Im Parkhaus können jetzt auch Tauben „parken“ und nisten
Jetzt können die Tauben kommen: Oberbürgermeister Martin Ansbacher (links) und Tierschützer Bastian Röhm präsentieren die Nistplätze.
Das Taubenhaus hat eine schlichte Alufassade, im Inneren befinden sich die Nistplätze aus Holz.
Der Container steht auf einer Fläche von zwei Parkplätzen. Rund 300 Tauben werden darin Platz finden. Ehrenamtliche des Vereins „AG Stadttauben Ulm“ werden dort die Eier gegen Kunsteier austauschen. So soll die Population der Tauben gesenkt werden. Das soll langfristig sowohl die Lebensbedingungen für die Tiere verbessern als auch die Stadt sauberer machen.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher sagte bei der Eröffnung des Standortes: „Wir möchten weiterhin Tierwohl, Sauberkeit und ein attraktives Stadtbild in Einklang bringen. Die Taubenhäuser sind dafür eine gute und wirkungsvolle Maßnahme.“
Ansbacher dankte den Helferinnen und Helfern der AG Stadttauben, die sich alle zwei Tage vor Ort um die Tiere kümmern. Seitens der Stadt sind die Bürgerdienste, das Gebäudemanagement und das Veterinäramt in das „Tauben-Management“ eingebunden. Die Stadt hat für die Erstellung des Taubenhauses im Parkhaus rund 85.000 Euro investiert.
Der Standort im zentral gelegenen Parkhaus zielt darauf ab, dass sich Tauben aus der Fußgängerzone dort ansiedeln. Mit ihm gibt es nun ingesamt drei Taubenhäuser in der Stadt. Das erste wurde im Frühjahr 2025 in der Nähe des Ehinger Tors aufgestellt. Es handelt sich dabei um einen mobilen Wagen, der mittlerweile westlich des Hauptbahnhofs beim Gebäude „Gleis 44“ aufgestellt ist. Ein weiterer Wagen steht im Stadtteil Böfingen auf einer Wiesenfläche am Böfinger Weg.
Darüber hinaus informiert die Stadt in einer Kampagne im Frühjahr 2026 die Öffentlichkeit über das richtige Verhalten: Das Füttern von Tauben ist – auch zum Wohl der Tiere – verboten. Darauf weisen jetzt Schilder in der Innenstadt hin. Warum das Füttern verboten ist und wie die Taubenhäuser Mensch und Tier nützen: Tauben in Ulm