Navigation und Service

Springe direkt zu:

Stadt Ulm fördert auch 2026 ehrenamtliche Integrationsarbeit

Die Stadt Ulm zieht eine positive Bilanz ihres Förderprogramms zur Unterstützung ehrenamtlicher Integrationsarbeit für Geflüchtete. Engagierte Menschen können sich auch 2026 für eine Förderung bewerben. Seit Ende 2024 unterstützt die Stadt Ulm entsprechende Initiativen und Projekte. Auf Nachfrage von Ehrenamtlichen und auf Initiative von Oberbürgermeister Martin Ansbacher wurde ein städtischer Topf in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr eingerichtet.

„Nach dem ersten Jahr können wir eine sehr positive Bilanz ziehen“, sagt Jan Rick, Projektleiter Geflüchtete in der Abteilung Soziales. Engagierte können hier gezielt Mittel beantragen, um Projekte voranzubringen, die Teilhabe ermöglichen, Begegnungen schaffen und Integration im Alltag erlebbar machen.

Schon jetzt zeigt sich, wie vielfältig der Fördertopf genutzt wird. Dank der Förderung konnten Ehrenamtliche viele Projekte mit sinnvollen Klein- und Kleinstausgaben umsetzen, so etwa Informationsangebote zu Recht und Verwaltung, Basiswissen für Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten oder sensible Sprache, Dankveranstaltungen für Engagierte, Stadtführungen für neue zugezogene Bewohnerinnen und Bewohner, Freizeitangebote mit Spielen, Gesprächen und ge-meinsamen Aktivitäten für Personen in Unterkünften.

In den Ortschaften fanden Weihnachtsfeiern, Sprach- und Dorfcafés sowie Begegnungsformate statt. Kinder nahmen an Kunst- und Kulturprojekten teil und an Oster- und Weihnachtsaktionen in den Unterkünften. Bei „Social Days“ engagierten sich Mitarbeitende zweier Unternehmen ehrenamtlich, richteten Gemeinschaftsräume ein und gestalteten Weihnachtskarten für Bewohnerinnen und Bewohner einer Unterkunft für Menschen mit Schutzbedarf und körperlichen Einschränkungen.

Oberbürgermeister Martin Ansbacher betont die Leistung, die über das Ehrenamt bei der Integration in Ulm erbracht wird: „Für Ehrenamtliche bedeutet der Fördertopf vor allem eine spürbare praktische Hilfe. Sie können ihre Ideen ohne großen bürokratischen Aufwand umsetzen. Das entlastet Strukturen und Helferkreise in den Ortschaften oder auch Einzelpersonen, die keine finanzstarke Vereinsstruktur hinter sich haben. Räume, Materialien oder Honorare werden finanzierbar gemacht, Projekte gewinnen an Verlässlichkeit. Gleichzeitig ist die Förderung ein klares Zeichen der Anerkennung: Engagement wird nicht als selbstverständlich hingenommen, sondern als das gewürdigt, was es ist - ein zentraler Beitrag für den sozialen Zusammenhalt.“

Auch die hauptamtlichen Strukturen profitierten davon, ergänzt Projektleiter Jan Rick, denn Abläufe bei einigen ehrenamtlichen Vorhaben wurden einfacher und die Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamtlichen wirkungsvoller. „Viele Dinge würden sonst einfach nicht stattfinden“, so Rick.

Entscheidend für eine Refinanzierung von Ausgaben im Engagement über den Fördertopf ist die jeweilige Idee und ihr Ziel: Menschen zusammenzubringen, Austausch zu ermöglichen, Berührungsängste abzubauen und Teilhabe zu stärken. Der Topf steht bewusst unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren offen: Vereinen, Initiativen, Helferkreisen oder engagierten Einzelpersonen. Maßgeblich ist der konkrete Mehrwert für die Gemeinschaft. Damit bleibt der Fördertopf ein offenes Angebot für alle, die aktiv Integration positiv mitgestalten wollen.

Förderanträge können auch für 2026 bei der Ehrenamtskoordinatorin des Projekts Geflüchtete, Salma Jridi, gestellt werden: s.jridi@ulm.de , 0731 -161-5397.