Navigation und Service

Springe direkt zu:

Container-Standorte in Wiblingen: Entscheidung wird auf den 13.03.2024 verschoben

[Aktualisierung vom 27. Februar: Abgesagt: Infoveranstaltung am 28. Februar zu Flüchtlingsunterkünften in Wiblingen]

Am 7. Februar tagten die Mitglieder des Hauptausschusses über das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Wohncontainer-Siedlung für Geflüchtete in Wiblingen. Der ursprüngliche Plan der Verwaltung hatte den Bau von Unterkünften für 250 Menschen auf einem Grundstück südlich des Friedhofes vorgesehen. Nun soll nach mehrheitlichem Beschluss des Hauptausschusses eine neuerliche Prüfung aller prinzipiell in Frage kommenden Grundstücke erfolgen sowie eine Aufteilung der Geflüchteten auf mehrere Standorte untersucht werden. Eine endgültige Entscheidung soll in der Gemeinderatssitzung am 13. März fallen.

Bürgermeister Martin Bendel ging in seinem Vortrag auf die Kritik ein, die auch und vor allem nach der Bürgerinformationsveranstaltung am 29. Januar im Bürgerzentrum Wiblingen aufkam. Er räumte ein, dass der Informationsprozess nicht optimal gelaufen sei, wiederholte aber auch, dass man nicht darüber entscheide ob man Flüchtlinge aufnehme, sondern nur das "Wo" zur Debatte stehe. Bendel kündigte Transparenz im Entscheidungsprozess an: " Wir werden die Regionale Planungsgruppe Wiblingen (RPG) und die Bürgerschaft informieren, uns die nötige Zeit nehmen und Klarheit schaffen".

Tanja Oelmaier, Leiterin der Abteilung Liegenschaften, ging noch einmal im Detail auf die bei der Bürgerversammlung aufgekommenen Fragen ein. Sie gab Antworten auf Themen wie die Sicherheit vor Ort und die Versorgung mit Kita- und Schulplätzen. Aber auch die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Lösungskonzepte thematisierte sie. Sie verdeutlichte, dass die Verteilung der Geflüchteten auf mehrere Standorte auch mit höheren Kosten für die Stadt einherginge. So kalkulierte man bei einem Standort mit einem Volumen von 9 Millionen Euro - bei zweien wären hingegen bereits mit 10 Millionen zu rechnen.

Letztlich stimmte der Hauptausschuss folgendem Vorgehen zu:

  • Als Alternative zur Unterbringung an nur einem Standort, ist die Aufteilung auf mehrere Standorte durch die Verwaltung zu prüfen. Dabei sind alle 15 in Frage kommenden Grundstücke als Möglichkeiten einzubeziehen.
  • Die Ergebnisse dieser Prüfung werden mit der RPG Wiblingen besprochen.
  • Am 28. Februar wird eine neuerliche Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden. [Aktualisierung vom 27. Februar: Abgesagt: Infoveranstaltung am 28. Februar zu Flüchtlingsunterkünften in Wiblingen]
  • Am 13. März soll dann der Gemeinderat endgültig entscheiden.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://buergerinfo.ulm.de/vo0050.php?__kvonr=8600