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Bund fördert Präsentation des Löwenmenschen mit knapp 1 Million Euro

Der Ausstellungsraum im Museum Ulm mit dem Löwenmenschen in einer Glasvitrine

© Museum Ulm/ Henry M. Linder

Zum Auftakt des Jahres 2021 hat das Museum Ulm eine positive Nachricht aus Berlin erhalten. Der Bund fördert großzügig die Neueinrichtung der permanenten Ausstellung zum UNESCO Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" mit dem Hauptexponat Der Löwenmensch.

Der Bund unterstützt in diesem Jahr deutschlandweit mehr als 73 Projekte zur Modernisierung und Sanierung bedeutender Kultureinrichtungen. Rund 32 Millionen Euro stehen dafür aus dem Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) bereit. Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Der Erhalt unserer kulturellen Infrastruktur gehört zu den wichtigsten kulturpolitischen Zielen des Bundes – erst recht in diesen Zeiten der Krise. Denn Kultur stiftet Identität und Zusammenhalt, gerade auch abseits der Metropolen, wo die kulturelle Grundversorgung oftmals keine Selbstverständlichkeit ist. Deshalb ermöglichen wir auch in diesem Jahr einer Vielzahl bedeutender Kultureinrichtungen in ganz Deutschland dringend notwendige Investitionen, damit sie auch in Zukunft ein möglichst breites Publikum für unser vielfältiges und reiches Kulturerbe begeistern können.“

Auch die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Petra Olschowski, welches den Förderantrag maßgeblich mit unterstützte, reagierte sehr erfreut auf die positive Nachricht aus Berlin: „Das Museum Ulm ist ein wichtiges kunst- und kulturgeschichtliches Universalmuseum mit herausragenden Sammlungsbeständen von nationaler, internationaler und weltkultureller Bedeutung. Mit der Neupräsentation der archäologischen Dauerausstellungsbereiche zum Themenbereich UNESCO Welterbe Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb, in deren Zentrum der Löwenmensch steht, wird der Erlebnischarakter im Museum gestärkt, ohne dabei die Wissensvermittlung außer Acht zu lassen. Die ältesten Kunstwerke der Menschheit, die in den Höhlen gefunden wurden, eröffnen nicht nur einen besonderen Zugang zur Eiszeitkunst. Sie belegen auch den hohen Stellenwert, den Kunst für die vor rund 40.000 Jahren lebenden Menschen besaß. Die Neupräsentation sensibilisiere Besucherinnen und Besucher, vor allem auch Schulklassen, für den großen kulturellen Sprung in die Geschichte der Menschheit, die sich in den eiszeitlichen Höhlen der Schwäbischen Alb ereignet hat."

Insgesamt erhält das Museum Ulm eine Summe von 980.000 € bis zum Jahr 2023 für die Neueinrichtung der permanenten Ausstellung zum UNESCO Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" mit dem Hauptexponat des "Löwenmenschen". Im Rahmen der Bundes-Förderung sagte auch die Stadt Ulm die gleiche Summe zur Umsetzung der Massnahmen zu. Das Museum Ulm kann somit seine Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen weiter fortsetzen, zum Erhalt des Weltkulturerbes und zu dessen zeitgemäßen und besuchergerechten Präsentation. Weitere bundesweit geförderte Institutionen sind neben dem Museums Ulm u.a. auch die Alte Pinakothek München, die Kunstsammlung Düsseldorf, die Hamburger Staatsoper, das Schauspielhaus Bochum, das Residenzschloss Dresden sowie die Welterbstätte Völklinger Hütte.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) unter www.bundesregierung.de.