Beständig smart: Ulm 11. im Smart City Index
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Der Smart City Index
2025, das Digitalranking der Deutschen Großstädte mit mehr als 100.000
Einwohnerinnen und Einwohnern, ist nun veröffentlicht. Demnach hat sich Ulm
beim Punktwert weiter verbessert und erreicht 2025 den Indexwert von 83,7 von
maximal 100 möglichen Punkten (2024: 79,8 Punkte, 2023: 76,8 Punkte). Damit
beweist Ulm Kontinuität und liegt im bundesweiten Vergleich aller 83
teilnehmenden Städte auf Rang 11. Mit seinen ca. 130.000 Einwohnerinnen und
Einwohnern markiert Ulm in der Größenkategorie von Städten mit 100.000 bis
150.000 sogar den Spitzenplatz im Bundesvergleich.
„Wir können stolz auf dieses Ergebnis sein, weil es zeigt, dass Ulm die
Digitalisierung kontinuierlich und erfolgreich voranbringt. Selbst im Vergleich
mit den ‘großen‘ Großstädten Deutschlands konnten wir unsere Leistungsfähigkeit
und Innovationskraft erneut deutlich unter Beweis stellen“, freut sich
Oberbürgermeister Martin Ansbacher über das sehr gute Abschneiden Ulms. „Ich
bin überzeugt, dass wir durch das konstruktive Zusammenwirken vieler Akteure
und den großen Einsatz, mit dem wir in allen Handlungsfeldern digitale
Entwicklungen voranbringen auch weiterhin Mehrwerte für die Stadtgesellschaft
schaffen werden“, blickt er positiv gestimmt in die Zukunft.
Das Ranking der 83 deutschen Großstädte mit den Ergebnissen in allen Teilbereichen ist als interaktive Online-Karte unter www.smart-city-index.de verfügbar.
Insgesamt ist das Spitzenfeld näher zusammengerückt. München ist zum dritten Mal in Folge die smarteste Stadt Deutschlands – aber der Abstand zum zweitplatzierten Hamburg ist nur noch sehr gering. Stuttgart verdrängt Köln vom dritten Platz. Zwischen Platz 1 und 3 liegen jedoch lediglich 2,2 Punkte und zwischen München und Ulm sind es gerade einmal 6,5 Punkte. Insgesamt betrachtet werden die Städte digitaler: Haben im vergangenen Jahr noch 79,8 Punkte für eine Top-10-Platzierung ausgereicht und 2023 sogar nur 76,6 Punkte, so sind es nun 84,7 Punkte.
„Deutschlands Städte kommen bei der Digitalisierung in großen Schritten voran. Das gilt für die Spitzenreiter, das gilt vor allem aber auch für die gesamte Breite aller 83 deutschen Großstädte, die wir im Smart City Index untersuchen.“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, der den Smart City Index herausgibt.
Wie bereits in den Vorjahren schneiden die Großstädte aus Baden-Württemberg deutlich besser ab als der Durchschnitt. Sie erreichen im Mittel 78,2 Punkte (2024: 74,1 Punkte). Dahinter folgen Bayern (75,1 Punkte, 2024: 72,2 Punkte) und Sachsen (74,5 Punkte, 2024: 71,8 Punkte). Im Ländle selbst, das mit zehn Städten im Index vertreten ist, liegt Ulm hinter Stuttgart und Heidelberg auf Rang 3. Überdurchschnittlich schneiden zudem große Städte ab 500.000 Einwohnern ab sowie die vom Bund geförderten Modellprojekte Smart Cities (MPSC). Über dem Durchschnitt liegen auch Landeshauptstädte und Universitätsstädte.
Für den Smart City Index wurden insgesamt 13.529 Datenpunkte erfasst, überprüft und qualifiziert, das sind 245 mehr als im Vorjahr. Analysiert und bewertet wurden alle Städte mit einer Bevölkerung größer 100.000. In diesem Jahr sind das 83. Untersucht wurden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Die fünf Bereiche fächern sich in 37 Indikatoren auf, die wiederum aus insgesamt 163 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote im städtischen Verkehr und Umweltsensorik bis zur Breitbandverfügbarkeit und Digital-Fortbildungen für Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte.
Bei der Datenerhebung wurden die Kommunen aktiv einbezogen. Die Städte konnten Daten zur Digitalisierung liefern, jeweils mit Quellen belegt. Davon machten in diesem Jahr erstmals alle Städte gebrauch, die Rücklaufquote liegt damit bei 100 Prozent (Vorjahr: 99 Prozent). Die Daten wurden anschließend von einem Team aus Expertinnen und Experten der Bitkom Research überprüft und validiert.