte, geringe Windbewegung sowie eine geringe nächtliche Abkühlung
charakteristisch sind. Die gefühlte Temperatur liegt hier bei mehr als 38
Grad Celsius.
Extreme Hitze stellt für den menschlichen Körper eine Herausforderung dar. Hitze kann die Gesundheit gefährden. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung verschiedener Krankheiten, Hitzekrämpfe sowie Sonnenstich und Hitzschlag können laut DWD die Folge sein. Warnzeichen des Körpers sind: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe in Armen und Beinen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Puls, ein Gefühl der Erschöpfung oder von Unruhe, Verwirrtheit und ein trockener Mund.
Mit folgenden Tipps, kann man sich für die Hitzetage wappnen.
- Mittagshitze im Freien meiden, Aktivitäten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden verschieben
- Körperliche Belastungen, auch Sport, im Freien meiden
- Mindestens anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen (einerseits muss Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, andererseits Elektrolytverlust; hierzu eignen sich beispielsweise natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen, Brühen, wasserreiche Früchte wie Melonen)
- Wer sich in der Ulmer Innenstadt bewegt, kann hierfür die fünf Trinkwasserspender aufsuchen und nutzen. Diese befinden sich in der Nähe der Münsterbauhütte, im Bereich der Valentinskappelle, südlich des Rathauses bzw. bei der Stadtbibliothek, in der Herrenkellergasse und auf dem Robert-Scholl-Platz.
- Kalte Getränke meiden
- Über den Tag verteilt mehrere kleine, leichte Mahlzeiten essen
- Sich in kühlen Räumen aufhalten
- Wer sich dennoch in der Sonne aufhält: Unbedingt Sonnenschutzmittel auf die Haut auftragen! Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen
- Nachts und morgens lüften, tagsüber Räume abdunkeln
- Zur Abkühlung: kühle Dusche nehmen, oder feuchtkühle Kompresse auf Stirn und Nacken legen
- Leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben tragen, am besten aus Baumwolle
- Kinder zwischen 11 und 15 Uhr nicht im Freien spielen lassen
Folgende Personengruppen sind besonders bei Hitze gefährdet:
- Ältere und pflegebedürftige Menschen
- Säuglinge und Kleinkinder
- Menschen unter bestimmter medikamentöser Behandlung (wie Beruhigungsmittel, entwässernde und blutdrucksenkende Medikamente)
- Chronisch Kranke (zum Beispiel mit neurologischen Krankheiten, Herz-Kreislauf- Krankheiten, Stoffwechselkrankheiten, Infektionskrankheiten)
- Menschen mit Fieber
- Konsumenten von Alkohol und psychoaktiv wirkenden Drogen
- Menschen mit Behinderung
- Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport im Freien treiben
Bei folgenden Symptomen Rettungsdienst/Notarzt alarmieren:
- Heftige Kopfschmerzen
- Wiederholtes heftiges Erbrechen
- Sehr hohe Körpertemperatur (mehr als 39 Grad Celsius)
- Plötzliche Verwirrtheit
- Krampfanfall
- Bewusstseinstrübung
- Kreislaufschock
- Bewusstlosigkeit
An folgenden Stellen erhalten Sie weitere Informationen:
- Gesundheit und Hitze. Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg.
https://www.gesundheitsamt-bw.de/informationen-fuer-buergerinnen-und-buerger/umwelt-und-gesundheit/gesundheit-und-hitze/ - Folgende Broschüren können hier heruntergeladen werden und bieten weiterführende Informationen.
- Der Hitzeknigge (0,70 MB, pdf) - Tipps für das richtige Verhalten bei Hitze (www.umweltbundesamt.de)
- Klimawandel und Gesunheit (0,63 MB, pdf) - Tipps für sommerliche Hitze und Hitzewellen (www.umweltbundesamt.de, www.dwd.de)