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Smarte Technik hält Bäume fit

Eine Schwanenfamilie schwimmt auf grünem Wasser, am Ufer stehen Kinder mit Eltern und beobachten sie.

Mit der Maßnahme „Smartes Grün“ setzt die Stadt Ulm auf moderne Technik, um Stadtbäume besser zu versorgen – gezielt, sparsam und zukunftsfähig. Denn Bäume in der Stadt leisten viel: Sie spenden Schatten, kühlen die Luft und verbessern das Klima. Damit sie das auch weiterhin tun können, brauchen sie bei Hitze und Trockenheit die richtige Menge Wasser – nicht zu viel und nicht zu wenig.Um das zu erreichen, wurden an verschiedenen Standorten in Ulm Sensoren im Boden eingebaut, zum Beispiel im Wengen- und Dichterviertel. Diese messen laufend, wie feucht der Boden ist und wie warm es dort ist. Sobald ein Baum Wasser braucht, bekommt das Grünflächenamt automatisch eine Nachricht – und kann den Gießwagen gezielt losschicken. Das spart Wasser, Zeit und schont die Umwelt.

Ein besonderes Zielgebiet ist das Wengenviertel. Dort helfen die neuen Methoden ganz konkret, Probleme mit zu trockenen Grünflächen zu lösen. Zusätzlich läuft ein gemeinsames Projekt mit Studierenden und der Botanischen Abteilung der Universität Ulm. Hier wird erforscht, wann genau der beste Zeitpunkt zum Gießen ist – damit Bäume genau dann Wasser bekommen, wenn sie es am dringendsten brauchen. Alle Sensoren sind bereits eingebaut und an ein städtisches Datensystem angeschlossen. Die Ergebnisse sollen demnächst auch sichtbar gemacht werden – zum Beispiel durch eine einfache Ampel-Anzeige im städtischen System oder ein öffentliches Dashboard. So können auch Bürgerinnen und später Touristinnen, etwa bei der Landesgartenschau 2030, nachvollziehen, wie Ulm sich um sein Stadtgrün kümmert.

Die Technik funktioniert unabhängig von einem bestimmten Anbieter und lässt sich gut auf andere Stadtteile übertragen. Eine Veröffentlichung des Systems als Open Source ist nicht nötig, da es bereits offen und flexibel einsetzbar ist. Das Grünflächenamt hat bereits entschieden, die Methode weiterzuführen und bei Bedarf auszubauen. „Smartes Grün“ zeigt, wie moderne Sensoren und clevere Datenverarbeitung dabei helfen können, Stadtbäume gesünder zu halten, Ressourcen zu schonen und die Stadt lebenswerter zu machen – für heute und für die kommenden Jahre.

Projektleitung: Uwe Brennenstuhl

Projektpartner: VGV/GF | Christian Giers

Projektdauer 01/2022 - 12/2026

März 2026: Installation von weiteren Bodensensoren an Jungbäumen

Oktober 2025: Start des gemeinsamen Projekts Gießempfehlung mit der
botanischen Abteilung der Uni Ulm und dem Grünflächenamt Ulm

Mai 2025: Prüfung mögliche Erweiterung des Projekts
Sensoren werden an das städtische Dashboard angebunden.

Dezember 2024  Sämtliche Sensoren sind verbaut.

Oktober 2024: Überprüfung zur Förderkonformität und Planung zur Anpassung