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Die ersten Elektrobusse fahren bald im Testbetrieb

Sieben Personen haben sich für ein Foto vor dem Elektrobus aufgestellt.

© SWU

SWU-Geschäftsführer Klaus Eder (ganz rechts), Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher (links daneben) und der 2. Bürgermeister von Neu-Ulm Johannes Stingl (dritter von links) mit Projektbeteiligten.

Die Stadtwerke (SWU) haben am 1. Juli 2024 die ersten zwei von insgesamt 14 Elektrobussen vorgestellt. Sie werden demnächst in einem Testbetrieb im gesamten Stadtgebiet eingesetzt. So werden erste Erfahrungen im Fahrbetrieb gesammelt. Auch die sich derzeit im Aufbau befindliche Ladeinfrastruktur wir sukzessive ersten Praxistests unterzogen.

Die Busse sind vom Typ „Mercedes-Benz eCitaro“. Bis zum Jahresende sollen sechs weitere Fahrzeuge in Ulm eintreffen, die restlichen sechs Fahrzeuge dann im ersten Quartal 2025. Voraussichtlich spätestens mit dem Fahrplanwechsel zum Ende des Jahres 2024 kommen dann die E-Gelenkomnibusse regelmäßig auf der Linie 8 zum Einsatz. In der zweiten Jahreshälfte 2025 soll dann die Linie 4 in Betrieb genommen werden.

Im Fuhrpark der Stadtwerke steht ein Bus mit der Aufschrift "Willkommen im E-Bus".

© SWU

Die Elektrobusse werden unterwegs an speziell dafür ausgelegten Haltestellen zwischengeladen. Die dafür notwendige Ladeinfrastruktur wird derzeit an den Endhaltestellen Universität Süd und Egertweg bis Ende dieses Jahres aufgebaut. Im Jahr 2025 folgen dann die Haltestellen Friedhof Wiblingen und der ZOB. Zwischenladen ist besonders wichtig, um den anspruchsvollen bergigen Linienverläufen in Ulm gerecht zu werden und den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge zu vermeiden.

Die neuen Elektrofahrzeuge verfügen über fortschrittliche Assistenz- und Sicherheitssysteme. Der Abbiegeassistenten Sideguard Assist 2 und der Frontguard Assist, welche die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen, sind beispielsweise mit an Bord. Zudem sind sie mit einer hochmodernen CO2-Klimaanlage ausgestattet, um maximalen Komfort und Effizienz zu gewährleisten.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Digitalisierung der Dienste gelegt, um die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge weiter zu verbessern. Durch eine Datenschnittstelle für die Bus-Fernüberwachung werden Fahrzeuganalysen einfacher und schneller durchführbar

Die Beschaffung dieser umweltfreundlichen Fahrzeuge wurde durch eine Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) ermöglicht, welche 80 Prozent der Mehrkosten für den emissionsfreien Antrieb abdeckt. Insgesamt wenden die Stadtwerke gut 14 Millionen Euro für die Investition in die Fahrzeuge auf, wovon jedoch 4,6 Million Euro vom BMDV gefördert werden. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

SWU-Geschäftsführer Klaus Eder sieht in dem Umstieg auf elektrisch betriebene Busse ein starkes Signal: „Die Entscheidung für Elektrobusse unterstreicht das Engagement der SWU für Umweltschutz und Effizienz im öffentlichen Nahverkehr. Mit den neuen Elektrobussen wird ein Fünftel der Busflotte der SWU künftig mit grünem Strom betrieben, was einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Rußpartikeln und Stickoxiden in der Innenstadt leisten wird.“

Auch Ralf Gummersbach, Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH, ist stolz auf die fortschrittliche Fuhrparkerweiterung: „Die SWU setzt damit ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr. Besonders freut mich, dass wir durch den Umstieg weder in Sachen Komfort noch im Bereich der Sicherheit Kompromisse eingehen werden. Bei der Barrierefreiheit können wir in den neuen Elektrobussen sogar noch einen Schritt weitergehen. Im Bereich der Fahrgasttüren wird es Haltestangen mit Tastmustern geben. So können sich blinde oder schlecht sehende Menschen besser im Bus zurechtfinden.“