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Hinter dem Brot

hinter dem brot

1869; bereits 1746 „Hinter dem Brot“134; schon um 1570 ist die Lagebezeichnung „beim Brot“ aktenkundig.135 1551 hatte der Rat das Haus „zum Brot“ als Bäckerei für Notzeiten errichten lassen. 1690 verkaufte er es und verlegte die Bäckerei ins Nebenhaus, die „Ratspfisterei“, die er 1772 verkaufte. Dort wurde auch Kommissbrot gebacken, insbesondere für die Truppen des Schwäbischen Kreises. Wegen des dort befindlichen „alten Marstalls“ hieß die Gasse auch „Bei der Stadt Marstall“ (1464) und „Beim alten Marstall“ (1551-1651). Die Gasse, die von der Büchsengasse abzweigte und im Westen als Sackgasse endete, bildete in den Steuerbüchern der Reichsstadtzeit von 1427 bis 1804 zusammen mit der Büchsengasse die nach einem Anwohner benannte „Münchlins Gaß“. 1805 „Hinterm Brodt“.

Die Texte der Straßennamen sind dem Buch "Ulms Straßennamen - Geschichte und Erklärungen" entnommen.

Forschung zur Geschichte der Stadt Ulm

Reihe Dokumentatuionen, Band 15

Herausgegeben vom Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm

Schriftleitung: Prof. Dr. Wolf-Henning Petershagen

Kommissionsverlag W. Kohlhammer, Stuttgart

ISBN: 978-3-17-032466-4