Navigation und Service

Springe direkt zu:

Der „König von Bayern“ siegt beim Fischerstechen 2025

Johannes Deininger trägt einen königsblauen Mantel, hälte einen Pokal in der Hand und jubelt.

Sieger Johannes Deininger in der Mitte neben Susanne Grimmeiß vom Ulmer Schifferverein und Oberbürgermeister Martin Ansbacher.

Er hat an beiden Turniertagen des Ulmer Fischerstechens den Tagessieg errungen und ist damit auch Gesamtsieger: der König von Bayern, verkörpert von Johannes Deininger. Selbst der Kuhhirt, Sieger des Fischerstechens 2022, konnte den König letztendlich nicht aufhalten. Auf vollen Rängen sahen tausende Zuschauerinnen und Zuschauer das Spektakel am 20. Juli 2025.

15 Paare traten gegeneinander an, um den jeweils anderen mit dem 2,80 Meter langen Speer ins Wasser zu stoßen.img src="https://vg01.met.vgwort.de/na/f6e53d17537a4f779f655844a153e65a" width="1" height="1" alt="">


Die beiden Vorsitzenden des Schiffervereins laufen mit Haube und Hut winkend durch die Altstadt.

Zuvor war der Festzug mit Marschmusik und Tänzen am Vormittag durch die Stadt gezogen. In Trachten, mit schwingende Fahnen oder auf dem von Pferden gezogenen Schiff ließen die rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ulmer Geschichte aufleben.

Der König von Bayern truimphiert auf seiner Zille, während der Kuhhirt im Wasser ist und zu seinem Boot schwimmt.

Moderiert von Susanne Grimmeiß, Vorsitzende des Ulmer Schiffervereins, maßen sich beliebte Figuren wie der „Ulmer Spatz“, die „Schwanenwirtin“ oder der „Krettenweber“ mit ihren Kontrahenten auf der Donau. Ins Finale schafften es der Kuhhirt und der König von Bayern.

Der Kuhhirt, verkörpert von Marco Schwender, sollte der Sage zufolge aus den Diensten der Stadt Ulm entlassen werden. Er lauschte jedoch durch das Ofenloch, wie seine Entlassung beraten wurde, und kam dieser zuvor, indem er selbst durch den Heizkanal die Kündigung aussprach.

Der König von Bayern erinnert an die Zeit, als Ulm seinen Status als Reichsstadt verloren hatte: 1802 wurde es dem Königreich Bayern zugeschlagen. Acht Jahre später dann kam es zu Württemberg.

Im Duell zeigten sich die beiden Fischerstecher gleich stark. Sowohl der erste als auch der zweite Durchgang endeten damit, dass sich beide gegenseitig erfolgreich trafen und ins Wasser schickten. Erst die dritte Runde brachte die Entscheidung. Mit souveräner Standsicherheit hielt sich der König auf der Zille, während er seinen Gegner ins Wasser bugsierte.

Ein Fischerstecher stößt seinen Gegner mit seinem Speer vom Boot.

Das Überraschungspaar, erdacht von Ulmer Schüler*innen, war die „menschliche Intelligenz“ gegen die „künstliche Intelligenz“. Während die erste Figur ein Gehirn in Form eines Helmes über dem Kopf trug, trug die zweite einen Helm mit Antennen. Auch wenn die Sympathie des Publikums bei der menschlichen Intelligenz lag, verhinderte das nicht, dass die KI obsiegte.

Text: Stadt Ulm, Marlene Müller

Logos von: SWU, Gold Ochsen, Volksbank Ulm-Biberach, Nething, Sparkasse Ulm

Unterstützt wird das Fischerstechen von den SWU als Hauptsponsor sowie von Gold Ochsen, der Nething Generalplaner GmbH, der Sparkasse Ulm und der Volksbank Ulm-Biberach eG.