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Haushalt 2026: Ulm investiert massiv – und spart an den richtigen Stellen

Portrait Erster Bürgermeister Martin Bendel

Der Erste Bürgermeister Martin Bendel hat am 19. November im Sitzungssaal des Rathauses den Haushalt für das kommende Jahr eingebracht. Im Rahmen der Gemeinderatssitzung skizzierte Bendel die finanzpolitische Lage der Stadt und machte deutlich: Ulm setzt weiterhin auf Investitionen, ohne die notwendige Konsolidierung aus den Augen zu verlieren. „Dieser Haushalt ist kein Sparhaushalt im klassischen Sinne, aber er zeigt, dass wir klug priorisieren und an den richtigen Stellen konsolidieren“, sagte Bendel.

Fiskalische Kennzahlen auf einen Blick
Der Entwurf für 2026 weist ein negatives ordentliches Ergebnis von -23 Millionen Euro aus. Die geplante Neuverschuldung von 45 Millionen Euro und Rekordinvestitionen von 186 Millionen Euro verdeutlichen die Ambition der Stadt, in die Zukunft zu investieren. Ende 2026 wird der Schuldenstand voraussichtlich 174 Millionen Euro betragen.

Investieren auf Rekordniveau – Prioritäten setzen
Trotz der engen Haushaltslage konzentriert sich Ulm auf strategische Investitionen: Bildung, Kindertagesstätten, Ganztagesangebote, Brücken- und Straßensanierungen sowie die Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2030 stehen im Vordergrund. Auch Digitalisierung, Klimaschutzmaßnahmen und die Modernisierung kommunaler Einrichtungen fließen in den Investitionsplan ein.
Bendel betonte: „Wir investieren dort, wo es die größtmögliche Wirkung für unsere Bürgerinnen und Bürger hat. Gleichzeitig müssen wir uns in der näheren Zukunft darauf einstellen, Prioritäten zu setzen – nicht alles lässt sich gleichzeitig umsetzen.“

Konsolidierung an den richtigen Stellen
Der Haushalt zeigt: Sparen ist möglich, ohne die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu gefährden.
Konsolidierungsmaßnahmen wie z.B. die gezielte Steuerung von Betriebskosten oder das Einwerben von Fördermitteln ermöglichen es, die Rekordinvestitionen zu finanzieren, ohne die städtische Handlungsfähigkeit zu gefährden. Bendel fasste es zusammen: „Wir sparen dort, wo es sinnvoll ist, und investieren gleichzeitig massiv in die Zukunft unserer Stadt. Das ist das Prinzip, das unseren Haushaltsentwurf leitet.“

Schwerpunkte des Haushalts 2026
• Bildung und Soziales: Rund 60 Prozent des Budgets fließen in Kinderbetreuung, Ganztagesangebote und soziale Einrichtungen.
• Infrastruktur: Sanierung, Modernisierung und Neubau von Gebäuden, Brücken und Straßen.
• Sicherheit und Sauberkeit: Zusätzliche Mittel und neue Stellen bei den Bürgerdiensten und Entsorgungsbetrieben sichern die Lebensqualität.
• Integration und Geflüchtete: Sinkende Ausgaben werden für andere dringende Projekte frei.

Ausblick
Der Haushaltsplan 2026 zeigt: Ulm bleibt handlungsfähig, auch unter knappen Rahmenbedingungen. Die Stadt setzt auf eine Mischung aus gezielter Konsolidierung und Investitionen, die langfristig Wirkung zeigen. „Wir haben einen Haushalt, der verantwortungsvoll spart und zugleich mutig investiert – genau das braucht eine Stadt, die ihre Zukunft aktiv gestalten will“, resümierte Bendel.

Fazit:
Der Haushalt 2026 ist ein Balanceakt zwischen Maß halten und Zukunftssicherung. Ulm spart an den richtigen Stellen, investiert auf Rekordniveau und legt die Grundlage für eine nachhaltige, lebenswerte Stadtentwicklung.