Pädagogischer Fachtag 2026 in Ulm: „Die Kita als Wohlfühlort"
Am 13. Mai 2026 fand im Haus der Begegnung der trägerübergreifende pädagogische Fachtag für alle pädagogischen Fachkräfte der Ulmer Kindertageseinrichtungen statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Abteilung KITA der Stadt Ulm. Unter dem Titel „Die Kita als Wohlfühlort – Impulse zum Perspektivenwechsel“ kamen rund 350 Teilnehmende vor Ort zusammen. Erstmalig wurde der Fachtag zusätzlich als Live-Stream angeboten, sodass weitere etwa 220 Personen online teilnahmen.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten Bürgermeisterin Iris Mann, zuständig für Bildung und Soziales sowie Kultur, sowie die KITA-Abteilungsleiterin Maike Tobies-Jungenkrüger die Teilnehmenden. Beide würdigten die wichtige Arbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Ulmer Kitas und brachten ihre große Wertschätzung für deren tägliches Engagement zum Ausdruck.
Im Mittelpunkt des Tages stand die Frage, was eine Kita zu einem Ort macht, an dem sich Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern gleichermaßen wohlfühlen können. Ziel des Fachtags war es, die Fachkräfte einzuladen, den Blick bewusst auf den eigenen Kita-Alltag zu weiten und Vertrautes einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Besonders wichtig war dabei die Sichtweise der Kinder.
Den Auftakt machte der digitale Fachvortrag von Professorin Iris Nentwig-Gesemann. Sie gab Einblicke in die wissenschaftliche Studie der Bertelsmann Stiftung „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern Kita-Qualität entwickeln“. In ihrem Vortrag stellte sie eindrucksvoll dar, was Kinder selbst unter einer „guten“ Kita verstehen und welche Aspekte ihnen im Alltag besonders wichtig sind. Die Teilnehmenden erhielten dadurch wertvolle Impulse, die Perspektive der Kinder noch stärker in den Mittelpunkt pädagogischen Handelns zu rücken.
Der zweite Vortrag wurde von Annette Reisinger in Präsenz gehalten. Sehr praxisnah zeigte sie auf, wie alltägliche Situationen mit Kindern bewusst genutzt werden können, um die Kita zu einem Wohlfühlort für alle Beteiligten zu machen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig kleine Begegnungen, Haltung und wertschätzende Kommunikation im täglichen Miteinander sind.
Die Pause bot Raum für Austausch und Reflexion. Mithilfe von vorbereiteten Impulsfragen kamen die Fachkräfte mit ihren Kita-Teams sowie mit Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen über die Vorträge ins Gespräch und reflektierten gemeinsam ihren eigenen Kita-Alltag. Viele nutzten die Gelegenheit, erste Ideen und Schritte für die Weiterentwicklung ihrer Einrichtungen zu einem noch stärkeren Wohlfühlort zu entwickeln.
Nach der Mittagspause sorgte eine Mitmachgeschichte für einen lockeren Einstieg in den Nachmittag. Anschließend richtete sich der Blick erneut auf die Stimmen der Kinder. Im Vorfeld hatten verschiedene Sprach-Kitas Kinder dazu befragt, was aus ihrer Sicht eine gute Kita ausmacht. Die Ergebnisse wurden in Form von Sprechblasen im Raum präsentiert und zusätzlich durch Tonaufnahmen hörbar gemacht.