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Erinnerungsstelen am Roten Berg eingeweiht

Vier Personen enthüllen gemeinsam drei mit Tüchern bedeckte Informationsafeln im Freien.

Von links: Dr. Nicola Wenge, Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Dr. Mark Tritsch enthüllen die Stelen.

Am 8. Mai 2026 sind in Söflingen am Roten Berg drei Erinnerungsstelen eingeweiht worden. Wer sie betrachtet, befindet sich in einer ruhigen Wohngegend. Lange erinnerte hier nichts an die Geschichte des Ortes, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch außerhalb der Stadt lag, aber einen zentralen Schauplatz der Stadtgeschichte darstellte. In der Weimarer Republik war der Ort geprägt von Ausgrenzung und Kontrolle, im Nationalsozialismus auch von Entrechtung, Ausbeutung und Verfolgung.

Drei Informationsafeln mit Texten und historischen Fotos stehen im Freien. Die Tafeln zeigen Bilder von Gebäuden und Menschen. Im Hintergrund sind Passanten und ein parkähnlicher Bereich mit Bäumen zu sehen.

Die Stelen sind folgenden Themen gewidmet:

  • Eine Siedlung für sozial Ausgegrenzte (1926 – 1944)
  • Das größte Zwangsarbeiterlager der Stadt Ulm (1941 – 1945)
  • Die besondere Gefährdung von Zwangsarbeiterinnen (1941-1945)

Eine Gruppe von acht Personen steht im Freien den Informationsafeln.

Die Inhalte wurden durch die Stolpersteininitiative Ulm, die Stadtarchive Ulm und Neu-Ulm und das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) recherchiert. Zur Einweihung sprachen Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Dr. Mark Tritsch von der Stolpersteininitiative und Dr. Nicola Wenge, Leiteirn des DZOK.

Zur Einweihung der Stelen ist eine Webseite mit vertiefenden Informationen online gegangen. Sie kann über sich auf den Stelen befindende QR-Codes oder über den folgenden Link aufgerufen werden:

dzok-ulm.de/erinnerungsstelen-am-roten-berg