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ÖPNV in Ulm bis Ende 2022 jeden Samstag kostenlos

Eine Straßenbahn auf Fahrt in Richtung Innenstadt

Das Fahren mit Bus und Straßenbahn in Ulm und Neu-Ulm bleibt samstags weiterhin kostenlos. Der Ulmer Gemeinderat hat am 18. Dezember 2019 eine entsprechende Verlängerung des Angebots, das seit diesem April gilt, beschlossen. Die Stadt Ulm kommt für die fehlenden Einnahmen in Höhe von rund 1 Million Euro auf, die dem Verkehrsverbund durch die Ticketausfälle pro Jahr entstehen.

Das Angebot wird aufgrund der Großbaustelle am Hauptbahnhof aufrechterhalten: Trotz der einseitigen Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße soll die Innenstadt gut erreichbar bleiben. Weil die Sperrung bis Mitte 2022 verlängert werden muss, wird auch das ÖPNV-Angebot verlängert. Darüber hinaus soll es die Parkplatzsituation in der Innenstadt insgesamt entspannen.

Wer an Samstagen in Ulm oder Neu-Ulm dem Bus oder der Straßenbahn fährt, muss bis Ende 2022 kein Ticket lösen. Bitte beachten Sie, dass das Angebot zwar im Stadtgebiet von Ulm und Neu-Ulm, jedoch nicht im gesamten Netz des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds gilt. Wer außerhalb der beiden Städte mit dem ÖPNV unterwegs ist, muss dafür wie üblich ein Ticket lösen.

Fahrplanauskunft: https://www.ding.eu

Alle namentlich registrierten Abokunden (Jahreskarte, Jobticket, Profiticket, 65plus und Partnerkarten) nehmen automatisch an einer Verlosung teil. Jede Woche wird ein Jahresticket verlost. Jahreskarten sind per se um rund 50 Prozent bezuschusst.

Die kostenfreien Samstage haben - unterstützt von der Kampagne "ulm erleben" - zu deutlich mehr Fahrgästen geführt: Rund zehn Prozent mehr nutzen jetzt samstags den ÖPNV - wobei sicherlich auch die neue Straßenbahnlinie 2 und das ausgeweitete ÖPNV-Netz zu diesem Anstieg beigetragen hat.

Auch die Kampagne "ulm erleben", die von der Stadtverwaltung gemeinsam mit den Stadtwerken und dem Ulmer City Marketing e.V. durchgeführt wird, soll fortgesetzt werden. Darüber hinaus will die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Ulmer City Marketing e.V. zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Innenstadtfrequenz prüfen.

Jahr 2020
Im Jahr 2020 wird der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund aufgrund der fehlenden Ticketeinnahmen seinen Berechnungen zufolge rund 922.000 Euro weniger einnehmen. Die Stadt Ulm wird diese fehlenden Einnahmen ausgleichen. Eine finanzielle Beteiligung der Stadt Neu-Ulm wird derzeit geprüft. Darüber hinaus übernimmt die Stadt Ulm 150.000 Euro für die Marketingmaßnahmen im Rahmen von "ulm erleben". Weitere 60.000 Euro steuern die Stadtwerke und der Ulmer City Marketing als Kampagnenpartner bei.

Jahre 2021 - 2022
Die Kosten und die Art der Finanzierung für 2021 und 2022 werden noch ermittelt. Die Ausgaben werden aller Voraussicht nach in den nächsten Jahren steigen, da Verbesserungen im ÖPNV-Bereich und etwaige daraus resultierende Einnahmezuwächse bei den oben genannten Einnahmeausfällen noch nicht berücksichtigt wurden. Gegebenenfalls ist deswegen ab dem Jahr 2021 über eine entsprechende Gegenfinanzierung beispielsweise in Form von Steuererhöhungen zu beraten.