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Kitagebühren werden für einen Monat erlassen

Kinderjacken sind nebeneinander an einer Garderobe aufgehängt.

Seit 17. März sind die Schulen und Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg geschlossen. Eltern, deren Kinder eine Ulmer Kita in städtischer, kirchlicher oder freier Trägerschaft sowie die Schulkindbetreuung einschließlich Mittagstischverpflegung an den Schulen in Trägerschaft der Stadt Ulm derzeit nicht besuchen können, werden für einen Monat von der Kitagebühr, den Entgelten der Schulkindbetreuung sowie der Mittagstischverpflegung befreit.

Dies gilt auch für die von der Stadt erhobenen Kostenbeiträge in der Kindertagespflege. Für den Monat April werden die Beiträge nicht erhoben bzw. zurückerstattet. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich.

Die Schließung der Schulen und Kitas gilt bis zum Ende der Osterferien (letzter Ferientag 17. April 2020). Eltern sollten ihre Kinder selbst zu Hause betreuen und keine privaten Betreuungsgruppen bilden. Auch Großeltern sind aus Sicht von Virologen keine geeigneten Betreuungspersonen (Risikogruppe). Das setzt natürlich voraus, dass die Arbeitgeber den betroffenen Eltern flexible Arbeitsmöglichkeiten, wie Homeoffice oder Überstundenabbau, ermöglichen, worauf auch Bürgermeisterin Iris Mann hinweist und entsprechend an die örtlichen Betriebe und Unternehmen appelliert.

Notfallbetreuung für besondere Zielgruppen

Beim Betreuungsangebot in Notfallgruppen für die nächsten Wochen schließt sich die Stadt Ulm der Regelung des Landes Baden-Württemberg an. Anspruch auf einen Platz in einer Notbetreuungsgruppe haben lediglich Kinder, deren Erziehungsberechtigte in Bereichen der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten und die keine anderen Betreuungsmöglichkeiten (Großeltern ausgenommen) haben. Zur kritischen Infrastruktur zählen insbesondere die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten), die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), die Sicherstellung der öffentlichen lnfrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung, kommunale Leistungen der Existenzsicherung, Meldewesen etc.) sowie die Lebensmittelbranche. Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Elternteile der Kinder, im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen lnfrastruktur tätig sind.

Die Abteilung Bildung und Sport weist darauf hin, dass die Stadt nur die Notfallgruppen an Grundschulen organisiert. Für die 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen sind ggf. die jeweiligen Schulen zuständig.

  • Betroffene Familien von Grundschulkindern sollen sich per Mail an schulkindbetreuung@ulm.de wenden.
  • Wer einen Kita-Notgruppenplatz benötigt, meldet sich am Montagmorgen bei seiner Kita-Leitung.
Erzieherinnen sowie Lehrkräfte, die über 60 Jahre alt sind oder relevante Vorerkrankungen haben, sowie schwangere Mitarbeiterinnen sollen nach Möglichkeit nicht für die Notgruppen eingesetzt werden.