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Brandanschlag auf Synagoge

Stadt verurteilt abscheuliche Tat und stellt sich gegen jegliche Form von Antisemitismus

Eine Ecke eines quaderförmigen Gebäudes ragt in den Himmel. In die Fassade sind sechseckige Davidsterne aus Glas eingelassen, in denen sich der Himmel spiegelt.

© Stadtarchiv UIm

Der Brandanschlag vom 5. Juni 2021 auf die Ulmer Synagoge, aber auch die Plakataktion einige Tage zuvor sowie viele antisemitischen Vorfälle und Demonstrationen in Deutschland in den letzten Wochen zeigen leider, dass die Täter den Konflikt im Nahen Osten auch nach Ulm tragen wollen. "Wir sind beunruhigt und verurteilen diese Taten auf das Schärfste. Dem immer wieder aufflammenden Antisemitismus müssen wir mit Nachdruck und Entschiedenheit entgegentreten", betont Oberbürgermeister Gunter Czisch.

Ulm stehe als weltoffene und internationale Stadt für Offenheit, Liberalität und Toleranz, in der die Stadtgesellschaft friedlich zusammen lebt. Keinen Platz dagegen haben in dieser Stadt radikale oder terroristische Ansichten, egal welchen Hintergrunds. OB Czisch unterstreicht hierzu: "Die jüdische Gemeinde ist fester Bestandteil der Ulmer Gesellschaft. Wir werden weiter zusammenhalten und alles dafür tun, dass alle friedlebenden Menschen sich in dieser Stadt sicher fühlen können. Das sage ich Ihnen als Bürger, als Oberbürgermeister dieser Stadt und auch im Namen der Damen und Herren des Ulmer Gemeinderats!"

Aktuell werde zwar von einer Einzeltat ausgegangen, dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Antisemitismus gerade durch die Lage im Nahen Osten in Deutschland und auch in Ulm befeuert werde, so Czisch weiter. "Deshalb: wehret den Anfängen!"

Bereits am Morgen hat sich Innenminister Thomas Strobl ausführlich über die laufenden Ermittlungen informiert. Auch dies zeigt die besondere Sensibilität, mit der im ganzen Land auf solche Anschläge reagiert wird.

Über den Stand der Ermittlungen äußert sich die Stadt aktuell nicht.