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Interkulturelle Sportcoaches stärken Teilhabe in Ulm

Gruppenfoto der sechs Sportcoaches

© Württembergischer Landessportbund

Die beiden Ulmer Coaches Jamil Hassan (zweiter von links) und Hrvoje Radman (zweiter von rechts) mit den Coaches der Projektstandorte Heilbronn und Winnenden.

Mit Beginn des Jahres ist in Ulm das neue Projekt „Interkulturelle Sportcoaches“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung einen leichteren Zugang zu Sportvereinen zu ermöglichen und Bewegung als Mittel der sozialen Teilhabe zu stärken. Ulm ist einer von drei Projektstandorten in Baden-Württemberg.

Die interkulturellen Sportcoaches sollen als Brückenbauer fungieren: Sie knüpfen Kontakte in migrantische Communities, informieren über die Ulmer Vereinsstruktur sowie Sport- und Bewegungsangebote und begleiten Interessierte beim Einstieg in die Vereinswelt.
„Die deutsche Vereinskultur ist für viele Menschen fremd, Sportvereine werden oftmals mit Leistungssport verbunden“, sagte Jamil Hassan, Volleyballer beim SSV Ulm und einer der beiden Sportcoaches. Die Coaches betonten, wie wichtig es sei, Sport als niederschwellige Begegnungsmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Kulturen und Gemeinschaften in Ulm zu nutzen. „Durch Sport im Verein entstehen Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen. Dadurch können Vorurteile abgebaut werden und Freundschaften entstehen. Gleichzeitig profitieren die Vereine von neuen Mitgliedern“, ergänzt Hrvoje Radman, der selber Mitglied bei der TSG Söflingen ist.

Auch unterstützen sie Vereine in Ulm dabei, ihre Angebote auf die Zielgruppe anzupassen und bieten auf Anfrage gemeinsam mit Trainern des Württembergischen Landessportbunds (WLSB) Schulungen zu interkultureller Sensibilisierung für die Übungsleiter an.

Die Abteilung Chancengerechtigkeit und Vielfalt der Stadt Ulm begleitet das Vorhaben federführend in Kooperation mit dem WLSB sowie weiteren städtischen Abteilungen und Ulmer Sportvereinen. Die Coaches werden durch den WLSB qualifiziert und erhalten in den Schulungen praxisnahes Wissen zu interkultureller Kompetenz, Vereinsstrukturen und moderner Sportvermittlung.

Das Projekt in Ulm läuft bis September 2028 und wird im Rahmen des Förderaufrufs „Integration vor Ort“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert, finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

Weitere Informationen zum Projekt und Kontakt zu den Coaches gibt es über das Sachgebiet Chancengerechtigkeit und Vielfalt der Stadt Ulm (Kontakt rechte Spalte).

Zur Info: Das Projekt wird auch in der nächsten Sitzung des internationalen Ausschusses am 21. April 2026 ab 16 Uhr in der Ev. Auferstehungsgemeinde in Böfingen vorgestellt.