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Open data - offene Daten bei der Stadt Ulm

Slogan Open

© CC-0

Im digitalen Zeitalter sind Daten die Schlüsselressourcen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten. Als Open Data (offene Daten) werden Daten bezeichnet, die von jedermann ohne jegliche Einschränkungen genutzt, weiterverbreitet und weiterverwendet werden dürfen und in maschinenlesbarer Form vorliegen. Darauf aufbauend können andere Neues für die Öffentlichkeit schaffen, z.B. Apps, Analysen, alternative Visualisierungen für bestimmte Zielgruppen.

Open Data finden auf politischer Ebene in Bund und Ländern breite Unterstützung, viele Kommunen ziehen erst langsam nach. Die Stadt Ulm hat bereits 2016 ein eigenes Portal für offene Daten, Daten.ulm.de, veröffentlicht. Darin werden erste offene Geodaten, Karten und Statistikdaten in verschiedenen Themenkategorien zum Herunterladen bereitgestellt. Weitere offene Daten werden stückweise und nach den Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerschaft oder open data-community in Ulm veröffentlicht. Das Datenportal Daten.ulm.de wird in 2019 auf eine neuere Technologie umgestelt werden.

Offene Daten...

  • bringen Bürger*innen, community und die Verwaltung thematisch zusammen
  • sind die Basis für Dritte, daraus z.B. Anwendungen und Visualisierungen zu entwickeln, die näher an den Bedürfnissen der Bürgerschaft sind
  • sind bürgernahe Daten
  • bringen Transparenz, was in welcher Qualität bei der Verwaltung vorhanden ist
  • tragen zur Effizienz in der Verwaltung bei, weil Prozesse vor Bereitstellung von offenen Daten hinterfragt werden
  • sind Türöffner für mehr Offenheit der Verwaltung der Bürgerschaft gegenüber
  • können zu einer neuen Fehlerkultur in der Verwaltung beitragen

Daten sind dann "offen", wenn sie unter einer offenen Lizenz durch jedermann und für jegliche Zwecke genutzt, weiterverarbeitet und weiterverbreitet werden können. Die Daten müssen strukturiert und maschinenlesbar zur Verfügung gestellt werden, so dass sie sich filtern, durchsuchen und von anderen Anwendungen weiterverarbeiten lassen können. Das Pdf-Format gilt nicht als maschinenlesbar, da es nicht ohne Zwischenschritte für den Nutzer weiterzuverarbeiten ist. Trotzdem werden bei der Stadt Ulm auch in einem ersten Schritt pdf-Dateien zur Verfügung gestellt.

Es gibt Daten in der Stadtverwaltung Ulm, die prinzipiell nicht für die Veröffentlichung  als offene Daten vorgesehen sind. Dazu gehören personenbezogene Daten und Daten die aus Gründen des Datenschutzes nicht öffentlich sind.

Die datenführenden Abteilungen erheben und prüfen Daten nach besten Wissen und Möglichkeiten. Vor Bereitstellung als offene Daten  werden diese i.d.R. vorher aufbereitet, z.B. überflüssige interne Spalteninformationen entfernt und in spezielle maschinenlesbare Formate (z.B. csv, json, txt) konvertiert. Es gibt sowohl bei den Ausgangsdaten als auch bei den daraus abgeleiteten offenen Daten keine Garantie auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualisierung. Im Idealfall enthalten die Datenbeschreibungen Rückschlüsse auf Aktualität, Aktualisierungsrhythmen, Datenstruktur, Vollständigkeit (räumlich, zeitlich). Dann können Interessierte selbst beurteilen, ob die Datenqualität für den geplanten Verwendungszweck ausreicht. Eine Garantie auf Datenrichtigkeit oder Vollständigkeit gibt es für städtische offene Daten nicht.

Open Data setzt die Bereitschaft in der Stadtverwaltung voraus, fehleroffen und konstruktiv mit eventuell rückgemeldeten Datenunstimmigkeiten oder Fehlern umzugehen. Nur mit so einer "Veröffentlichungs- und Fehlerkultur" können städtische Daten nach Rückmeldungen von außen qualitativ sogar noch besser werden.

Die wachsende Zahl der OK Labs der Initiative „Code for Germany“ (Open Knowledge Foundation), in denen Open-Data-Interessierte zusammenkommen, um nützliche Anwendungen und Visualisierungen für die Stadt und ihre Bewohner zu entwickeln, zeigt die wachsende Bedeutung und Popularität von Open Data. Die open data community in Ulm hat sich aus der Uni Ulm heraus gebildet. Schon im Jahr 2011 formierte sich dort die datalove-Gruppe, die u.a. die ersten bekannten open data-Anfragen an die Stadtverwaltung richtete. Die Community bezeichnet sich nun als ulm.api-Gruppe und bildet gleichzeitig das OK Lab Ulm. Die Community nutzt das verschwoerhaus.de als Treffpunkt. Aktivitäten und Informationen auf der Verschwörhaus-Homepage.