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Michael Angerer für weitere fünf Jahre Naturschutzbeauftragter

Michael Angerer blickt zugewandt in die Fotokamera.

© privat

Michael Angerer übt auch weiterhin ein wichtiges Amt aus: Seit 1. Juni 2026 ist er für weitere fünf Jahre zum ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten für den Stadtkreis Ulm bestellt. Naturschutzbeauftragte sind eine zentrale Schnittstelle zwischen Fachwissen, Verwaltung und der praktischen Entwicklung der Stadt- und Naturräume.

Ihre Aufgabe ist es nicht, Entscheidungen zu treffen, sondern sie fundiert vorzubereiten, zu begleiten und kritisch zu prüfen. Immer dann, wenn Bauvorhaben, Planungen oder Maßnahmen Auswirkungen auf Natur und Landschaft haben könnten, kommen sie ins Spiel.

Michael Angerer bringt dafür beste Voraussetzungen mit: Als Diplom-Ingenieur für Landespflege (FH) war er viele Jahre Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung am Landratsamt Neu-Ulm. Seit inzwischen 15 Jahren engagiert er sich als Naturschutzbeauftragter für den Stadtkreis Ulm mit einem klaren Blick für ökologische Zusammenhänge und langjähriger Verwaltungserfahrung.

„Ich möchte mich für die Belange des Natur- und Artenschutzes einsetzen und im Spannungsfeld einer wachsenden Stadt Ulm hierzu gute Lösungsansätze beitragen“, erklärt Angerer seine Motivation für das Ehrenamt.

Sein Wirkungsbereich umfasst die Stadtteile Wiblingen, Gögglingen, Donaustetten und Unterweiler sowie zahlreiche Vorhaben rund um die Donau. Dabei geht es nicht nur um einzelne Bauprojekte, sondern um das große Ganze: Wie entwickelt sich unsere Landschaft? Wie lassen sich Siedlungsentwicklung und Naturschutz sinnvoll miteinander vereinbaren? Und welche Maßnahmen tragen dazu bei, Lebensräume zu erhalten oder sogar zu verbessern?

Zu den Aufgaben von Naturschutzbeauftragten gehört insbesondere die fachliche Beratung der unteren Naturschutzbehörde. Sie unterstützen bei der Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft, wirken an Stellungnahmen zu Landschafts- und Grünordnungsplänen mit und begleiten Fachplanungen anderer Behörden. Auch bei Unterschutzstellungsverfahren oder bei Maßnahmen der Landschaftspflege bringen sie ihr Wissen konzeptionell ein.

Im Stadtkreis Ulm sind neben Michael Angerer noch zwei weitere Naturschutzbeauftragte ehrenamtlich tätig. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass ökologische Belange in der kommunalen Entwicklung frühzeitig berücksichtigt und fachlich eingeordnet werden. Ihr Engagement ist dabei oft im Hintergrund wirksam, aber für die Qualität von Planung und Naturschutz vor Ort von großer Bedeutung.

„Wichtig sind mir der Natur- und Artenschutz. Wichtig dabei ist es aber auch, das Verständnis bei den Menschen zu wecken und sie hierfür zu begeistern“, sagt Angerer abschließend.