Ulm zu Gast beim CIPU-Kolloquium
© CIPU
Die Stadt Ulm ist vom Cellule d’Information pour la Politique Urbaine (CIPU) – der nationalen Austauschplattform Luxemburgs für Stadtpolitik und räumliche Entwicklung – eingeladen worden, ihre Smart‑City‑Strategie und das Projekt *Smartes Grün* im Rahmen des diesjährigen CIPU‑Kolloquiums vorzustellen. Die Einladung unterstreicht die internationale Wahrnehmung Ulms als Vorreiterin für digitale Stadtentwicklung und datenbasierte Klimaanpassung.
Hier präsentierte Uwe
Brennenstuhl, Projektleiter *Smartes Grün* in der Abteilung Digitale Agenda der Stadt
Ulm, wie Ulm Daten und Digitalisierung nutzt, um Verwaltungshandeln
effizienter, nachhaltiger und bürgernäher zu gestalten. Das CIPU‑Kolloquium richtet sich an Stadtplaner*innen,
Architekt*innen, Ingenieur*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit aus
Luxemburg und der Großregion.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand das Ulmer
Leitbild einer offenen, partizipativen und gemeinwohlorientierten Smart City.
Die Stadt Ulm setzt seit Jahren auf transparente Datenräume, digitale
Beteiligungsformate und eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung,
Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Diese Grundhaltung bildet die Basis für
innovative Projekte wie *Smartes Grün*.
Das Projekt *Smartes Grün* zeigt exemplarisch,
wie Digitalisierung konkrete Herausforderungen der Stadtentwicklung lösen kann.
Durch Sensorik, wissenschaftliche Modelle und die Integration in das städtische
GIS-System wird der Bewässerungsbedarf von Jungbäumen präzise ermittelt. Eine
Ampellogik zeigt an, welche Bäume dringend Wasser benötigen, welche optional gegossen
werden sollten und wo kein Handlungsbedarf besteht.
Für die Stadtverwaltung bedeutet dies:
- effizientere Einsatzplanung und Entlastung
der Mitarbeitenden
- reduzierter Wasserverbrauch und weniger
Fahrtwege
- wissenschaftlich fundierte Entscheidungen
- bessere Dokumentation und
Nachvollziehbarkeit
Für die Bürger*innen entstehen spürbare
Vorteile:
- gesündere, widerstandsfähigere
Stadtbäume
- höhere Aufenthaltsqualität im öffentlichen
Raum
- verbesserte Luftqualität und Kühlungseffekte
- sichtbare Wirkung kommunaler
Digitalisierung
Die Einladung zum CIPU‑Kolloquium zeigt, dass Ulm mit seinen Smart‑City‑Projekten weit über die
Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erhält. Das Projekt *Smartes Grün* gilt als
übertragbares Modell für andere Kommunen und wird bereits als Baustein für
zukünftige Entwicklungen wie den digitalen Zwilling und die Landesgartenschau
2030 genutzt.
„Wir freuen uns sehr über die Einladung und
das große Interesse an unseren Projekten“, sagt Uwe Brennenstuhl. „Die
internationale Bühne des CIPU‑Kolloquiums bietet eine
wertvolle Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und
gemeinsam an einer digitalen, klimaresilienten Stadtentwicklung zu arbeiten.“
Weitere Infos auf der Website der CIPU.
Und hier gibt's auch ein Video dazu.