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Stadt startet Beteiligungsprozess zur Zukunft des Karlsplatzes

Die Stadt Ulm startet im Juni einen moderierten Beteiligungsprozess zur zukünftigen Nutzung des Karlsplatzes. Ziel ist es, gemeinsam mit den unterschiedlichen Gruppen vor Ort tragfähige und ausgewogene Ideen für den Platz zu entwickeln. Diese sollen durch soziale und ordnungsrechtliche Maßnahmen umgesetzt werden. In der Vergangenheit kam es zwischen Anwohnenden und verschiedenen Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern zu Konflikten.

An dem Prozess beteiligt sind Anwohnerinnen und Anwohner, Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteilforums Mitte-Ost, Konsumierende beziehungsweise deren Interessenvertretungen, Soziale Dienste sowie der Stadtteilverein Zebra e. V. Stadtverwaltung und Polizei begleiten den Prozess beratend.

Am 17. und 18. Juni 2026 finden zunächst vorbereitende Gespräche mit den einzelnen Akteursgruppen statt. Dabei geht es darum, Bedarfe und Perspektiven aufzunehmen, über rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren und die weiteren Beteiligungsformate vorzubereiten. Gleichzeitig werden Themen gesammelt, die in den weiteren Prozess einfließen sollen.

Am 1. und 13. Juli 2026 folgen im Rathaus zwei moderierte Runde Tische mit allen Beteiligten. Die Teilnehmenden bringen ihre Sichtweisen und Ideen aktiv ein, während Verwaltung und Polizei den Prozess unterstützend begleiten. Im Mittelpunkt des ersten Treffens stehen der Austausch über Wünsche, Erwartungen und Perspektiven. Beim zweiten Termin soll gemeinsam ein Entwurf für einen Nutzungsplan erarbeitet werden. Ziel ist ein Konzept, das von möglichst vielen Beteiligten mitgetragen wird.

In der zweiten Septemberhälfte werden die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Präsentiert werden sie gemeinsam von den beteiligten Akteursgruppen, der Moderation und der Stadtverwaltung.

Damit soll ein von der Stadt Ulm angestoßener Partizipationsprozess abgeschlossen werden. Die Stadt arbeitet bereits seit dem vergangenen Jahr kontinuierlich und intensiv an Verbesserungen für den Karlsplatz. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Oberbürgermeister Martin Ansbacher zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen. Bei einer anschließenden Versammlung im Bürgerhaus Mitte-Ost diskutierten Anwohnende gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener städtischer Abteilungen sowie der Polizei über ihre Ideen und Erwartungen für den Karlsplatz.

Zum anschließenden Maßnahmenpaket gehörten unter anderem eine verstärkte Präsenz von Kommunalem Ordnungsdienst und Polizei sowie eine aufsuchende Sozialarbeit für die verschiedenen Gruppen am Karlsplatz. Als weitere Maßnahmen wurde das Schachfeld ertüchtigt, das Spielschiff instandgesetzt, die Aschenbecher am Kinderspielplatz entfernt und ein Ballfangzaun errichtet. Die Wege um den Spielplatz wurden verbessert und im Rahmen der Stammbaumaktion Bäume nachgepflanzt.

„Der Karlsplatz soll ein Ort sein, an dem sich Menschen begegnen, austauschen und sicher fühlen können, unabhängig davon, mit welchen Perspektiven sie auf den Platz blicken. Deshalb setzen wir auf Dialog und Beteiligung. Mit dem Prozess wollen wir unsere intensive Arbeit fortsetzen und die vielen Maßnahmen weiterentwickeln. Unser Ziel ist ein lebendiger und vielfältiger Karlsplatz, der von gegenseitigem Respekt und einem guten Miteinander geprägt ist“, sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher.

„Wir erwarten uns von der Bürgerbeteiligung ein lebenswertes Miteinander auf dem Karlsplatz. Das ist unser Ziel“, sagt auch Angelika Torer, Vorsitzende des Stadtteilvereins Zebra.

„Es freut uns sehr, dass es mit dem Thema Karlsplatz weitergeht“, ergänzt Waltraud Geiwitz, Sprecherin des Stadtteilforums Mitte-Ost.