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75. Gedenktag des Bombenangriffs von 1944

Häuserruinen ragen aus Schutthaufen hervor.

Diesen Winter jährt sich der schwere Bombenangriff auf Ulm vom 17. Dezember 1944 zum 75. Mal. Damals fanden mehr als 700 Menschen den Tod, wurde die Altstadt dem Erdboden gleichgemacht. Neben einem Gedenkgottesdienst am 17. Dezember im Ulmer Münster wird dem Ereignis am Sonntag zuvor, 15. Dezember, mit einer Matinee mit Buchvorstellung im Stadthaus sowie einer Gedenkfeier in der Wengenkirche gedacht.

Während des Zweiten Weltkriegs erfolgten mehrere Luftangriffe auf Ulm. Am 17. Dezember 1944, dem dritten Advent, flogen britische Bomber zwischen 19.23 und 19.50 Uhr in drei Wellen einen Luftangriff. Mehr zu den Geschehnissen: 17. Dezember 1944

11.00 Uhr im Stadthaus Ulm
Bei der Matinee wird das neue Buch "17. Dezember 1944. Die Zerstörung Ulms" von Rudi Kübler vorgestellt. Es dokumentiert Zeitzeugenberichte und Bilder der Ereignisse. Die Veranstaltung wird eingeleitet von einem Grußwort von Oberbürgermeister Gunter Czisch und einem Vortrag des Historikers Professor Dr. Dietmar Süß. Professor Süß ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg und herausragender Experte für das Thema "Luftkrieg". Sein Vortrag steht unter dem Titel "Krieg, Gewalt, Erinnerung: Der Luftkrieg im deutschen und europäischen Gedächtnis".
Eintritt frei

19.00 Uhr in der Wengenkirche
Die Gedenkfeier "Dei Nacht ist vorgedrungen" erinnert an die Zerstörung der Wengenkirche in der Bombennacht mit Musik, Rücklick und Gebet.
Gebet: Dekan Ulrich Kloos
Musikalische Leitung: Dr. Andreas Weil
Impulse aus der Geschichte: Dr. Oliver Schütz

18.30 Uhr im Ulmer Münster
Während des ökumenischen Gedenkgottesdienstes werden Zeitzeugenberichte aus dem neu erschienenen Buch "17. Dezember 1944. Die Zerstörung Ulms " verlesen. Die Stille nach dem Gedenkläuten mündet in die Aufführung "IN MEMORIAM" mit dem Requiem in d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart, vorgetragen vom Mottentenchor der Münsterkantorei Ulm und den Süddetuschen Kammersolisten. Die Kollekte ist für die Deckung der Kosten bestimmt.
Liturgie: Dekan Ernst-Wilhelm Gohl
Predigt: Dekan Ulrich Kloss
Musikalische Leitung: Friedemann Johannes Wieland
Solisten: Verena Gropper (Sopran), Lena Sutor-Wernich (Alt), Henning Jensen (Tenor), Andreas Burkhart (Bass).

Im Saalfoyer des Stadthauses werden von der Veranstaltung am 15. Dezember bis zum 31. Dezember historische Fotos zum Gedenken an die Zerstörung der Ulmer Altstadt und vieler anderer Städte im Zweiten Weltkrieg präsentiert.